Rot-Grün abgewählt / Schwarz-Gelbe Mehrheit denkbar

Live-Ticker: CDU und FDP geben sich am Tag danach gelassen

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Armin Laschet ist der Wahlsieger in NRW.

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen hat den 17. Landtag gewählt! Die SPD hat ihr Stammland zum zweiten Mal an die CDU verloren, die mit 33 Prozent der Stimmen neue stärkste Kraft geworden ist und mit Armin Laschet den neuen Ministerpräsidenten stellen dürfte. Wir berichten hier im Live-Ticker über Prognosen, Hochrechnungen, Ergebnisse, Stimmen und Stimmungen der NRW-Wahl.

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Live-Ticker zur Landtagswahl 2017

NRW wählt den 17. Landtag

+++ Live-Ticker hier aktualisieren +++

13:00: Wir beenden unsere "Live"-Berichterstattung und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit!

12:23 Uhr: Ein Fehler auf der Landesliste der FDP hat dazu geführt, dass zwei Kandidaten jeweils auf dem falschen Platz standen. Nach Informationen der dpa waren die durch parteiinternen Beschluss auf die Plätze 24 und 48 gesetzten Kandidaten bei der Einreichung der Liste vertauscht worden. Nach Auffassung von Verfassungsrechtler Janbernd Oebbecke ist das eindeutig ein Wahlfehler, eine Neuwahl in Nordrhein-Westfalen hält er aber für unwahrscheinlich. Die FDP hatte den Fehler selbst schon Ende April mitgeteilt. Problematisch ist der Fehler eigentlich erst durch das hohe Abschneiden der FDP: Weil die Liste bis Platz 28 zieht, kann nach derzeitigem nicht der Kandidat in den Landtag einziehen, dem der Sitz laut Parteibeschluss zustehen würde.

12:21 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner will vor seinem angekündigten Wechsel nach Berlin noch volle Verantwortung für eventuelle Koalitionsgespräche in Nordrhein-Westfalen übernehmen. Danach werde er sich aber wie geplant ganz der Bundespolitik widmen. "In jedem Fall ziehe ich es vor, einflussloser Abgeordneter der Opposition im Bundestag zu sein als stellvertretender Ministerpräsident in Düsseldorf", sagte der Parteichef am Montag in Berlin. Die FDP traue sich auch bei seinem Weggang aus Düsseldorf Richtung Berlin zu, "im Falle eines Falles Regierungsverantwortung zu übernehmen".

11:57 Uhr: Die scheidende NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat erneut betont, die Verantwortung für das SPD-Wahldebakel in ihrem Bundesland liege bei ihr. "Die Verantwortung für das, was in den letzten Wochen und Monaten in Nordrhein-Westfalen geschehen ist, die trage ich - und die trage ich auch mit erhobenem Haupt", sagte Kraft am Montag in Berlin. Erneut nahm Kraft den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz gegen Kritik in Schutz, er habe im NRW-Wahlkampf nicht genug bundespolitische Akzente gesetzt. "Ich habe Martin und die Kolleginnen und Kollegen gebeten, die Bundespolitik rauszuhalten aus dem Landtagswahlkampf."

11:42 Uhr: Die Mehrheitsverhältnisse sind klar - weniger deutlich sind die Absichtserklärungen der Parteien. Vor allem die FDP will sich nicht unter Wert verkaufen...

11:35 Uhr: Die AfD ist überzeugt, dass sie der CDU zu ihrem Wahlerfolg in Nordrhein-Westfalen verholfen hat. "Ich erwarte immer noch ein Dankesschreiben von Armin Laschet", sagte der AfD-Spitzenkandidat in NRW, Marcus Pretzell, am Montag in Berlin. Seine Partei habe einen Beitrag dazu geleistet, dass die SPD nun im neuen Landtag nur zweitstärkste Partei sei.

10:50 Uhr: "Ich empfehle: Wir bleiben einfach cool und behalten die Nerven" - FDP-Chef Christian Lindner will sich nach dem Wahlerfolg seiner Partei nicht aus der Ruhe bringen lassen

10:28 Uhr: Die AfD hat in zwei Essener Stadtteilen die CDU hinter sich gelassen und ist mit über 20 Prozent der Zweitstimmen zweitstärkste Partei geworden. In Karnap, dem Stadtteil des zur AfD gewechselten früheren SPD-Lokalpolitikers Guido Reil, holten die Rechtspopulisten am Sonntag bei 5.499 Wahlberchtigten 20,3 Prozent der Zweitstimmen, die CDU kam auf 17,9 Prozent. In Vogelheim mit 3.741 Wahlberechtigten waren es 22,1 Prozent für die AfD, die CDU blieb bei 17 Prozent. Insgesamt erreichte die AfD in Essen 9,8 Prozent und liegt damit deutlich über dem Landesergebnis von 7,4 Prozent.

10:03 Uhr: Armin Laschet erwartet keine raschen Koalitionsgespräche. Nach dem Rücktritt der abgewählten Ministerpräsidentin Hannelore Kraft vom SPD-Landesvorsitz sei noch nicht klar, wer der Ansprechpartner bei den Sozialdemokraten sei. "Und insofern sollten wir uns noch ein paar Tage gedulden", sagte Laschet dem Sender WDR 2.

09:42: Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Armin Laschet hat die NRW-Wahl zwar gewonnen. 33,0 Prozent bedeuten für die Union dennoch das zweitschlechteste Ergebnis im bevölkerungsreichsten Bundesland. Noch schwächer schnitt die Partei nur vor fünf Jahren ab. Damals hieß der Spitzenkandidat Norbert Röttgen, die NRW-CDU erhielt gerade einmal 26,3 Prozent der Stimmen. Noch mehr Besonderheiten dieser Wahl lesen sie hier.

08.38 Uhr: Die CDU will nach ihrem Wahlsieg in Nordrhein-Westfalen umgehend Schritte einleiten, um die Sicherheitslage im bevölkerungsstärksten Bundesland zu verbessern. Die CDU wolle Verwaltungsangestellte bei der Polizei einstellen, damit mehr Polizisten auf die Straßen kommen, kündigte ihr Generalsekretär Bodo Löttgen am Morgen nach der Landtagswahl im Sender WDR5 an. Die Schleierfahndung - also Kontrollen ohne besonderen Verdacht - werde eingeführt und die Videoüberwachung ausgebaut, sagte Löttgen.

07:58 Uhr: Nach dem Rücktritt von Hannelore Kraft wollen die Sozialdemokraten in Ruhe die Nachfolgefrage klären. SPD-Generalsekretär André Stinka rechnete nicht damit, dass bereits in der Landesvorstandssitzung am Montag eine Entscheidung fällt. Nach Ansicht des Politologen Stefan Marschall hat die NRW-SPD "keinen Plan B" für die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin.

07:40 Uhr: Der Hammer FDP-Politiker Uli Reuter dürfte mit seinem Listenplatz die Mannschaft der FDP im Landtag komplett machen. Reuter war auf Platz 28 in die Wahl gegangen; 28 Sitze werden die Liberalen im neuen Landtag haben. 

07:35: Die AfD will sich nach dem Stimmenverlust der SPD auf die CDU als Gegner fokussieren. "Das ist so, weil das jetzt erledigt ist mit dem dritten Absturz der SPD bei einer Landtagswahl", sagte der Spitzenkandidat der AfD, Alexander Gauland der Deutschen Presse-Agentur. Der SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz sei aus seiner Sicht "kein Gegner mehr". 

05:48: Die CDU kommt laut vorläufigem amtlichen Endergebnis auf 33,0 Prozent. Die SPD erhält 31,2 Prozent. Drittstärkste Partei ist die FDP mit 12,6 Prozent, gefolgt von der AfD mit 7,4 Prozent und den Grünen mit 6,4 Prozent. Die Linke verpasst mit 4,9 Prozent knapp den Einzug in den Landtag.

01:54 Uhr: Die CDU hat in 72 der 128 Wahlkreise die Mehrheit errungen und stellt den Direktkandidaten.Die SPD kommt auf 56.

01:50: So sähe die Sitzverteilung laut Hochrechnung aus: CDU 72, SPD 69, Grüne 14, FDP 28 und AfD 16. Insgesamt würde der neue Landtag 199 Abgeordnete zählen. 

01:47 Uhr: Alle Wahlbezirke sind ausgezählt!

1:20 Uhr: Laut aktueller Hochrechnung von infratest dimap verpasst die Linke den Einzug in den Landtag und bleibt bei 4,9 Prozent. Die CDU holt demnach 32,9 Prozent der Stimmen, SPD 31,3, FDP 12,5, AfD kommt auf 7,4 und die Grünen auf 6,3 Prozent.  

