Laschet gegen steuerliche Gleichstellung Homosexueller

BERLIN/DORTMUND - CDU-Vize Armin Laschet hat sich gegen eine steuerliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften und für ein Familiensplitting ausgesprochen.

Die CDU erkenne gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften an und baue Diskriminierungen ab, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende in einem Interview der "Ruhr Nachrichten" (Dienstag).

"Abbau von Benachteiligung für homosexuelle Paare bedeutet aber nicht, dass der Staat keine gezielten steuerlichen Anreize mehr setzen darf." Jeder könne leben, wie er wolle. "Aber der Staat muss nicht alles gleich steuerlich begünstigen. Wir sollten Kinder und Familien fördern." Er sprach sich dafür aus, den Umbau des Ehegattensplittings in ein Familiensplitting "als zentrale Forderung" in das CDU-Wahlprogramm aufzunehmen.

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Das CDU-Präsidium hatte am Montag einmütig bekräftigt, dass ein erst im Dezember gefasster Parteitagsbeschluss gilt. Auf dem Parteitag in Hannover hatten die Delegierten eine Ausweitung des Ehegattensplittings auf eingetragene Lebenspartnerschaften abgelehnt. In den vergangenen Tagen hatten Forderungen aus der CDU nach einer steuerlichen Gleichstellung homosexueller Partner vor allem bei der CSU heftigen Widerstand ausgelöst.- dpa

Quelle: wa.de

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