Kölner Polizei liefert "unterhaltsame" Pressemitteilung

Ein Lkw-Fahrer aus Georgien (32) und seine vielen Verfehlungen

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Köln - Es gibt Pressemitteilungen, die sind einfach herrlich geschrieben. Da wäre jede redaktionelle Bearbeitung angesichts des ohnehin schon hohen Lesevergnügens überflüssig. So ein Beispiel lieferte - bei allem negativen Sachverhalt - am späten Montagnachmittag die Kölner Polizei, die dafür auch bei Facebook so manchen lobenden Kommentar einheimste. Es geht dabei um eine Lkw-Fahrer, der auf der A4 ins Visier von Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und Polizei geriet und so manches auf dem Kerbholz hatte. Aber lesen Sie doch selbst...

"Nein, richtig gut war der am frühen Montagmorgen (19. Juni) am Kölner Container-Bahnhof "Eifeltor" angetroffene Lkw-Fahrer (32) nicht aufgestellt. Gleiches ließ sich für den auf seiner Ladefläche stehenden Kleinbagger behaupten. 

Okay, das Raupenfahrzeug aus der Eifel war ja auch nicht wirklich seins. Und der im Münsterland ehemals zugelassene 18-Tonner MAN wohl auch nicht. Gültige Fahrerlaubnis? Nö. Ach, und dann waren da noch die drei Haftbefehle...

Gegen 5 Uhr alarmierten Mitarbeiter des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) von der Raststätte Eifeltor an der A4 aus die Polizei: 'Auf dem Absetzcontainer-Fahrzeug steht ein Miniraupenbagger - ohne jegliche Ladungssicherung!'

Eine Streifenwagenbesatzung traf die BAG-Beamten im Beisein des Lkw-Fahrers an. Des Deutschen und Englischen unbewandert, konnte der 32-Jährige sich vor Ort auf Befragen nicht einlassen. 

Demgegenüber sprach die Überprüfung seiner Fahrzeuge und Papiere für sich. Schnell ermittelten die Polizisten, dass der Bagger in den Nachtstunden von einer Baustelle bei Blankenheim gestohlen worden war. 

Der oder die Täter hatten dort auch einen Baucontainer aufgebrochen und durchwühlt. Bei vorliegender Sprachkenntnis wäre der Lkw-Fahrer auch hinsichtlich des Transporters in prekäre Erklärungsnot geraten: Der Tieflader war im März nach bereits 2016 abgelaufenem Tüv vom rechtmäßigen Eigentümer in Osnabrück abgemeldet worden. 

Doch nun fanden sich - was Wunder - auf den alten Kennzeichen 'frische' Zulassungs- und Hauptuntersuchungssiegel. Wenigstens mit seinem georgischen Führerschein hatte es hinsichtlich der Besitzverhältnisse seine Richtigkeit. Über die erforderliche Fahrerlaubnisklasse verfügte das Dokument jedoch nicht.

Der infolgedessen Festgenommene ist bereits überörtlich mit Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten. So ergab die Überprüfung seiner Personalien gleich drei offene Haftbefehle. 

In Deutschland kann der Georgier bislang keinen festen Wohnsitz vorweisen. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich das kurzfristig ändert: Das ermittelnde Kriminalkommissariat 73 beabsichtigt, ihn morgen dem Haftrichter vorzuführen."

Quelle: wa.de

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