Liesa Schulte: DNA-Spuren im Kofferraum gefunden

In dem Kofferraum des Polos wurden DNA-Spuren von Liesa gefunden.

WERL - Es ist die Spur, auf die die Fahnder gehofft haben, die aber auch aus den schlimmsten Befürchtungen Gewissheit macht: Im Fall der vermissten Liesa Schulte haben die Ermittler die DNA der jungen Frau im Kofferraum des Miet-Polos gefunden, den ihr Ex-Freund in der Nacht des Verschwindens gefahren hat.

Das hat Staatsanwältin Sandra Müller-Steinhauer unserer Zeitung auf Anfrage mitgeteilt. Damit ist klar: Liesa Schulte ist im Kofferraum jenes Polos transportiert worden. Ob sie zu dem Zeitpunkt noch lebte oder nicht, ist anhand der reinen Spur nicht zu sagen.

Lesen Sie auch:

Unsere Partnerzeitung Soester Anzeiger berichtet seit Wochen ausführlich über den Fall. Hier finden Sie weitere Beiträge zum Thema

Zur Anzeiger-Internetseite

„Aber wir haben ja auch das Anschlagen der Leichenspürhunde“, sagt die Staatsanwältin, die daher fest davon ausgeht, dass die Westönnerin nicht mehr lebt. „Das bestätigt mich im dringenden Tatverdacht des Mordes gegen den Ex-Freund.“ Denn es gebe keinen Zweifel am DNA-Fund: „Dieser Hinweis ist sicher.“

In der Nacht zum 17. April war Liesa Schulte nach einem nächtlichen Treffen mit ihrem Ex-Freund verschwunden. Die Untersuchungen der Spuren am gelben Twingo von Liesa Schulte, der in Nähe der Autobahn-Anschlussstelle Werl-Süd unverschlossen und mit steckendem Schlüssel gefunden worden war, und am schwarzen Miet-Polo hatten sich lange hingezogen.

Auf den Wagen mit Hamburger Kennzeichen waren die Ermittler erst später gestoßen, weil der Ex-Freund zunächst angegeben hatte, dass er zum Treffen mit dem Zug nach Westönnen gefahren sei. Über die Auswertung seiner Handy-Daten waren die Fahnder zu dem Schluss gekommen, dass das nicht stimmen konnte. Später stießen sie auf jenen Polo, den der Beschuldigte mit den Papieren seines Bruder angemietet hatte.

Freitagnachmittag besprach sich die Staatsanwaltschaft mit der Mordkommission in Dortmund über das weitere Vorgehen. Zuvor waren die Ermittler- telefonisch von den Instituten über den DNA-Fund in Kenntnis gesetzt worden. Details über weitere Schritte wollte Müller-Steinhauer nicht mitteilen. Aber man befinde sich nun durchaus an einem entscheidenden Punkt der Ermittlungen, mit denen man auch den Ex-Freund und seine Anwälte konfrontieren könne. Noch immer fehlt schließlich die Leiche von Liesa Schulte. Die Eltern der jungen Westönnerin sind über die Ergebnisse des DNA-Fundes informiert worden.

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare