Mann wählt noch selbst den Notruf

Nach tödlicher Messerattacke in Flüchtlingsunterkunft: Verdächtiger in Untersuchungshaft

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Symbolfoto.

[Update 11. September] Nach einer tödlichen Messerattacke in einer Flüchtlingsunterkunft in Attendorn ist der Tatverdächtige nun in Untersuchungshaft gekommen. Das teilen Staatsanwaltschaft, Mordkommission und Polizei mit.

Attendorn -  Demnach war der am Dienstag in Cochem an der Mosel vorläufig festgenommene, „dringend tatverdächtige 35-Jährige“ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Siegen zunächst dem Haftrichter am Amtsgericht Olpe vorgeführt worden. Dieser ordnete dann die Untersuchungshaft an. 

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Ein 31-jähriger Mann ist in einer Flüchtlingsunterkunft in Attendorn an den Folgen einer Stichverletzung gestorben. Er hatte zuvor selbst den Notruf gewählt und konnte Angaben zum Tatverdächtigen machen. Dieser wurde mittlerweile vorläufig festgenommen. Laut gemeinsamer Mitteilung von Staatsanwaltschaft Siegen, Mordkommission Hagen und der Polizei Olpe hatte sich am Montag gegen 6.35 Uhr eine „zunächst unbekannte Person“ per Notruf bei der Leitstelle der Polizei in Olpe gemeldet und über starke Bauchmerzen geklagt: „Entsandte Rettungskräfte fanden anschließend in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft in Attendorn einen 31-Jährigen in seinem Zimmer mit einer Stichverletzung im Bauchbereich vor, die stark blutete.“

Den Sanitätern und den Polizeibeamten gegenüber gab der Mann an, dass ihm die Verletzung von einem Mitbewohner der KUE zugefügt worden sei. „Trotz intensivmedizinischer Versorgung verstarb der 31-Jährige gegen 10.40 Uhr“, so die Mitteilung weiter. 

Verdächtiger hatte sich nach Cochem abgesetzt

Die Staatsanwaltschaft Siegen übernahm die Leitung der Ermittlungen. Die Ermittlungsführung wurde auf die Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen übertragen, die von der Kriminalpolizei in Olpe unterstützt wird. 

Die Ermittlungen führten schließlich zu einem 35-jährigen Mitbewohner, der sich zwischenzeitlich nach Cochem (Rheinland-Pfalz) abgesetzt hatte. Dort konnten Spezialkräfte den Tatverdächtigen inzwischen vorläufig festnehmen.

Eine Obduktion wurde für Dienstag angeordnet. Aktuell dauern die Ermittlungen an. Um diese nicht zu gefährden, können die Ermittler keine weiteren Angaben zum Tatgeschehen machen.

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Quelle: wa.de

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