Der Dombaumeister soll offenbar gehen

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KÖLN - Der Kölner Dombaumeister Michael Hauck soll offenbar nach nur zwei Jahren aus dem Amt scheiden. Aus Kirchenkreisen war zu erfahren, Haucks Verhältnis zu seinen Mitarbeitern sei stark belastet. Im "Kölner Stadt-Anzeiger" bestritt Hauck die Vorwürfe.

"Ich war immer ein Teamspieler", sagte der 54-Jährige. Die Anschuldigungen empfinde er als "tiefe Enttäuschung und eklatanten Vertrauensbruch". Er habe einen Anwalt eingeschaltet, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger".

Das Domkapitel beschäftigte sich in seiner monatlichen Sitzung am Dienstag mit dem Fall. Da es sich um eine Personalangelegenheit handle, könnten keine weiteren Erklärungen abgegeben werden, teilte das Gremium am Mittwoch mit.

Ein Sprecher der Dombauverwaltung sagte, Hauck sei krank gemeldet. Nach Informationen der "Kölnischen Rundschau" wird Hauck als "cholerisch und misstrauisch" beschrieben. Der Fall gilt als beispiellos in der langen Geschichte der Kölner Dombaumeister.

Was baut der Dombaumeister?

Wofür braucht man einen Dombaumeister, wenn der Kölner Dom doch schon lange fertig ist?

Die Antwort lautet, dass der Dom ständig ausgebessert werden muss, sonst würde er zerfallen. Dies gilt für alle Dome, ganz besonders aber für den Kölner, denn er ist einer der größten, die es gibt, und wie kein anderer filigran mit Türmchen und Skulpturen überbaut.

Obwohl ständig 90 Mitarbeiter mit der Restaurierung der Kathedrale beschäftigt sind und immer ein Teil des Riesenbaus eingerüstet ist, sind viele Bombenschäden aus dem Zweiten Weltkrieg noch immer nicht behoben. Vor allem der älteste Teil des Doms, der Chor aus dem Hochmittelalter, müsste dringend ausgebessert werden.

Viele Verwitterungen sind auf Luftverschmutzung zurückzuführen. Mittlerweile ist die Kölner Luft allerdings viel besser, so dass der Zerfallsprozess künftig wohl langsamer voranschreiten wird. - lnw

Quelle: wa.de

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