Die Rathäuser im Ruhrgebiet bleiben Rot

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ESSEN - Rot ist auch nach der Kommunalwahl 2014 vorherrschende Farbe im Ruhrgebiet. Von einer Alleinherrschaft kann aber keine Rede sein. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Im Ruhrgebiet stehen die Zeichen nach der Kommunalwahl auf Rot: Nach einer Analyse des Regionalverbandes Ruhr (RVR) legten die Sozialdemokraten um 0,4 Prozentpunkte auf 39 Prozent zu und sind weiter stärkste Kraft. Die CDU büßte 1,2 Prozentpunkte ein und kommt auf 30,3 Prozent. Als letzte Bastion unter den Kreisen und Großstädten hält die CDU die Stadt Hamm und stellt die stärkste Fraktion. CDU-Mann Thomas Hunsteger-Petermann bleibt dort auch Oberbürgermeister.

In Hagen überholte die SPD die CDU knapp. Im Kreis Wesel glichen die Sozialdemokraten ihren Rückstand von 2009 aus und kommen wie die CDU jetzt auf 25 Sitze. Hier müssen die Kandidaten für den Posten des Landrates ebenso in die Stichwahl wie im Kreis Recklinghausen. In Hagen und Dortmund muss der Oberbürgermeister in einer Stichwahl ermittelt werden.

Allein regieren kann die SPD nur in Gelsenkirchen. Hier stellt sie im Rat die absolute Mehrheit. In allen anderen großen Städten und Kreisen müssen sich SPD oder CDU Bündnispartner suchen.

Grüne, Linke und FDP verloren Stimmen. Drittstärkste Partei bleiben die Grünen mit 10,2 Prozent (-0,6 Prozentpunkte). Die Linken kamen auf 5,5 Prozent (-0,4). Die FDP büßte 3,8 Prozentpunkte ein und fiel auf 3,2 Prozent.

Stark zugelegt haben nach Angaben des RVR die "sonstigen Parteien" mit insgesamt 11,8 Prozent (+5,5). Gründe seien Gewinne von Bürgerbündnissen und der erstmalige Auftritt der AfD.

Die Wahlbeteiligung lag im Revier mit 46,6 Prozent niedriger als 2009 (49,8) und auch unter der Beteiligung im übrigen NRW (51,2). - lnw

Quelle: wa.de

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