0:40 Uhr: Dem Landeswahlleiter liegen jetzt die Stimmen aus119 Wahlkreisen vor, 128 Wahlkreise müssen insgesamt ausgezählt werden. Es kann also nicht mehr lange dauern, bis endgültig klar ist, ob sich der neue NRW-Landtag aus fünf oder sechs Parteien zusammensetzen wird. 

0:10: AfD-Spitzenkandidat Marcus Pretzell holte in seinem Wahlkreis Recklinghausen II 9,7 Prozent der Erst- und 11,0 Prozent der Zweitstimmen. Viele Stimmen holten die Rechtspopulisten auch im Duisburger Norden im Wahlkreis Duisburg IV/Wesel V, in dem viele Migranten leben. Die AfD holte hier bei den Zweitstimmen 14,6 Prozent. Es war 2012 der Wahlkreis mit dem höchsten Zweitstimme-Anteil für die SPD: 55,5 Prozent. Diesmal schafften die Sozialdemokraten nur noch 38,4 Prozent. In den beiden Gelsenkirchener Wahlkreisen wählten insgesamt 14,6 Prozent der Stimmberechtigten die AfD mit ihrer Zweitstimme.

0:04 Uhr: Der AfD-Politiker Guido Reil hat in seinem Wahlkreis Essen I/Mülheim II ein zweistelliges Ergebnis eingefahren

. Am Sonntagabend kam der frühere langjährige SPD-Politiker auf 13,3 Prozent der Erststimmen. Bei den Zweitstimmen waren es 13,1 Prozent. Den Wahlkreis gewann SPD-Kandidat Thomas Kutschaty mit 45,4 Prozent der Erststimmen. Vor fünf Jahren hatte er noch 58,0 Prozent bekommen. 

Bei den Zweitstimmen kam die SPD auf 38,6 Prozent (Endergebnis 2012: 51,8). Reil hat nach den bisherigen Hochrechnungen aber keine Chance, über die AfD-Liste in den Landtag zu gelangen. Er steht auf Platz 26.

23:57 Uhr: Auch Armin Laschet hat seinen Wahlkreis gewonnen - er siegte knapp mit 567 Stimmen vor der Kandidatin der SPD, Daniela Jansen - Ergebnis: 35,79 Prozent für den wohl zukünftigen Ministerpräsidenten im Wahlkreis Aachen II. 

23:54 Uhr: NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer hat erneut ein Direktmandat für die SPD geholt. In seinem Wahlkreis in Unna erhielt er nach Angaben des Landeswahlleiters 41,8 Prozent der Erststimmen. Bei der Landtagswahl 2012 war er allerdings noch auf 50,4 Prozent gekommen.

23:44 Uhr: Neben der Schlappe für die Grünen im Land hat Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann auch in ihrem Wahlkreis in Solingen deutlich Stimmen eingebüßt. Nach Auszählung fast aller Wahlbezirke erhielt die Schulministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin rund 6,8 Prozent der Erststimmen, wie die Stadt am Sonntagabend auf ihrer Internet-Seite mitteilte. 2012 hatte Löhrmanns Ergebnis mit 12,6 Prozent noch gut doppelt so hoch gelegen. Das Landtagsmandat ging an den CDU-Kandidaten Arne Moritz mit rund 37,5 Prozent.

23.31 Uhr: Hannelore Kraft hat ihren Wahlkreis Mülheim I gewonnen. Auf sie entfielen 43,72 Prozent der Stimmen, der CDU-Kandidat Heiko Hendriks erreichte 30,11 Prozent. Die grüne Gesundheitsministerin Barbara Steffens kam auf 4,44 Prozent und lag damit hinter den Kandidaten von FDP, AfD und Linken.

23.30 Uhr: Noch mal der Blick auf den Stand der Dinge: Laut Landeswahlleiter sind geschlagene fünfeinhalb Stunden nach Schließung der Wahllokale erst 87 der 128 Wahlkreise ausgezählt. 55 Direktmandate gehen bislang an die CDU, 32 an die SPD. Weil auf die Sozialdemokraten mutmaßlich im 201 Abgeordnete zählenden Landtag 70 Sitze entfallen, greift hier auf jeden Fall die Reserveliste - wie weit, wird sich zeigen.

23.26 Uhr: Der von der Opposition massiv kritisierte Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat den Wahlkreis in seiner Heimatstadt Duisburg klar gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen lag er am Sonntagabend bei der NRW-Wahl mit 40,5 Prozent uneinholbar vorn. Sein erst 26 Jahre alter CDU-Herausforderer Nicolas Back kam auf 23 Prozent, wie die Stadt Duisburg auf ihrer Website mitteilte.

23.20 Uhr: In einem Fünf-Parteien-Parlament ohne die Linke zeichnet sich laut Hochrechnungen (Stand 23.19 Uhr) folgende Sitzverteilung mit Überhang- und Ausgleichsmandaten ab: Die CDU holt im neuen Landtag 73 Sitze, die SPD 70. Die Liberalen erringen 28 Mandate, die Grünen 14, die AfD 16. Die absolute Mehrheit liegt bei 101 Sitzen. Die Wahlbeteiligung stieg auf 65,5 bis 66 Prozent (2012: 59,6 Prozent).

23.04 Uhr: Nach derARD-Hochrechnung von 22.57 Uhr sieht es weiterhin so aus, als würden die Linken den Einzug in den Landtag verpassen. Die Partei stagniert bei 4,9 Prozent. Die SPD kommt auf 31,4 Prozent, die CDU auf 33,0. 12,6 Prozent der Stimmen entfallen auf die FDP, die AfD kommt auf 7,3 und die Grünen auf 6,3 Prozent. Die Anderen erhalten 4,5 Prozent - darunter sind 0,9 Prozent für die Piraten.

22.56 Uhr: NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat in seinem Wahlkreis in der Gunst der Wähler verloren. Im Wahlkreis Siegen-Wittgenstein I erreichte er nach Angaben der Kreisverwaltung 6,9 Prozent der Erststimmen - nach 11,9 Prozent im Jahr 2012. Das Direktmandat holte der CDU-Kandidat Jens Kamieth (39,3%).

22.50 Uhr: 68 der 128 Wahlkreise sind beim Landeswahlleiter offiziell ausgezählt, 46 Direktmandate entfallen auf die CDU und 22 auf die SPD.

22.45 Uhr: Offensichtlich kommt die Landeswahlleitung aktuell nicht mit den Ergebnissen nach. So sind beispielsweise im Märkischen Kreis zwei der drei Wahlkreise laut des Anbieters citkomm bereits offiziell ausgezählt, doch in der Übersicht des Landeswahlleiters fehlen diese Ergebnisse noch komplett. Im Wahlkreis von Hannelore Kraft (Mülheim I) erfolgte etwa die letzte Aktualisierung um 21.30 Uhr, hier wird die Noch-Ministerpräsidentin aber klar gewinnen und in den 17. Landtag einziehen.

22.35 Uhr: Um 22.27 Uhr hat die ARD via Infratest dimap die nächste Hochrechnung veröffentlicht. Die Veränderungen gegenüber 21.47 Uhr sind minmal: Die FDP steht bei 12,6 Prozent (-0,1), die Anderen bei 4,4 Prozent (+0,1). Die Werte von CDU (33,0), SPD (31,5), AfD (7,3) und Linken (4,9) sind unverändert.

22.26 Uhr: Die absolute Mehrheit im neuen Landtag liegt - ohne Überhangmandate - bei 91 Sitzen. Genau auf diese Anzahl kämen CDU und FDP aktuell in der ARD-Hochrechnung von 21.47 Uhr.

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22.18 Uhr: 50 von 128 Wahlkreisen sind laut Landeswahlleitung ausgezählt, viele andere stehen unmittelbar vor dem Abschluss der Auszählung. 35 Direktmandate gehen bislang an die CDU, nur 15 an die SPD. Bei den Sozialdemokraten dürfen deshalb viele gut auf der Reserveliste platzierte Politiker auf den Einzug in den 17. NRW-Landtag hoffen, weil der SPD 63 Sitze im Landtag zustehen. Für 353 von 396 Gemeinden liegen inzwischen die vorläufigen Endergebnisse vor. Klicken Sie sich durch unsere Karte zu Ihrer Stadt und Gemeinde.

22.05 Uhr: Schauen wir auf die nächste ARD-Hochrechnung von 21.47 Uhr. Hier bleibt es für die CDU bei 33,0 und die SPD bei 31,5 Prozent. Die FDP klettert auf 12,7 Prozent, die AfD landet bei 7,3 Prozent und die Grünen erreichen 6,3 Prozent. Die Linke steht nun wieder bei 4,9 Prozent. Die Anderen vereinigen 4,3 Prozent auf sich. Die Wahlbeteiligung liegt demnach bei 65,2 Prozent - 2012 waren es 59,6 Prozent.

22.04 Uhr: Die SPD ist in der Heimatstadt von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz stärkste Kraft geworden. Im Vergleich zur letzten Wahl verlor sie in Würselen aber leicht. Nach Auszählung aller Zweitstimmen kam die SPD auf 38,7 Prozent, wie die Stadt am Sonntagabend auf ihrer Internet-Seite mitteilte. Bei der Landtagswahl 2012 waren es noch 39,4 Prozent gewesen.

21.55 Uhr: 35 Wahlkreise sind laut Landeswahlleitung bereits ausgezählt, 26 Direktmandate gehen an die CDU und nur 9 an die SPD (Dortmund I und IV, Hamm I, Unna III - Hamm II, Gelsenkirchen II, Recklinghausen III, Wuppertal III - Solingen II, Wesel IV, Herne II).

Der Spitzenkandidat der CDU, Armin Laschet, freut sich in Düsseldorf über das Wahlergebnis auf der CDU-Wahlparty und trinkt ein Bier mit  CDU-Generalsekretär Bodo Löttgen und Karl-Josef Laumann, Staatsekretär im Bundesgesundheitsministerium und Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege.

21.48 Uhr: Armin Laschet hat in seinem Wahlkreis Aachen II kurz vor Ende der Auszählung (14 Wahllokale fehlen) hauchdünn die Führung gegen die Kandidatin der SPD, Daniela Jansen, übernommen. Beide liegen aber nur 0,3 Prozent auseinander (Laschet 35,3, Jansen 35,0). Damit könnte er auch ohne Probleme Ministerpräsident werden.

21.42 Uhr: Jetzt kommt die Auszählung so richtig in Schwung: Quasi minütlich erhöht sich jetzt die Zahl der ausgezählten Wahlkreise und Gemeinden. Dazu gehören auch die Wahlkreise Hamm I (Sieger: Marc Herter/SPD) und Unna III/Hamm II (Sieger: Rüdiger Weiß/SPD) mit 45,0 bzw. 48,7 Prozent. Mehr dazu finden Sie hier.

21.29 Uhr: Auch in ihrer einst sicheren Bastion Dortmund hat die SPD deutlich bei der Landtagswahl verloren. Vor fünf Jahren hatten noch 47 Prozent der Wähler für die Sozialdemokraten gestimmt. Bei der Landtagswahl 2017 rutschte die Partei nach Auszählung der allermeisten Wahlbezirke bei den Zweitstimmen unter die 40-Prozent-Marke. Der Abstand zur CDU als zweitstärksten Kraft schmolz in den Wahlkreisen Dortmund I bis IV auf Werte zwischen 9 und 17 Prozentpunkte.

21.25 Uhr: Wir aktualisieren ständig die Daten überunsere oben eingeblockte Karte. Dort können Sie zwischen Erst- und Zweitstimme auswählen und zusätzlich bei den Zweitstimmen nach Wahlkreisen und Gemeinden unterscheiden. Ausgewählte Wahlkreise werden entsprechend farblich unterlegt. Beim Klick in einen Wahlkreis erhalten Sie dann das konkrete Ergebnis.

21.18 Uhr: Im Wahlkreis Soest I hat sich CDU-Mann Heinrich Frieling mit 42,3 Prozent deutlich gegen Norbert Römer (SPD/32,0%) durchgesetzt. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag hatte auch 2012 seinen Wahlkreis nicht gewinnen können. Insgesamt sind bislang6 der 128 Wahlkreise ausgezählt (Erst- und Zweitstimme).Von 396 Gemeinden haben 266 ein Endergebnis bei den Zweitstimmen vermeldet.

21.10 Uhr: Wie sieht es eigentlich in den Wahlkreisen der Spitzenkandidaten aus? Armin Laschet droht im Wahlkreis Aachen II eine Niederlage. Nach Auszählung von 73 der 99 Wahllokale liegt er knapp zurück gegen die Kandidatin der SPD, Daniela Jansen. Ein neuer NRW-Ministerpräsident müsste laut Landesverfassung aber ein Landtagsmandat besitzen. Laschet, der auf Platz 1 der Landesliste steht, könnte quasi nachrücken, wenn ein anderer CDU-Mandatsträger auf sein eigenes Mandat verzichtet. Genauso war 2012 die SPD verfahren, als der Düsseldorfer SPD-Abgeordnete Karl-Heinz Krems zum Staatssekretär im Justizministerium berufen wurde. So konnte Norbert Römer als Erster der Reserveliste nachrücken. Hannelore Kraft wird ihren Wahlkreis in Mülheim an der Ruhr souverän gewinnen. "Eine gute Abgeordnete sein für meinen Wahlkreis Mülheim an der Ruhr", sagte sie im WDR-Fernsehen auf die Frage, welches politische Ziel sie als gewählte Landtagsabgeordnete habe.

Christian Lindner (links) und Armin Laschet: Werden sie Koalitionspartner?

21.08 Uhr: In einer möglichen großen Koalition hätte der bisherige Innenminister Ralf Jäger (SPD) nach Angaben des CDU-Spitzenkandidaten Armin Laschet keine Chance mehr. "Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen", sagte Laschet im WDR auf die Frage, ob Jäger in einer schwarz-roten Regierung wieder auf ein Ministeramt hoffen könnte. Jäger steht seit Monaten unter anderem wegen der Kölner Silvesternacht und des Anschlags des Tunesiers Anis Amri auf dem Berliner Weihnachtsmarkt als Dienstherr der NRW-Sicherheitsbehörden in der Kritik.

21.03 Uhr: Der erste der 128 Wahlkreise ist in Sachen Erststimmen endlich ausgezählt. Den Wahlkreis Soest II gewinnt Jörg Blöming (CDU) mit 39,6 Prozent gegen Marlies Stotz (SPD/34,8%).

20.59 Uhr: Die Linke rutscht tiefer unter die Fünf-Prozent-Marke. Die aktuellste Hochrechnung der ARD sah die Partei bei 4,8 Prozent. Zuvor hatten die Linken bei dem Sender und auch beim ZDF bei 4,9 Prozent gelegen. Damit wäre laut ARD eine Koalition aus CDU und FDP mit zusammen 92 Sitzen möglich. Die ARD-Hochrechnung sah ferner die CDU bei 33,0, die SPD bei 31,5, die Grünen bei 6,2, die FDP bei 12,6 und die AfD bei 7,4 Prozent.

20.45 Uhr: Wir nähern uns der Drei-Stunden-Marke seit Schließung der Wahllokale - und noch immer ist keiner der 128 NRW-Wahlkreise ausgezählt. Aber wir sind sicher: Gleich geht's los - und dann Schlag auf Schlag.

20.43 Uhr: Armin Laschet äußerte sich im Interview beim TV-Sender Phoenix noch einmal zum Thema Koalition: "Wir brauchen vor der riesigen Aufgabe in NRW eine stabile Mehrheit. Und mit wem das am besten möglich ist, das werden wir in den nächsten Tagen besprechen und erörtern." Eine bedingungslose Liebeserklärung oder Charme-Offensive in Richtung FDP ist das jedenfalls nicht...

20.41 Uhr: Schauen wir noch einmal ins Land: Von 128 Wahlkreisen ist unverändert keiner komplett ausgezählt, von 396 Gemeinden liegen inzwischen Zweitstimmen-Ergebnisse für 112 vor. So wählte beispielsweise Welver in Summe (Zweitstimme) ebenso Rot (34,9%) wie Werdohl (38,3%), Plettenberg (36,8%), Altena (36,7%) und Schalksmühle (34,5%) im Märkischen Kreis. Hier sind Menden (38,9%), Balve (47,5%) und Neuenrade (37,3%) an die CDU gegangen. Im Kreis Soest sind Lippetal (45,5%), Bad Sassendorf (34,4%), Wickede (36,3%), Werl (37,5%), Ense (41,9%), Möhnesee (38,7%), Warstein (37,4%), Rüthen (42,3%), Anröchte (38,8%), Lippstadt (33,3%) und Geseke (37,8%) an die Christdemokratren gegangen.

20.11 Uhr: Pokert FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner bereits? Eine Koalitionsgarantie an die CDU gab er nicht: "Es könnte sein, dass es eine schwarz-gelbe Mehrheit gibt. Eine schwarz-gelbe Mehrheit heißt aber nicht, dass es eine schwarz-gelbe Regierung gibt", sagte der Parteichef der Liberalen. "Ich bin nicht der Wunsch-Koalitionspartner von Herrn Laschet und er nicht meiner."

Christian Lindner hat schon kurz nach der Wahl den Koalitionspoker eröffnet.

