Kommunen wappnen sich für OB-Wahl

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Die Stadt Köln stellt für die Wahl des neuen Oberbürgermeisters mehr als 80 zusätzliche Mitarbeiter ein. Sie erhalten nach Angaben einer Sprecherin befristete Vollzeit-Verträge. Am 13. September werden vielerorts in Nordrhein-Westfalen die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte neu gewählt.

KÖLN - Die Stadt Köln stellt für die Wahl des neuen Oberbürgermeisters mehr als 80 zusätzliche Mitarbeiter ein. Sie erhalten nach Angaben einer Sprecherin befristete Vollzeit-Verträge. Am 13. September werden vielerorts in Nordrhein-Westfalen die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte neu gewählt.

Die Wahl ist für die Kommunen auch ein personeller Kraftakt: Wahlunterlagen müssen vorbereitet und verschickt, Fragen von Bürgern müssen beantwortet werden. Während Köln und Münster sich dafür mit zusätzlichem Personal wappnen, wollen andere Kommunen das Ganze mit den vorhandenen Mitarbeitern stemmen, wie eine dpa-Umfrage ergab.

KÖLN: Die größte nordrhein-westfälische Stadt sucht für die Zeit von Anfang Juni bis Mitte Oktober rund 80 engagierte Mitarbeiter. Sie sollen zum Beispiel Wahlunterlagen verschicken, die Schalter in den Bürgerämtern besetzen oder die Liste mit den rund 800 000 Wahlberechtigten führen. "Man muss kein Uni-Professor sein, wichtig ist, dass diese Mitarbeiter sorgfältig und genau sind, gut Deutsch können und die Grundrechenarten beherrschen", erläutert eine Stadt-Sprecherin. Der Verdienst richte sich nach der Tätigkeit. Insgesamt seien für die OB-Wahl 2,66 Millionen Euro eingeplant, davon 758 000 Euro für das zusätzliche Personal.

MÜNSTER: Rund 20 Mitarbeiter sollen befristet in Vollzeit eingestellt und nach Tarif bezahlt werden. Nach Angaben des Wahlbüro-Leiters Martin Gudorf bekommen sie ein durchschnittliches Monatsgehalt von 1200 Euro. Sie sollen sich vor allem um die Briefwahl kümmern, der Anteil der Briefwähler liege in Münster bei über 30 Prozent. "Da können wir kein Personal für vorhalten oder anderweitig abziehen." Wie in Köln würden aber auch in Münster weniger Kräfte benötigt als bei der Kommunalwahl 2014.

In OBERHAUSEN, ESSEN und BOCHUM ist über zusätzliches Personal noch nicht entschieden. "Nach jetzigem Stand versuchen wir, das mit eigenen Kräften zu regeln", sagt ein Sprecher der Stadt Bochum. "Es kann aber sein, dass sich in den nächsten Wochen herausstellt, dass das nicht reicht." Dann würden eventuell noch einige Hilfskräfte eingestellt.

BONN, WUPPERTAL, NEUSS und MÜLHEIM wollen keine zusätzlichen Mitarbeiter beschäftigen. "Wir müssen sparen, sparen, sparen", heißt es aus Wuppertal.

In rund 60 Prozent der Kommunen fanden die OB-Wahlen bereits im Zuge der Kommunalwahl 2014 statt. Dort waren die Amtsinhaber freiwillig ein Jahr vor Ende ihrer regulären Amtszeit zurückgetreten. Von 2020 an sollen die Wahlen der Stadträte und Kreistage sowie der Stadt- und Kreisoberhäupter wieder gemeinsam an einem Tag stattfinden. - lnw

Quelle: wa.de

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