Kölner Stadtrat soll Hexen rehabilitieren

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Die figürliche Darstellung von Katharina Henot (rechts) hängt in Köln am Rathausturm.

KÖLN - Eine vor fast 400 Jahren als Hexe hingerichtete Frau beschäftigt an diesem Montag einen Ausschuss des Kölner Stadtrates. Der evangelische Pfarrer Hartmut Hegeler hat den Antrag gestellt, die 1627 erdrosselte Postmeisterin Katharina Henot zu rehabilitieren.

Das gleiche fordert er für 37 andere Opfer der Hexenverfolgung in Köln.

"Ich bin schon sehr gespannt und auch ein wenig angespannt", sagte Hegeler vor der Ausschusssitzung der Nachrichtenagentur dpa. "Es ist eine Frage der Moral." Die Stadt habe jetzt die Möglichkeit, ein für allemal einen Schlussstrich unter dieses dunkle Kapitel ihrer Geschichte zu ziehen.

Insgesamt wurden in Köln 38 Todesurteile wegen Hexerei vollstreckt. Zu den Opfern gehörten nicht nur Frauen, sondern auch drei Männer und ein Junge. Ein achtjähriges Mädchen, das ebenfalls eine Hexe sein sollte, wurde aus der Stadt verbannt. Der Fall der Katharina Henot ist aber der bekannteste. Ihrem Schicksal haben die Bläck Fööss sogar ein Lied gewidmet. - lnw

Quelle: wa.de

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