Rund 200 Kilometer Stau auf NRW-Autobahnen

Bahn-Streik: Viele Pendler aufs Auto umgestiegen

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Die Sonne geht hinter dem Hauptbahnhof in Dortmund auf. Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Mitglieder aufgerufen, beim bisher längsten Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn die Züge bis zum Sonntagmorgen um 9.00 Uhr stehen zu lassen.

Düsseldorf - Wer die bisherigen Streiks schon für heftig hielt, wird eines Besseren belehrt: mit dem längsten Ausstand bei der Deutschen Bahn überhaupt, der am Dienstagmorgen um 2 Uhr begonnen hat. Die meisten Pendler in NRW waren aber offenbar gut vorbereitet.

Der Rekordstreik der Lokführer hat auch in NRW am Dienstagmorgen für erhebliche Behinderungen im Zugverkehr gesorgt. Seit 2 Uhr fahre nur noch rund ein Drittel aller S-Bahnen und Regionalverkehrszüge in NRW, sagte ein Bahn-Sprecher. Der Ersatzfahrplan funktioniere aber gut, Verspätungen gab es zunächst kaum.

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Die S-Bahnen verkehrten auf vielen Linien im Stundentakt. Während es auf den Bahnhöfen vergleichsweise ruhig zuging, war auf den Straßen mehr los als sonst. Viele Pendler waren auf das Auto umgestiegen.

Erst am Sonntag wollen die Lokführer ihre Arbeit wieder aufnehmen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern sei die Lage im Bahnverkehr in NRW noch entspannt, sagte der Bahnsprecher. Viele Lokführer seien hier Beamte. Zudem fahren auf mehreren Pendler-Strecken Privatbahnen, die von dem Streik nicht betroffen sind.

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Die meisten Reisenden waren auf die Behinderungen vorbereitet. Verständnis für den Streik hatte am Düsseldorfer Hauptbahnhof aber kaum ein Pendler übrig.

Der NRW-Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Sven Schmitte, ging von einer ähnlich hohen Streikbeteiligung aus wie bei vorigen Streiks. Das Verständnis für den Streik bei den Mitgliedern sei sehr groß. "Jeden Tag rechnen wir mit Hunderten Kollegen, die sich landesweit beteiligen", sagte Schmitte. - dpa

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Quelle: wa.de

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