In den vergangenen Wochen habe die CDU mehr Wahlkampf gegen die FDP als gegen die SPD gemacht. "Ich nehme das aber sportlich", sagte Lindner: "Wir sind aus eigener Kraft gewählt worden und entsprechend eigenständig gehen wir in die Wahlperiode." Nach der Wahlschlappe der SPD bei der NRW-Wahl wäre eine schwarz-gelbe Regierung nach den Hochrechnungen aktuell knapp möglich.

20.06 Uhr: Die nächste Hochrechnung ist da. Demnach kommt die CDU jetzt noch auf 33,0 Prozent (+6,7), die SPD auf 31,5 (-7,6). Die FDP steigert sich auf 12,5 Prozent (+3,9), die AfD erreicht demnach 7,4 Prozent. Die Grünen landen bei 6,2 Prozent (-5,2). Die Anderen kommen auf 4,5 Prozent. Gegenüber der ersten Hochrechnung (CDU 34,5/SPD 30,5) haben sich die Verhältnisse etwas zu Gunsten der Sozialdemokraten verändert, was allerdings nichts daran ändert, wer der klare Wahlsieger ist und wer eine krachende Niederlage eingefahren hat.

20.02 Uhr: In 50 von 396 Gemeinden sind die Zweitstimmen inzwischen ausgezählt. Gerade einmal in sieben davon hat sich die SPD als stärkste Kraft behaupten können: in Kleve, Inden, Spenge, Hüllhorst, Hille, Barntrup und Schlangen. Alle anderen Gemeinden gingen an die CDU.

19.55 Uhr: In NRW ist noch immer kein einziger der 128 Wahlbezirke komplett ausgezählt worden.

NRW hat gewählt - Reaktionen und Emotionen

19.29 Uhr: In der vierten Hochrechnung (19.26 Uhr) von Infratest dimap haben sich die Zahlen dahingehend gravierend verschoben, dass die Linke auf 4,9 Prozent abgesackt ist und damit nicht im Landtag vertreten wäre. Dadurch hätten CDU (33,7) und FDP (12,3) mit 92 statt der erforderlichen 91 Sitze eine dünne Mehrheit. Die SPD kommt auf 31,1 Prozent, die AfD avanciert mit 7,4 Prozent zur viertbesten Kraft vor den Grünen (6,2). Die Anderen kommen auf 4,4 Prozent.

19.22 Uhr: DieAfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Alice Weidel, hat sich hoch erfreut über das Abschneiden ihrer Partei in NRW gezeigt: "Für mich ist es ein sensationelles, ein super Ergebnis", sagte sie in der ARD. Die AfD habe ihren "Negativtrend" der letzten Zeit "klar durchbrochen". "Wir haben eine ganz klare Trendumkehr." Angesprochen auf inhaltliche Differenzen und die künftige Rolle des AfD-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell im Bundestagswahlkampf, sagte Weidel, er werde "eine große Rolle" spielen, wie alle Vertreter der Landesverbände.

Hannelore Kraft (SPD) und Armin Laschet (CDU) stehen nach der Landtagswahl in Düsseldorf im Wahlstudio beim ZDF.

19.10 Uhr: In der dritten Hochrechnung von Infratest dimap (18.57 Uhr) kommen die Parteien jetzt auf folgende Ergebnisse: CDU 34,2 - SPD 30,7 - FDP 12,2 - AfD 7,8 - Grüne 6,0 - Linke 5,0 - Andere 4,1.

19.08 Uhr: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat den Wahlsieg der CDU als gutes Vorzeichen für die Union auch im Bund gewertet. "Es gab für uns erkennbar Rückenwind aus der Bundespolitik und für Rot-Grün erkennbar keinen Rückenwind - insofern ist der berühmte Schulz-Effekt ein Thema von vorgestern", sagte Gröhe im ZDF über den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. "Das ist ein Tag der Freude." Rot-Grün habe eine krachende Niederlage erlitten. Zwar sei es eine Landtagswahl mit Landesthemen gewesen. Auffällig sei jedoch, dass die CDU zuvor auch bei den Landtagswahlen im Saarland und Schleswig-Holstein erfolgreich gewesen sei.

19.06 Uhr: CSU-Chef Horst Seehofer hat die Union nach dem CDU-Wahlsieg ermahnt, auf dem Teppich zu bleiben. Das CDU-Ergebnis dort sei eine "großartige Leistung", die Union sei "richtig glücklich", sagte Seehofer in München. "Gratulation an Armin Laschet und Angela Merkel." Stimmungen könnten sich aber "fast torpedoartig ändern", warnte der bayerische Ministerpräsident. "Deshalb ist das noch längst keine Vorentscheidung für die Bundestagswahl." Die Wegstrecke bis zur Wahl im September sei nämlich noch genau so lange wie seit dem Beginn des Hypes um SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bis jetzt.

Gefeierter Wahlsieger: Armin Laschet.

18.53 Uhr: Chefredakteur Martin Krigar hat den Wahlausgang in NRW kommentiert - und zwar hier: Das Land der Wechselwähler!

18.46 Uhr: Die zweite Hochrechnung von Infratest dimap ist da: Es haben sich gegenüber der ersten nur ganz geringfügige Veränderungen ergeben. Demnach kommen die Grünen auf 6,1 Prozent und die anderen auf 4,1. Alle anderen Parteien bleiben bei ihren bisherigen Werten: CDU 34,3 - SPD 30,6 - FDP 12,2 - Afd 7,7 - Linke 5,0.

18.34 Uhr: Die Grünen-Vorsitzende Sylvia Löhrmann hat sich schwer enttäuscht gezeigt von den deutlichen Verlusten für ihre Partei. "Wir haben einen sehr schweren Abend", sagte Löhrmann. "Da gibt es nichts zu beschönigen." Auch die Grünen hätten als Koalitionspartner der SPD daran einen Anteil und müssten die Fehler nun aufarbeiten. Die bislang an der Regierung beteiligten Grünen stürzen nach den ersten Hochrechnungen auf 6,0 Prozent in NRW ab.

Enttäuscht: Sylvia Löhrmann.

18.31 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz tritt sichtlich enttäuscht und mit angeschlagener Stimme vor die Mikrofone: "Das ist ein schwerer Tag für die SPD, ein schwerer Tag auch für mich persönlich. Wir haben eine krachende Niederlage hinnehmen müssen."

Ein bitterer Abend in NRW für Martin Schulz.

18.25 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner zeigt sich seinen Parteifreunden: "Wer hätte diesen Abend im Herbst 2013 für möglich gehalten? Wer hätte das geglaubt? Wir haben Stand jetzt nach der Prognose mit 12,2 Prozent das beste Ergebnis für die freien Demokraten aller Zeiten erreicht."

Hannelore Kraft erklärte ihren Rücktritt als Landesvorsitzende der SPD.

18.22 Uhr: Hannelore Kraft stellt sich und erklärt ihren Rücktritt: "Das ist kein guter Tag für die Sozialdemokratie in NRW. Der erste Glückwunsch geht an Armin Laschet, ich wünsche ihm eine gute Hand für unser Land. (...) Es macht mich traurig, dass viele ihren Wahlkreis nicht wieder gewonnen haben. Dafür übernehme ich persönlich die Verantwortung und werde mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzend zurücktreten. Ich habe mein Bestes gegeben, leider konnten wir es den Wählerinnen und Wählern nicht vermitteln."

18.20 Uhr: Wahlsieger Armin Laschet (CDU) zeigt sich: "Heute ist ein guter Tag für NRW! Wir haben zwei Wahlziele gehabt: Rot-Grün zu beenden und stärkste politische Kraft zu werden. Beides ist gelungen! Wir wollen mit allen Demokraten reden. So werden wir es handhaben."

18.13 Uhr: Nachder ersten Hochrechnung von Infratest dimap (18.12 Uhr) kommt die CDU auf 34,4 Prozent (+8,0), die SPD auf 30,6 Prozent (-8,5). Die Grünen halbieren quasi ihr Ergebnis von 2012 (6,0/-5,4). Der FDP winkt indes das beste Ergebnis in NRW: Aktuell stehen die Liberalen bei 12,2 Prozent (+3,6). Die Linke stehen bei 5,0 Prozent auf der Kippe (+2,2), die AfD kommt auf 7,7 Prozent. Die Piraten landen demnach bei 1,1 Prozent (-6,7) und sind raus aus dem Landtag, der aus sechs Fraktionen bestehen könnte. Fliegt die Linke noch raus, hätten CDU und FDP eine Mehrheit. Die Anderen kommen auf 4,2 Prozent.

18.08 Uhr: Es kursieren Gerüchte, dass Hannelore Kraft in Kürze ihren Rücktritt als Landeschefin der SPD erklären wird.

18.00 Uhr: Nach der NRW-Landtagswahlzeichnet sich ein Regierungswechsel ab. Neuer Ministerpräsident wird wohl CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet, dessen Partei nach zwei Prognosen auf 34,5 Prozent kommt, deutlich mehr als vor fünf Jahren (+8,5). 

