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Klima-Aktivisten kleben sich fest – und legen Berufsverkehr in NRW-Metropole lahm

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Von: Johanna Werning

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Umweltaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ sitzen während einer Demonstration auf der Fahrbahn an einer Ampelkreuzung vor stehenden Autos.
In Köln klebten sich am Montag mehrere Personen auf der Inneren Kanalstraße fest (Symbolbild) © Sebastian Kahnert/dpa

Am Montag blockierten Klimaaktivisten der selbsternannten „Letzten Generation“ Teile der Inneren Kanalstraße in Köln. Zwei Demonstranten klebten sich dabei auf der Straße fest. Es gab lange Staus.

Köln – Am Montagmorgen, 13. Juni, staute sich der Verkehr auf der Inneren Kanalstraße in Köln noch mehr als sonst. Der Grund: Klimaaktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ klebten sich auf der wichtigen Verkehrsachse auf Höhe des Gleisdreiecks in Richtung Zoobrücke auf der Straße fest und legten somit den Berufsverkehr zeitweise komplett lahm.

„Letzte Generation“ Aktivisten kleben sich auf Innerer Kanalstraße fest – Stau bis zur A57

„Gegen 8 Uhr starteten sechs Personen eine Sitzblockade auf der Inneren Kanalstraße“, so ein Polizeisprecher auf Nachfrage von 24RHEIN. „Zwei davon klebten sich auf der Straße fest. Dabei wurden Transparente gegen fossile Brennstoffe hochgehalten. Sie sagten, dass sie zur Aktionsgruppe ‚Letzte Generation‘ gehören.“ Neu ist die gefährliche Aktion der Aktivisten nicht. Auch in Stuttgart haben sich in der Vergangenheit bereits Klimaaktivisten auf Straßen festgeklebt und lösten somit ein Verkehrschaos aus, berichtet BW24.

„Bürger:innen der #letztegeneration blockieren heute morgen landesweit Autobahnen & Hauptverkehrsadern. Sie fordern von @Bundeskanzler, dass der Bau von neuer fossiler Infrastruktur umgehend gestoppt wird & keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee“, erklären die Aktivisten auf Twitter. In Köln-Ehrenfeld und der Kölner Innenstadt kam es aufgrund der Sitzblockade am Montag ebenfalls zu größeren Verkehrsstörungen. Betroffen war vor allem die Innere Kanalstraße selbst. Aber auch auf die A57 gab es Auswirkungen. „Wir mussten den Verkehr vor der Abfahrt zeitweise ableiten“, sagt der Polizeisprecher weiter.

Köln: „Letzte Generation“-Aktivisten erwartet Strafanzeige

Erst anderthalb Stunden nach Beginn der Sitzblockade – gegen 9:30 Uhr – konnten die sechs Personen von der Straße geführt werden. Dafür musste die Feuerwehr Köln die zwei Aktivisten, die sich an der Straße festklebten, mit Lösungsmitteln ablösen.

„Wir haben eine Strafanzeige gestellt. Die Personen wurden vor Ort wieder entlassen“, berichtet der Sprecher der Polizei. Um 9:40 Uhr wurde der Verkehr wieder freigeben, Rückstaus sind jedoch auch am Montagvormittag noch möglich. (jw)

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