Land stellt Weichen für den Rhein-Ruhr-Express

DÜSSELDORF - Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) nimmt langsam Gestalt an. Land und Verkehrsverbünde legen derzeit Design und Ausstattung der Züge fest. Dabei ist auch ein neues Betriebs- und Finanzierungsmodell in der Diskussion.

Der RRX soll in einigen Jahren Dortmund und Köln im Viertelstundentakt verbinden. Auch Hamm und Münster sollen angeschlossen werden. Basis für das neue Angebot sind die Linien RE 1, RE 5, RE 6 und RE 11, die derzeit von der Deutschen Bahn betrieben werden. 2016 könnten andere Betreiber zum Zuge kommen; das Ausschreibungsverfahren soll noch in diesem Jahr beginnen.

Weil die Verträge für 15 Jahre geschlossen werden, müssen die dann geforderten Fahrzeuge RRX-tauglich sein. Es gebe dazu Abstimmungsgespräche mit den Verkehrsverbünden, teilte das Landesverkehrsministerium mit. Die Triebwagen der Linien sollen miteinander zu koppeln sein und einheitlich aussehen. Angeschafft werden sollen doppelstöckige Elektrotriebwagen mit 800 Sitzplätzen.

Gesprochen wird auch über die Möglichkeit, Fahrzeuge und Betrieb getrennt auszuschreiben. Möglich sei ein Fahrzeug-Pool, auf den ein Linienbetreiber dann zugreifen könne, sagte eine Sprecherin des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Das sei auch Wettbewerbsförderung: Durch so ein Verfahren könnten auch mittelständische Wettbewerber eine Chance für den Mammutauftrag bekommen, sagt die VRR-Sprecherin. Die Unternehmen müssten keine eigenen Züge anschaffen, sondern nur für einen geordneten Betrieb sorgen.

Ähnliche Modelle gibt es bereits im Bergischen Land, wo der VRR selbst Züge für die RB 47 angeschafft und an die Betreibergesellschaft Abellio verpachtet hat. - jf

Quelle: wa.de

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