Anklage im Loveparade-Prozess wankt

+
Bei der Loveparade-Katastrophe starben 21 Menschen.

DUISBURG - Das Gutachten des Sicherheitsexperten für Großveranstaltungen, Professor Keith Stills, ist ein zentrales Dokument der Duisburger Staatsanwaltschaft im Prozess gegen die Beschuldigten der Loveparade-Katastrophe. Laut einem Bericht der WAZ am Mittwoch gerät die Klage nun ins Wanken.

Doch offenbar haben laut Informationen der Zeitung Mitarbeiter von Stills mehr Leistungen erbracht, als bekannt. Fast vier Jahre hat es gedauert, bis die Staatsanwaltschaft ihre Anklage vorgelegt hat. Möglicherweise muss sie nun ein neues Gutachten in Auftrag geben oder zumindest auf Nachbesserungen des bestehende Gutachtens bestehen.

Lesen Sie zum Thema auch:

- Loveparade-Aufarbeitung zieht sich weiter hin

Nach Informationen der WAZ ist der Kölner Anwalt Björn Gercke, der einen beschuldigten Mitarbeiter des Veranstalters vertritt, nach Durchsicht der Abrechnungen des Experten zu dem Schluss gekommen, dass Still entgegen den gesetzlichen Pflichten „in ganz erheblichem Umfang“ zwei Mitarbeiterinnen eingesetzt und das nicht angegeben hat. Das Gutachten sei deshalb möglicherweise rechtlich nicht korrekt. Das Duisburger Landgericht hat sich dazu aktuell nicht geäußert. Es prüft aber, ob es die Anklage zulässt.

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare