Unfall in Halle / Update 14.45 Uhr

Laster kracht in Wohnhaus: Fahrer aus Hamm (69) stirbt

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Der Ort des Geschehens in Halle. Am Steuer des Lkw saß ein Mann aus Hamm (69).

[UPDATE MITTWOCH, 8 UHR] HALLE/HAMM - Ein Horrorunfall in der Nacht zum Dienstag auf der B 68 in Halle kostete einen 69-jährigen Lkw-Fahrer aus Hamm das Leben.

Von Detlef Burrichter

Gegen 3.20 Uhr war der Mann mit einem Sattelzug aus Bielefeld in Richtung Ortskern Halle unterwegs, als er auf gerader Strecke nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Die schwere Sattelzugmaschine mit Auflieger prallte frontal gegen ein angrenzendes Wohnhaus. Die Zugmaschine fing sofort Feuer. Der Fahrer aus Hamm konnte sich nicht mehr retten. „Der Mann hatte keine Chance“, sagte Einsatzleiter Wilhelm Köhne von der Freiwilligen Feuerwehr Halle.

Herbeigeeilte Anlieger hätten sich vergeblich bemüht, den eingeklemmten Hammer aus dem Fahrzeugwrack zu befreien. Seine verbrannte Leiche bargen die Einsatzkräfte später aus dem völlig ausgebrannten Fahrzeugwrack.

Der 69-Jährige war für eine Spedition aus Münster unterwegs. Nach Polizeiangaben hatte er Lebensmittel geladen. Eigentlich hätte der Mann mit seinem Laster gar nicht dort fahren dürfen. „Seit Ende Oktober ist die Ortsumgehung fertig. Seitdem gilt Lkw-Verbot innerhalb der geschlossenen Ortschaft“, sagte Köhne.

Das Feuer griff auch auf das Wohnhaus über, in dem sich zum Zeitpunkt des Unglücks vier Personen aufhielten. Ein 44-jähriger Mann und seine 46-jährige Frau, die in dem Zimmer schlief, in das der Lkw hineingefahren war, konnten sich selbst retten; ebenso zwei weitere Frauen, die sich dort aufhielten.

Laster kracht in Wohnhaus: Fahrer aus Hamm stirbt

Das Haus wurde so stark zerstört, dass es für unbewohnbar erklärt wurde. Die rechte Seite des Hauses wurde von dem Laster eingerissen. 80 Feuerwehrleute aus Halle und benachbarten Ortsteilen eilten zur Unglücksstelle. Erst nach zwei Stunden hatten sie den Brand unter Kontrolle.

Die Unglücksstelle war bis zum Nachmittag gesperrt. Die Polizei zog einen Sachverständigen hinzu. Der Tatortvermessungsdienst des Landeskriminalamtes kam mit einem Hubschrauber.

Angaben zur Unfallursache konnte die Polizei in Gütersloh am Dienstag noch nicht machen. „Wir haben nicht einmal den Fahrtenschreiber. Da ist alles verbrannt“, sagte Pressesprecherin Corinna Koptik. Unbeantwortet blieb auch die Frage, wie es zu dem Brand kommen konnte.

Quelle: wa.de

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