Offen ist noch, ob es für eine Koalition mit der FDP reicht, die mit einem Ergebnis zwischen 12 und 13 Prozent rechnen kann. Die Prognosen, die um Punkt 18 Uhr veröffentlicht wurden, basieren auf Befragungen am Wahltag. Die Wahlbeteiligung lag bei 65 Prozent.

Die Regierungsbildung dürfte davon abhängen,ob neben den Grünen (6,0) auch die Linke (5,0) in den Landtag kommen. Das ist nach den Prognosen unklar. Reicht es nicht für Schwarz-Gelb, ist eine große Koalition mit CDU und SPD wahrscheinlich. Die bisherige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) würde der neuen Regierung wohl nicht mehr angehören. Ihre Partei kommt nach den Prognosen mit 30,5 Prozent auf den zweiten Platz, 8,5 Prozentpunkte weniger als 2012. Die AfD zieht nach den Prognosen mit 7,5 Prozent in den Landtag ein. Die Piraten (1,2) haben den Wiedereinzug in den Landtag erwartungsgemäß verpasst.

17.34 Uhr: Wir sind auf die Zielgerade der NRW-Landtagswahl 2017 eingebogen. In weniger als 30 Minuten schließen die Wahllokale, um Punkt 18 Uhr gibt es die erste Prognose zum Wahlausgang. Natürlich hier bei uns! Wir informieren Sie an dieser Stelle ungehend!

17.22 Uhr: In der Landeshauptstadt Düsseldorf lag die Wahlbeteiligung um 16 Uhr schon bei 69,7 Prozent, rund zehn Prozentpunkte höher als beim Urnengang 2012.

17.02 Uhr: Es gibt vom Landeswahlleiter Wolfgang Schellen ein Update zur Wahlbeteiligung: Demnach lag diese bis 16 Uhr in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten im Durchschnitt bei 59 Prozent. Die stichprobenartige Umfrage wurde durchgeführt in den Kreisen Düren und Gütersloh, im Rhein-Kreis Neuss sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr. Im Vergleich zur Landtagswahl 2012, bei der bis 16 Uhr rund 52,5 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl teilnahmen, ist die Wahlbeteiligung damit in diesen ausgewählten Bereichen höher, wobei der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler mit rund 16 Prozent auch höher ist.

16.59 Uhr: Vielen herzlichen Dank an alle Wählerinnen und Wähler aus ganz NRW, die uns ihre Erfahrungen per Mail geschildert haben. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht alle eingegangenen Zuschriften im Wortlaut abbilden können.

16.55 Uhr: Schließen wir das Thema "Personalausweis bei der Wahl vorlegen: Ja oder nein" ab - mit dem klaren Hinweis: Laut der Paragrafen 14 BWG (Bundeswahlgesetz) und 56 BWO (Bundeswahlordnung), die den identischen Statuten für die Landtagswahlen entsprechen, ist die Vorlage NICHT erforderlich. Wir zitieren: "Das Gesetz verlangt nicht ausdrücklich, dass Sie sich im Wahlraum ausweisen. Denn wählen kann, wer in das Wählerverzeichnis eingetragen ist oder einen Wahlschein hat. Der Wahlvorstand kann verlangen, dass Sie sich ausweisen. Wenn Sie Ihre Wahlbenachrichtigung vergessen haben, müssen Sie Ihren Ausweis vorlegen."

16.49 Uhr: Deftige Kritik kommt zum Thema Stimmabgabe ohne Ausweiskontrolle von dieser Wählerin: "Hallo, wir waren um 9.30 Uhr in Gütersloh wählen. War nichts los. Wir mussten nur die Benachrichtigungskarte abgeben. Nach Ausweis wurde nicht gefragt. Die Karte kommt ohne Einschreiben könnte jeder abfangen und für uns wählen gehen. Wie unsere Regierung eine einzige Lachnummer!"

16.42 Uhr: Dieser Wähler fragte im Wahllokal direkt nach, warum er keinen Ausweis vorlegen musste: "Ich habe heute um 9 Uhr in Bochum-Südwest gewählt. Das Wahllokal war leer. Auf meine Frage, warum der Personalausweis nicht geprüft wird, wurde mir vom Wahlleiter geantwortet, dass das nicht vorgesehen sei. Ich halte dass nicht für korrekt, weil damit die Stimmabgabe durch eine fremde Person möglich ist."

16.35 Uhr: Hier eine Erfahrung aus Duisburg-Hochheide: "Hier geht nichts ohne Ausweis, es wird abgehakt und alles lief korrekt. Das Wahllokal war richtig gut besucht und wir standen Schlange." Wähler aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, aus Herne, aus Kreuzau bei Düren, aus Düsseldorf, BochumKölnMönchengladbach-Rheydt und Viersen berichten uns übereinstimmend, dass der Stimmzettel ohne Vorlage des Ausweises erfolgte.

16.29 Uhr: Die letzten 90 Minuten brechen an, in denen die Nordrhein-Westfalen noch ihre Stimme abgeben können. Bis 18 Uhr haben mehr als 15.500 Wahllokale noch geöffnet.

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale.

16.24 Uhr: Dieser Wähler schreibt uns: "Hallo aus Lippstadt. Als ich mit meinem Vater wählen war waren einige wenige andere Wähler zugegen. Auch wir mussten nur unsere Wahlbenachrichtigung vorzeigen, nach dem Personalausweis wurden wir nicht gefragt."

16.20 Uhr: Eine weitere kritische Stimme ist per Mail angekommen: "In Datteln (Kreis Recklinghausen) dasselbe Spiel. Wahl ohne Ausweis möglich. So öffnet man Wahlmanipulation Tür und Tor." Und ein Wähler aus Bottrop schreibt: "Auch bei mir wurde direkt abgewunken, ein Personalausweis war nicht erforderlich. Ebenso waren direkt am Eingang an Straßenlaternen Wahlplakate angebracht, was meiner Meinung nach auch nicht ok ist." 

16.13 Uhr: Ein Wähler aus Senden wunderte sich darüber, dassin der Wahlkabine statt Kugelschreiber Bleistifte zum Ankreuzen lagen und fragt: "Ist dies überhaupt legitim (Radiergummi durch 'Wahlhelfer' benutzt und Kreuz an einer anderen Stelle gesetzt)? Man will ja keinem was Böses, aber einen gewissen schlechten Beigeschmack hat das schon." Eine auch für die NRW-Wahl gültige Antwort wird auf der Website bundeswahlleiter.de geliefert: "In der Wahlkabine soll ein Schreibstift bereit liegen. Dies können Bleistifte, Farbstifte, Kopierstifte, Tintenstifte, Kugelschreiber, Faserstifte, Filzstifte und dergleichen sein. Man kann auch einen eigenen Stift verwenden. Auch wenn ein nicht dokumentenechter Bleistift benutzt wird, begründet dies keinen Wahlfehler. Eine nachträgliche Manipulation des Stimmzettels ist ausgeschlossen, weil die Stimmauszählung öffentlich ist und die Mitglieder der Wahlvorstände sich außerdem gegenseitig kontrollieren." (§50 Absatz 2 BWO)

16.07 Uhr: Und ein weiterer Wähler schreibt: "Hallo... meine Freundin und ich waren eben in Wuppertal wählen. Es hat auch nur die Karte gereicht. Es war leer und niemand wollte einen Ausweis sehen. Also hätte jeder für mich wählen können."

16.05 Uhr: Hier eine weitere E-Mail aus Altenberge: "Von uns wollte man nur die Wahlbenachrichtigungen sehen, der Ausweis war nicht nötig. Bei schönem Wetter im Münsterland war im Wahllokal hoher Andrang." Wie war's bei Ihnen? Mailen Sie gerne an teilnehmen@wa.de.

15.58 Uhr: Ein Wähler aus Hamm hat sich nach eigener Aussage bereits beim Landeswahlleiter beschwert. Der Grund: Im Wahllokal Hermann-Gmeiner-Schule im Hammer Westen habe in der Wahlkabine ein Kugelschreiber mit CDU-Aufschrift gelegen. Der Wähler habe die Wahlhelfer daraufhin angesprochen und diese hätten den Kugelschreiber auch direkt entfernt. "Jedoch ist dies für mich ein Verstoß gegen das Wahlgesetz und hinterlässt bei mir einige fragen: Kann es sein, dass die Wahlhelfer ihrer Aufgabe nicht gerecht werden? Wollten die Wahlhelfer indirekt Einfluss auf die Wahl nehmen?"

