Liftbetreiber im Sauerland warten auf Frost oder Schnee

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Rita Hellmann (hier neben einer Schneekanone) vom Skigebiet bei Schmallenberg wartet auf Schnee.

WINTERBERG - Die Schneekanonen stehen noch auf der grünen Wiese. In den Skigebieten des Sauerlandes warten die Liftbetreiber auf Schneefall oder Dauerfrost. Aber sie freuen sich auch über den Regen, weil die Wasservorräte nach dem trockenen November knapp sind.

In den Skigebieten des Sauerlandes sind die Vorbereitungen für die Saison abgeschlossen. Die Liftbetreiber haben 8,5 Millionen Euro in neue Lifte und den Ausbau der Beschneiung investiert. Doch derzeit stehen die Schneekanonen im Nieselregen und Nebel auf der grünen Wiese, ein Saisonstart ist nicht in Sicht.

„Es sollte jetzt auch erst einmal noch 14 Tage regnen“, wünscht sich Rita Hellermann vom Skigebiet „Hohe Lied“ bei Schmallenberg-Gellinghausen. Denn der Bach, der ihre Schneekanonen speist, hat nach dem trockenen November nicht genügend Wasser. „Wenn wir jetzt Frost bekommen würden, säßen wir auf dem Trockenen“, sagt sie beim Blick auf das Rinnsal. Aber zunächst sei ja weiterhin Regen angekündigt.

Die meisten von Hellermanns Kollegen sind gelassener. „Unsere Speicherteiche sind gut gefüllt. Das reicht für eine Grundbeschneiung“, sagt Bernd Krüger, der einen neuen Lift am Bremberg in Winterberg betreibt. „Kurz vor Weihnachten müssen wir aber Schnee haben“, sagt er. Schließlich sei Winterberg so gut wie ausgebucht und man müsse den Gästen ja auch etwas bieten. Zudem klingeln bei passender Witterung über den Jahreswechsel die Kassen in den Skigebieten. „Da ist für uns jeder Tag ein Sonntag, da ist der Hang immer voll“, sagt Krüger.

„Sobald es kalt genug ist, werden die Beschneiungsanlagen angestellt“, sagt Susanne Schulten von der Wintersport-Arena. „Aber eine solche Wetterlage zeichnet sich noch nicht ab.“ Aber das Wetter könne sich ja schnell ändern, sagt Krüger: „Zwei bis drei Tage mit Dauerfrost unter zwei Grad Minus reichen aus, um die Hänge gut zu präparieren.“

Das käme den Wintersportlern entgegen. „Es gibt schon viele, die sitzen in den Startlöchern. Der harte Kern scharrt schon mit den Hufen und fragt, wann es endlich losgeht“, sagt Schulten. Der November hat zwar die Bäche trocken fallen lassen, aber für Krüger und viele seiner Kollegen hatte das trockene Wetter auch Vorteile. „Die Bauarbeiten in den Skigebieten kamen da sehr gut voran“, sagt Schulten. - dpa

Quelle: wa.de

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