Lebensgefahr in Shisha-Bar: Polizei findet bei Kontrollen Erschreckendes

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Dortmund - In dieser Shisha-Bar schwebten die Besucher nicht entspannt auf Wolke sieben, sondern in akuter Lebensgefahr:

Chillen kann gefährlich sein - und oftmals wissen die Besucher von Shisha Cafés gar nicht, wie sehr! Denn hinter die Kulissen blickt kaum jemand. Demnach weiß auch keiner der Besucher, wie beispielsweise die Kohlen für die Wasserpfeifen zum Glühen gebracht werden. Und das kann manchmal unter brandgefährlichen Umständen geschehen. Hier müssten jedem Laien, aber mit Sicherheit jedem Feuerwehrmann, die Haare zu Berge stehen.

Der Trend in Shisha Bars zu chillen, hat auch in Dortmund und Lünen um sich gegriffen. "Und auch hier sind in der jüngeren Vergangenheit Verstöße festgestellt worden, die es zu ahnden und zu vermeiden gilt", kommentierte die Polizei Dortmund.

Der Blick hinter die Kulissen

Daher hat die Dortmunder Polizei am vergangenen Wochenende einen Blick hinter die Kulissen mehrerer Shisha Bars und Teestuben im Stadtgebiet von Lünen geworfen. Der Fokus der Kontrolle lag hierbei auf dem Feststellen ordnungsrechtlicher Verstöße, der Überprüfung von gewerblichen Erlaubnissen und dem Treffen gefahrenabwehrender Maßnahmen, insbesondere der Eingrenzung von Brandgefahr oder der Verhinderung von Kohlenmonoxid Vergiftungen.

Die Kontrolle begann am Freitagabend. Insgesamt nahmen die Polizeibeamten vier Shisha Cafés und Teestuben in Lünen unter die Lupe und stellten teilweise Erschreckendes fest.

In den Betrieben trafen die Beamten 51 Personen an, die überprüft wurden. Einer der Gäste trug ein verbotenes Messer bei sich, dieses stellte die Polizei sicher. Das Auffinden von insgesamt 31 unversteuerten Tabakdosen führte anschließend zu drei Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhehlerei. In allen vier Betrieben wurde das Nichtraucherschutzgesetz nicht eingehalten und somit entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet. In zwei Fällen wurde zudem Alkohol ohne Genehmigung ausgeschenkt, hier erfolgten Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Ein Café übertraf alles

In einem Café jedoch führten sehr abenteuerliche und brandgefährliche Eigenbauten zur Schließung der Bar und Untersagung des weiteren Betriebes: Der Betreiber hatte eine Konstruktion zur Erhitzung der Shisha-Kohlen direkt unter einer Gastherme aufgebaut. Bereits der Laie kann sich beim Lesen dieser Zeilen denken, dass das eine nicht ganz so gute Idee ist. Die Polizisten erkannten die Gefahr und setzten sich mit dem örtlichen Energieversorger in Verbindung. Die Verantwortlichen hier sahen ebenfalls erhebliche Gefahren für Unbeteiligte. Die Schließung des Cafés erfolgte umgehend.

"Auch zukünftig wird die Dortmunder Polizei entsprechende Kontrollen in Gewerbebetrieben durchführen um derartige Verstöße zu ahnden und ahnungslose Besucher zu schützen", heißt es abschließend.

Quelle: wa.de

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