15.54 Uhr: Und aus Minden-Lübbecke hat uns eine Wählerin dies geschrieben: "Wir gingen bereits gegen kurz vor 9 Uhr wählen und das Wahllokal war zu diesem Zeitpunkt bis auf vereinzelte andere Wähler leer. Natürlich hatten wir unsere Personalausweise dabei und holten sie unaufgefordert heraus, schließlich kannten wir es bis dato nur so. Diesmal aber wurde abgewunken und lediglich die Wahlbenachrichtigung entgegengenommen."

15.52 Uhr: Ein User schreibt uns dies: "Gegen 12 Uhr war ich mit meiner Freundin in Dortmund-Dorstfeld wählen und im Wahllokal waren mit uns noch zwei weitere Wähler und wir haben keinen Ausweis benötigt."

15.47 Uhr: Eine weitere Zuschrift mit der Wahl-Erfahrung des heutigen Sonntags kommt aus Oberhausen: "Meine Frau und ich hatten unsere Wahlbeteilgungszettel erst gar nicht mitgenommen... Hatten zwar unsere Personalausweise in der Hand, jedoch hat es gereicht, dass wir unsere Adresse gesagt haben und bei den Namen zugestimmt haben. Dann durften wir auch schon unsere Kreuze machen."

15.44 Uhr: Elektronische Post aus Attendorn - auch dafür besten Dank: "Bei uns war es gegen mittags etwas voller. Nachdem wir die Wahlscheine gezeigt haben, mussten wir umgehend den Ausweis zeigen, dann wurde ein Häkchen im Buch gesetzt." In einer weiteren Mail an unsere Onlinredaktion - leider ohne Nennung des Wohnortes - heißt es: "Nur gegen Vorlage des Personalausweises!"

15.41 Uhr: Wie war's bei Ihnen im Wahllokal in Sachen Wählerandrang und in Sachen Legitimation durch einen Personalausweis? Das haben wir Sie gefragt und um Ihre Zuschriften an teilnehmen@wa.de gebeten. Hier die nächste: "In Aachen wurden wir nicht nach dem Personalausweis gefragt. Wir mussten morgens gegen halb elf nicht anstehen, konnten direkt in die Wahlkabine."

15.37 Uhr: Die Spitzenkandidatin der Grünen, Sylvia Löhrmann, hat in Solingen ihre Stimme zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen abgegeben. Begleitet wurde die Schulministerin, die auch stellvertretende Regierungschefin ist, auf dem Weg zum Wahllokal am Sonntagnachmittag von ihrem Ehemann.

Sylvia Löhrmann wählte in Solingen.

15.33 Uhr: Diese Mail einer NRW-Wählerin erreichte uns aus Skandinavien: "Ich verfolge gespannt die Wahlergebnisse der Landtagswahlen in NRW – allerdings in Schweden. Ich bin Studentin und derzeit für meine Masterarbeit im Ausland. Um an der Wahl teilzunehmen, musste ich somit Briefwahl beantragen. Das ging sehr leicht über ein Formular im Internet. Hierfür musste ich nirgendwo meinen Ausweis vorzeigen und somit beweisen, dass auch wirklich 'ich' meine Stimme für die Wahl abgebe. Auf der einen Seite hat mich das etwas erschreckt, denn eine Unterschrift unter den Eid setzen, so finde ich, kann nun wirklich jeder. Auf der anderen Seite war es wirklich unkompliziert und einfach und ich bin von der wenigen Bürokratie, die sonst in Deutschland, was Leben und Studieren im Ausland betrifft und teilweise sehr kompliziert ausfallen kann, positiv überrascht. Das hat mich daher freudig gestimmt, dass ich – auch wenn ich weit von der Entscheidung entfernt lebe – doch mitbestimmen konnte, was in NRW in den nächsten Jahren passieren wird. Ich freue mich auf die nächste Wahl, wenn es im Oktober für den Bundestag weitergeht und ich wieder Briefwahl beantragen muss – bei so wenig Aufwand mache ich das sehr gerne und nehme auch gerne das Porto nach Deutschland in Kauf, denn das Entgelt wird nur im deutschen Postraum für die Wahlbriefe übernommen."

15.22 Uhr: In einer weiteren Zuschrift heißt es: "Mein Mann und ich waren heute um 11.30 Uhr in OWL wählen, wir mussten beide keinen Ausweis vorlegen. Die Wahlbenachrichtigung mussten wir vorlegen, diese wurde in einer Liste abgestrichen und es wurden uns die Wahlscheine sowie die Wahlbenachrichtigung ausgehändigt. Nachdem wir unsere Kreuze gemacht hatten, mussten wir abermals die Wahlscheine vorlegen, welche wieder mit eine Liste abgeglichen wurde. Und dann wurde diese Bescheinigung einbehalten, so dass wir dann unseren Stimmzettel in die Urne werfen durften. Der Andrang im Wahllokal war überschaubar."

15.17 Uhr: Ein Wähler aus Hagen-Hohenlimburg schreibt: "Seltsamerweise benötigten wir kein Ausweis. Jeder hätte mit unseren Wahlbenachrichtigungen wählen können. Wenn ich an die Menschen in Altersheimen denke, könnte dort jemand für die Anwohner wählen. Zufälligerweise war unser Wahllokal in einem Altersheim."

15.15 Uhr: Vielen Dank für die ersten Einsendungen auf unsere Frage, ob Sie einen Personalausweis im Wahllokal vorzeigen mussten und wie voll es dort war. Wir veröffentlichen nachfolgend in loser Folge einige Ihrer Stellungnahmen ohne konkrete Namensnennung, sondern nur mit Angabe des Wohnortes.

14.46 Uhr: Falls Sie sich wundern sollten, dass wir den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner nicht beim Wahlgang zeigen: Der Liberale hat sich den Gang ins Wahllokal gespart. Er gab seine Stimme per Briefwahl ab - und schloss sich damit Oskar Lafontaine an. Der Spitzenkandidat der Linken bei der Saarland-Wahl im März hatte sich ebenfalls das Blitzlichtgewitter von Fotografen und Journalistenfragen nach seiner Stimmung geschenkt und die Briefwahl vorgezogen. Der FDP in NRW werden gute Chancen eingeräumt, ihren Stimmanteil kräftig zu erhöhen. 2012 hatte sie 8,6 Prozent erreicht.

14.43 Uhr: Übrigens - gleich mehrere Dutzend Tonnen Plastikmüll fallen durch Wahlplakate an. Mindestens 236.000 Exemplare wurden an Straßenlaternen und Bäumen angebracht. Die SPD und die Piraten nutzen fast ausschließlich Plastikplakate. Bei den Sozialdemokraten sind es nach eigenen Angaben 100.000 Exemplare, bei den Piraten 25.000. Die CDU wirbt laut Partei mit 58.000 Plakaten aus Kunststoff und auch 20.000 aus Papier. Die Linke hat neben 50.000 Plastikplakaten auch 5000 aus Papier drucken lassen. Von den insgesamt 44.000 FDP-Plakaten sind nur etwa 3300 aus Plastik. Die Grünen verzichten dagegen komplett auf Plastik: Die Öko-Partei verwendet nach eigenen Angaben ausschließlich Papier- und Pappplakate. Die AfD machte keine Angaben zu ihren Plakaten.

14.23 Uhr: Wie war's eigentlich bei Ihnen im Wahllokal: Mussten Sie sich mit Ihrem Personalausweis legitimieren oder haben Sie Ihren Stimmzettel "nur" gegen Vorlage der Wahlbenachrichtigung bekommen? Und war's bei Ihnen voll? Schicken Sie uns gerne Ihre Erfahrung an teilnehmen@wa.de.

13.32 Uhr: Auch die Spitzenkandidatin der Linkspartei, Özlem Demirel, hat in Düsseldorf ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am späten Sonntagvormittag in einem Wahllokal der Landeshauptstadt.

Özlem Demirel hat am Mittag in Düsseldorf gewählt.

13.21 Uhr: Die Stichproben der Landeswahlleitung zur Wahlbeteiligung wurde durchgeführt in den Kreisen Düren und Gütersloh, im Rhein-Kreis Neuss sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr. Im Vergleich zur Landtagswahl 2012, bei der bis 12 Uhr etwa 29 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl teilnahmen, ist die Wahlbeteiligung damit in diesen ausgewählten Bereichen höher. Die landesweite Wahlbeteiligung inklusive der Briefwahl hatte 2012 am Ende des Wahltages bei 59,6 Prozent gelegen. Die Details gibt es in dieser Tabelle.

