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Raus aus dem Corona-Lockdown: Das sind die beschlossenen Öffnungsschritte

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Von: Erik Hlacer, Kathrin Bastert

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Im Corona-Lockdown soll es Schritt für Schritt Lockerungen geben - auch bei hoher Inzidenz. So sehen die einzelnen Öffnungsschritte für den öffentlichen Raum aus.

Hamm - Beim Corona-Gipfel haben Bund und Länder über Lockerungen im Lockdown beraten, die auch für NRW Konsequenzen haben. Nachdem Friseure bereits wieder öffnen durften, können sich jetzt auch andere Betriebe darauf einstellen, wieder loszulegen. Klar ist aber: Weitere Öffnungen sind nach wie vor vom Corona-Geschehen, konkret von der 7-Tage-Inzidenz abhängig. Allerdings sind auch bei höherer Inzidenz Lockerungen möglich. (News zum Coronavirus)

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Lockerungen im Corona-Lockdown: Die einzelnen Öffnungsschritte im öffentlichen Raum

Beim Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer wurde am Mittwoch neun Stunden lang intensiv über Lockerungen beraten. Demnach wird der Lockdown zwar bis Ende März verlängert. Doch neben neuen Corona-Regeln und Lockerungen bei Kontakt-Beschränkungen für private Treffen sind auch im öffentlichen Bereich einzelne Öffnungsschritte drin - und das zum Teil trotz hoher Corona-Inzidenz. Das betrifft unter anderem geplante Lockerungen im Sport, die insbesondere Teamsportlern neue Hoffnung gibt. Wo Bund und Länder bisher keine neuen Regelungen vereinbart haben, sollen bis zum 28. März die bisherigen Regeln weiter gelten.

Die fünf Öffnungsschritte, die der Corona-Gipfel beschlossen hat.
Das sind die fünf Öffnungsschritte. © Bundesregierung

Lockerungen und Öffnungen im Corona-Lockdown: Gastronomie und Sport trotz hoher Inzidenz

Die Lockerungen sind eng geknüpft an eine neue Test- und eine verbesserte Impfstrategie. So soll schon aber der kommenden Woche allen Bundesbürgern wöchentlich ein kostenloser Schnelltest angeboten werden. „Regelmäßige Corona-Tests stellen einen wichtigen Baustein dar, um mehr Normalität und sichere Kontakte zu ermöglichen“, heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern. Personal in Schulen und Kitas sowie Schülerinnen und Schüler sollen pro „Präsenzwoche“ mindestens einen kostenlosen Schnelltest erhalten. Beschäftigten, die nicht zu Hause arbeiten, soll in Unternehmen ein Test angeboten werden.

Die Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten wann immer möglich das Arbeiten daheim im Homeoffice zu erlauben, soll bis zum 30. April verlängert werden.

Die Impfkampagne soll deutlich an Fahrt gewinnen. Dafür soll unter anderem der maximale Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Impfung möglichst ausgeschöpft werden. Bund und Länder gehen zudem davon aus, dass ältere Menschen bald auch mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden können - bislang wurde das Vakzin nur für unter 65-Jährige empfohlen. Ab Ende März oder Anfang April sollen zudem die Hausärzte „umfassend“ in die Impfungen eingebunden werden.

In bestimmten Bereichen sollen Lockerungen und Öffnungen vollzogen werden - trotz hoher Inzidenz.
In bestimmten Bereichen sollen Lockerungen und Öffnungen vollzogen werden - trotz hoher Inzidenz. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Am 22. März wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen beraten. Es soll dann um Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels gehen.

Auch für die Schulen in NRW hat Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) inzwischen weitere Öffnungen und mehr Präsenzunterricht fest im Blick, nachdem sie diese zunächst ob des Infektionsgeschehens ausgeschlossen hatte. - mit Material der dpa

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