Krankenstand bei Landesbediensteten über NRW-Schnitt

Düsseldorf - Der Krankenstand bei den Beamten und Angestellten des Landes Nordrhein-Westfalen lag 2011 mit 7,35 Prozent über dem Durchschnitt aller Beschäftigten. Das geht aus einem Bericht des Innenministeriums für den Landtag hervor.

In Bereichen wie der Polizei oder der Justizverwaltung fielen mit 8 Prozent besonders viele Sollarbeitstage aus. Außerdem war die Quote bei Angestellten höher als bei Beamten.

Diese Unterschiede gehen statistisch aber auf eine generelle Tendenz zurück: Je höher die Position und das Einkommen eines Landesbediensteten sind, desto seltener meldet er oder sie sich durchschnittlich krank. Die "Bild"-Zeitung zitierte am Freitag aus dem Bericht, der für die Sitzung des Unterausschusses Personal am 23. April erstellt und online veröffentlicht wurde.

Berücksichtigt wurden die Daten von 142 000 Beschäftigten. Sie kamen 2011 auf 2,54 Millionen Krankheitstage. Für NRW insgesamt lag der Krankenstand im selben Jahr laut Angaben großer Kassen wie DAK und AOK zwischen 3,5 und 5,4 Prozent. Dabei werden aber nur die Tage mit ärztlicher Krankschreibung gezählt. Der Vergleichswert für die Landesbediensteten lag hier bei 6,1 Prozent. Die Krankmeldungen von Lehrerinnen und Lehrern wurden für den Landtagsbericht nicht einbezogen.

Die Landesregierung erhebt die Daten seit 2010. Sie sollen die Grundlage für ein aktives Gesundheitsmanagement liefern. "Aus der Krankenstandserhebung allein lassen sich jedoch nicht unmittelbar geeignete Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Reduzierung der Krankenstandsquote ableiten", heißt es in dem Bericht. Denn unter welchen Krankheiten die Beamten und Angestellten jeweils leiden, wird nicht erhoben. Unter anderem sollen Umfragen Daten liefern, welche Schwerpunkte verschiedene Bereiche setzen können, um die Gesundheit zu fördern. - dpa

Quelle: wa.de

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