13.19 Uhr: Kurz nach der "Wahl-Halbzeit" gibt es ein Wahlbeteiligungs-Update vom Landeswahlleiter: Bis zum Mittag (12 Uhr) hatten im bevölkerungsreichsten Bundesland schon deutlich mehr Menschen ihre Stimme abgegeben als beim Urnengang 2012. Nach Angaben des Landeswahlleiters lag die Beteiligung vier Stunden nach Öffnung der Wahllokale einschließlich Briefwahl bei 34 Prozent. Das waren fünf Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl vor fünf Jahren. Am Ende dürfte die Wahlbeteiligung damit wieder deutlich über 60 Prozent liegen.

12.43 Uhr: Wir nähern uns der 13-Uhr-Marke und damit der "Halbzeit" dieses Wahlsonntags. Um 8 Uhr haben die mehr als 15.500 Wahllokale ihre Pforten geöffnet, um 18 Uhr endet die Landtagswahl. Wer seine Stimme noch nicht abgegeben hat, hat also noch rund fünf Stunden Zeit dazu.

12.33 Uhr: Hannelore Kraft, SPD-Spitzenkandidatin, äußerte sich zuversichtlich, die Landtagswahl zu gewinnen. "Wir haben fleißig gearbeitet und die Partei war bis zur letzten Minute unterwegs", sagte sie am Sonntag vor einem Wahllokal ihres Wohnortes Mülheim. Kraft war mit Mann und Sohn bei der Stimmabgabe. Es gehe ihr "sehr gut".

Hannelore Kraft wählte in der Erich-Kästner-Schule in Mülheim.

"Die Nacht war ganz ruhig, ich habe wunderbar geschlafen." Über ihre Planungen für den Nachmittag sagte sie: "Wir gehen jetzt ganz in Ruhe spazieren und nochmal bei meiner Mama vorbei." Dann werde sie abwarten, bis die Ergebnisse da

12.10 Uhr: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat inzwischen auch gewählt - und zwar in Mülheim. Das entsprechende Foto und Zitate der Landesmutter reichen wir so schnell wie möglich nach. Um 13.30 Uhr wird dann voraussichtlich Sylvia Löhrmann, Spitzenkandidatin der Grünen und als Schulministerin auch stellvertretende Ministerpräsidentin, ihre Stimme abgeben. 

11.51 Uhr: Wir haben unsere Fotostrecke "NRW wählt den 17. Landtag" mit Impressionen vom Wahltag aktualisiert und ergänzen sie fortlaufend weiter.

11.42 Uhr: Es zeichnet sich am Vormittag eine rege Wahlbeteiligung ab. In Dortmund beispielsweise hatten um 10 Uhr schon mehr als 13 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, drei Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. In Essen waren es nach Angaben des dortigen Wahlamtes 9,5 Prozent, gut ein Punkt mehr als 2012.

11.11 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat in seiner Heimatstadt Würselen gewählt. Begleitet wurde er von seiner Frau Inge. Es werde eine enges Rennen, "Kopf an Kopf", sagte Schulz nach der Stimmabgabe. Ihn beeindrucke, dass offenbar 30 Prozent der Wähler sich in letzter Minute entscheiden würden. "Das macht ein solches Rennen spannend bis zur letzten Sekunde. Ich hoffe natürlich, dass wir am Abend vorne liegen werden."

Martin Schulz gab seine Stimme in Würselen ab.

Vom Ergebnis der Landtagswahl stehe erst einmal für sich, machte Schulz mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl am 24. September deutlich: Die Landtagswahl sei die Landtagswahl und Bundestagswahl sei Bundestagswahl: "Das Wahlergebnis heute ist zunächst einmal das Resultat der Landtagswahl in NRW. Dass es ein stimmungsbeeinflussender Wahlvorgang ist, darüber braucht man nicht lange zu diskutieren."

Die Kampagne für die Bundestagswahl beginne ja erst noch. Und dabei gehe es um die Zukunft Deutschlands - "unter meiner Führung oder unter der Führung der CDU-Vorsitzenden."

11.01 Uhr: "Ich will, dass Du's tust - Demokratie gestalten": Dabei handelt es sich um ein Projekt zur Landtagswahl 2017. "Mit diesem Poetry Slam von Fee Brembeck möchten die evangelische und katholische Kirche in Krefeld und im Kreis Viersen in Kooperation mit 1-31.tv Menschen ermutigen, ihrer Stimme bei den kommenden Wahlen Gehör zu verleihen", schreiben die Organisatoren. Hier gibt es das Video dazu:

10.53 Uhr: Wer die Wahl auf Twitter verfolgen möchte, kann dies unter dem Hashtag #NRWLTW17 tun.

10.40 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner wirbt in den sozialen Netzwerken am Sonntagmorgen um Stimmen.

10.17 Uhr: Seit etwas mehr als zwei Stunden schon sind die Wahllokale in NRW jetzt geöffnet. Zeit, sich kurz mit dem Unterschied zwischen Prognose, Hochrechnung und Ergebnis zu befassen.

Prognose: Wenn 18 Uhr die Wahllokale schließen, wird ein erster Trend mit der Wahlprognose verbreitet. Sie basiert auf einer Umfrage, in der Wähler in einem repräsentativen Stimmbezirk kurz nach ihrem Besuch im Wahllokal ihr Kreuz ein zweites Mal machen - diesmal für die Wahlforscher. Sie fragen auch etwa nach Alter, Geschlecht oder Bildung. Die Antworten werden gewichtet, die Kriterien sind geheim. Für die ARD erstellt Infratest dimap, für das ZDF die Forschungsgruppe Wahlen die Prognosen - und auch die Hochrechnungen.

Hochrechnung: Kurz nach Schließung der Wahllokale berücksichtigen sie ausschließlich Wahlergebnisse. Die Meinungsforscher rechnen dafür erste ausgezählte Teilmengen auf die Wähler insgesamt hoch. Je später eine Hochrechnung kommt, desto größer ist der Anteil der tatsächlich abgegebenen Wählerstimmen - und desto genauer das Resultat.

Ergebnis: Erst wenn der letzte Wahlbezirk ausgezählt ist, stellt der jeweils zuständige Wahlleiter am Wahlabend ein vorläufiges amtliches Ergebnis fest. Wenn in der Folge eventuelle Unregelmäßigkeiten geprüft und Zweifelsfälle geklärt sind, gibt es das endgültige amtliche Ergebnis. Das kommt erst Tage, wenn nicht Wochen später und kann vom vorläufigen Ergebnis abweichen - wenn auch meist nur wenig.

Marcus Pretzell wählte in Düsseldorf - begleitet von Frauke Petry.

9.57 Uhr: Kleine Anekdote noch zur Stimmabgabe von Marcus Pretzell: Der musste im Wahllokal des Düsseldorfer Stadtteils Hamm zunächst einmal etwas warten, ehe er wählen konnte, wie ein dpa-Journalist beobachtete. Wahlhelfer fanden seinen Namen nämlich nicht sofort im Wählerverzeichnis. Nach einem Anruf bei der Kommunalbehörde war dann klar, dass Neuzugezogene wie Pretzell nicht nach der alphabetischen Reihenfolge im Wählerverzeichnis stehen, sondern am Ende aufgeführt werden. Pretzell nahm das kurze Warten gelassen hin.

9.27 Uhr: Auch der Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in NRW, Marcus Pretzell, hat bereits früh am Sonntag gewählt - und zwar in Düsseldorf. Begleitet wurde er von seiner Ehefrau, der Bundesvorsitzenden der AfD, Frauke Petry.

9.19 Uhr: Der CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet hat gerade in Aachen seine Stimme abgegeben. Begleitet wurde er am Morgen von seiner Frau Susanne und seinen beiden Söhnen. 

Armin Laschet hat in Aachen gewählt.

"Es gibt eine reale Chance, dass wir gewinnen können. Und jetzt entscheidet der Wähler", gab sich Laschet nach der Stimmabgabe optimistisch - auch wenn das Ergebnis wahrscheinlich knapp werde. Samstagabend hatte Laschet noch Wahlkampf im Aachener Studentenviertel gemacht. Zur Möglichkeit einer Großen Koalition wollte sich der Politiker nicht äußern, sprach sich aber für eine zügige Regierungsbildung aus. Am Montag müsse die Arbeit für eine Regierung beginnen. "Dieses Land kann sich nicht monatelang Hängepartien leisten, es stehen wichtige Entscheidungen an", sagte Laschet.

9.12 Uhr: Der Frage "Was planen die Parteien für Westfalen?" ist der Nachrichtenservice "Westfalen heute" nachgegangen. Dazu wurden die Wahlprogramme der Parteien konkret nach westfälischen Schwerpunkten durchforstet. Die Themen Bildung, Infrastruktur und Verkehr tauchen hier und dort auf, auch der mögliche Nationalpark in Westfalen. Alle Details gibt es hier.

8.49 Uhr: Das Landtagspräsidium - bestehend aus Präsidentin Carina Gödecke (SPD) sowie den Vizepräsidenten Eckhard Uhlenberg (CDU), Oliver Keymis (Grüne) und Dr. Gerhard Papke (FDP) - hat sich mit einem Wahlaufruf an alle Bürgerinnen und Bürger gewendet. Darin heißt es auszugsweise: "Sie entscheiden, welchen Weg unser Bundesland in den kommenden fünf Jahren einschlägt. Denn die Landespolitik hat ureigene Kompetenzen und wichtige Aufgaben. Die Abgeordneten beraten und gestalten Entwicklungen, die das alltägliche Leben jeder Nordrhein-Westfälin und jedes Nordrhein-Westfalen betreffen: Kinderbetreuung und Schulen, Innere Sicherheit, Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden, Straßenbau und Hochschulwesen, Umweltschutz, Verbraucherschutz und Industriepolitik, Kultur, sozialer Zusammenhalt und vieles mehr. Machen Sie daher von Ihrem Wahlrecht Gebrauch. Stärken Sie die Demokratie. Lassen Sie nicht zu, dass andere für Sie entscheiden. Entscheiden Sie selbst. Für Ihre Zukunft, für die Zukunft Ihrer Kinder und für unser Bundesland. Jede Stimme zählt! Ihre Stimme zählt!"

8.32 Uhr: In 45 der vergangenen 50 Jahre stellte die SPD den Ministerpräsidenten in Düsseldorf. In dieser Zeit war das Amt nur von 2005 bis 2010 in der Hand der CDU, bei Jürgen Rüttgers. Und in keinem anderen Bundesland hat Rot-Grün solange regiert wie in NRW - fast 17 Jahre. Von 1995 bis 2005 gab es Koalitionen von SPD und Grünen unter den SPD-Regierungschefs Johannes Rau, Wolfgang Clement und Peer Steinbrück. Seit 2010 führt Hannelore Kraft die  rot-grüne Regierung. Eine rechtsradikale oder rechtspopulistische Partei hat es noch nie in den Landtag geschafft. So wählte NRW 2005, 2010 und 2012.

8.22 Uhr: Erstmals in der Geschichte von NRW könnten dem Landtag sechs Parteien angehören. Neben SPD, CDU, Grünen und FDP haben den Umfragen zufolge auch Linke und AfD Chancen auf den Einzug in den Landtag. Die Piraten dürften indes ausscheiden. Hier geht es zu den Umfragen.

8.17 Uhr: Die neuen Abgeordneten des Landtages werden in 128 Wahlkreisen und aus den Landeslisten der Parteien gewählt. Der Landtag besteht aus mindestens 181 Abgeordneten; diese Zahl kann sich durch Überhang- und Ausgleichsmandate erhöhen. Das Wahlergebnis bildet die Ausgangsbasis für die Bildung einer Regierungskoalition, die Wahl der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten und die Verabschiedung der Gesetze.

TV-Duell zur NRW-Wahl zwischen Hannelore Kraft und Armin Laschet

8.16 Uhr:  In der aktuellen 16. Wahlperiode gibt es im Landtag von NRW 237 Abgeordnete. 98 davon gehören zur Fraktion der SPD, 68 zur CDU, 29 zu den Grünen, 22 zur FDP, 17 Abgeordnete bilden die Fraktion der Piraten. Darüber hinaus gibt es drei fraktionslose Abgeordnete.

8.00 Uhr: Die Urnenwahl zum 17. NRW-Landtag beginnt jetzt mit der Öffnung der Wahllokale. Mit großer Spannung dürfen wir verfolgen, ob sich die letzten Umfrage-Ergebnisse bestätigen. Hier können Sie sich sämtliche Umfragen aller Wahlforschungsinstitute im Zeitraum von 2012 bis Anfang Mai 2017 ansehen. Wir zeigen die Entwicklung des politischen Stimmungsbildes in NRW im Verlauf der Legislaturperiode anhand der insgesamt 16 von Infratest dimap im Auftrag des WDR durchgeführten repräsentativen Umfragen unter mindestens immer 1000 Personen.

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Monat für Monat: Die Umfragen 2017

FG Wahlen
(5. Mai)

Infratest dimap
(23. April)

Forsa
(15. März)

FG Wahlen

(10. Februar)

Emnid

(21. Januar)

SPD

32,0 %

34,0 %

40,0 %

36,0 %

32,0 %

CDU

32,0 %

34,0 %

26,0 %

32,0 %

30,0 %

Grüne

7,5 %

6,0%

6,0 %

7,0 %

10,0 %

FDP

12,0 %

10,0 %

11,0 %

8,0 %

8,0 %

Linke

6,0 %

5,0 %

5,0 %

5,0 %

7,0 %

AfD

6,0 %

8,0 %

7,0 %

9,0 %

10,0 %

Andere

4,5 %

3,0 %

5,0 %

3,0 %

3,0 %

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7.56 Uhr: Das Medieninteresse an der NRW-Landtagswahl ist riesig. 1253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regionaler, überregionaler und ausländischer Medien hatten sich bis zum 5. Mai akkreditiert. Redakteure und Live-Reporter, Kameraleute und Fotografen, Korrespondenten, Techniker und Aufnahmeleiter, Online-Redakteure und Multimedia-Verantwortliche, Videojournalisten und Moderatoren werden heute den Landtag bevölkern. 

NRW-Landtagswahl 2017: Das sind die Spitzenkandidaten

TV-Sender, Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen, Rundfunkanstalten, Nachrichtenagenturen und Medienkonzerne aus den USA, aus Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Polen, der Türkei, Italien, Japan, China, Schweden, Dänemark, Finnland, Russland, Südafrika und Großbritannien schicken Journalistinnen und Journalisten ins Parlamentsgebäude.

So wählte NRW 2005, 2010 & 2012 (Zweitstimmen)

13.5.2012

9.5.2010

22.5.2005

SPD

39,1 %

34,5 %

37,1 %

CDU

26,3 % 

34,6 %

44,8 %

Grüne

11,3 %

12,1 %

6,2 %

FDP

8,6 %

6,7 %

6,2 %

Die Linke

2,5 %

5,6 %

-

Piraten

7,8 %

1,6 %

-

Andere

4,4 %

4,9 %

5,7 %

Ministerpräsident(in)

Hannelore Kraft (SPD)

Hannelore Kraft (SPD)

Jürgen Rüttgers (CDU)

Wahlbeteiligung

59,6 %

59,3 %

63,0 %

Wahlberechtigte

13.262.04

13.267.052

13.230.366

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7.43 Uhr: Insgesamt bewerben sich nach Angaben von Landeswahlleiter Wolfgang Schellen exakt 1329 Frauen und Männer um ein Landtagsmandat. Zum Vergleich: 2012 waren es 1085. Mit den 31 Landeslisten der Parteien treten insgesamt 934 Listenbewerber an (2012: 710). 967 Bewerberinnen und Bewerber werden landesweit als Direktkandidaten auf den Stimmzetteln erscheinen (2012: 834). Es gibt 572 Kandidaten, die sowohl als Wahlkreisbewerber als auch auf einer Landesliste ihrer Partei antreten (2012: 459). 395 Personen - zum Teil auch Einzelbewerber oder Kandidaten von Parteien ohne Landesliste sowie von Wählergruppen - treten ausschließlich als Direktkandidaten in Wahlkreisen an (2012: 375). Ausschließlich auf Landeslisten ohne eine zusätzliche Bewerbung als Direktkandidat stellen sich 362 Kandidaten zur Wahl (2012: 251).

7.35 Uhr: Rund 110.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer werden heute in den mehr als 15.500 Wahllokalen und in den Briefwahlvorständen benötigt. Sie wickeln die Urnenwahl selbst ab und zählen die Stimmen aus. Wahlberechtigt in NRW sind rund 13,2 Millionen Menschen. Im Regelfall sollten zwischen 20 und 21 Uhr alle Aufgaben für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer erledigt sein. Ach ja: Für die Tätigkeit erhalten die Mitglieder in den Wahlvorständen, die durch Schulungen und Informationsmaterial auf ihre Aufgabe vorbereitet worden sind, ein sogenanntes Erfrischungsgeld. Dessen Höhe variiert in den verschiedenen Kommunen.

7.30 Uhr: In exakt 30 Minuten öffnen im gesamten Bundesland die Wahllokale, die dann bis 18 Uhr geöffnet haben. Sie haben also heute an Muttertag zehn Stunden lang Zeit, zwei Kreuze auf Ihrem Stimmzettel zu machen. Hier können Sie sich vorab am Muster anschauen, wie der aussehen wird.

7.30 Uhr: Herzlich willkommen zum NRW-Live-Ticker unserer Verlagsgruppe zur Landtagswahl 2017. Hier fassen wir für Sie den ganzen Tag über zusammen, was Sie wissen müssen.

Quelle: wa.de

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