Land will behinderte Schüler besser integrieren

NRW macht Tempo bei der Integration behinderter Schüler. dpa

DÜSSELDORF ▪ Sozial- und Kinderschutzverbände haben von der Landesregierung mehr Tempo bei der Integration behinderter Schüler gefordert. Zum Schuljahr 2012/2013 müsse im Schulgesetz ein Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderten Kinder verankert sein, verlangte gestern das Bündnis „Eine Schule für alle“.

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) sagte, ein Gesetzentwurf sei bereits in Arbeit, erfordere aber mehr Zeit, als zunächst erwartet. Zwar herrsche grundsätzliche Einigkeit über das Ziel. Aber die Interessenlagen seien stark divergierend. „Wie beim Schulkonsens wollen wir auch bei der Inklusion einen möglichst breiten politischen Konsens“, sagte Löhrmann. „Dabei geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit“.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) begrüßt es, auch beim Thema Inklusion einen möglichst breiten Konsens aller Beteiligten anzustreben. VBE-Chef Udo Beckmann warnte davor, einzelne Schulen aufgrund einzelner Elterninteressen unter Druck zu setzen, inklusiv zu beschulen, obwohl die Rahmenbedingungen nicht stimmen. ▪ dfb

Quelle: wa.de

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