Landesregierung will keine weiteren Elektroschock-Pistolen

DÜSSELDORF - Die Landesregierung will den Einsatz von Elektroschock-Pistolen nicht ausweiten. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Antwort von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf die Anfrage des CDU-Abgeordneten Gregor Golland hervor.

Bislang werden die sogenannten Taser, wie in anderen Bundesländern auch, nur von den Spezialeinheiten eingesetzt. Nach Übergriffen auf Polizisten war die Diskussion über die Verteilung der umstrittenen Geräte auch an Bereitschafts- und Streifenpolizisten erneut entbrannt. Im April will der Landesdelegiertentag der Gewerkschaft der Polizei darüber beraten.

Für die Sondereinsatzkommandos seien die Elektroimpulsgeräte ein sinnvolles Einsatzmittel, so der Innenminister weiter. In den vergangenen vier Jahren seien die Taser zwischen 11 und 18 mal im Jahr von den Spezialeinheiten in NRW eingesetzt worden. Der Schulungs- und Trainingsaufwand sei allerdings groß.

Die Geräte schießen Metalldrähte mit Widerhaken auf den Gegner. Die Elektroden lähmen mit einem 50 000-Volt-Stromstoß die Muskulatur des Getroffenen - der fällt kampfunfähig zu Boden. Für herzkranke und unter Drogen stehende Menschen kann ein solcher Schuss tödlich sein. In den USA und Kanada soll es zahlreiche Todesfälle bei Taser-Einsätzen gegeben haben. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare