Im Ascheberger Gewerbegebiet Steenrohr

Schrott-Seat mit Tempo-25-Aufkleber: Polizei sucht noch Zeugen

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Ascheberg - Der schrottreife Seat Marbella, mit dem drei Jugendliche durch ein Gewerbegebiet in Ascheberg tuckerten, beschäftigt die Polizei weiter. Es werden noch Zeugen gesucht.

Update, 27. März, 13.00 Uhr: Die Polizei hat den altersschwachen grünen Seat am vergangenen Freitag aus dem Verkehr gezogen. Der Wagen wurde ohne Versicherungsschutz genutzt. Angebracht war an dem Wagen, dessen Höchstgeschwindigkeit technisch gedrosselt ist, ein Versicherungskennzeichen, das für ein Mofa ausgegeben worden war - und nicht für den Seat. Die Polizei sucht nun noch weitere Zeugen, die den Wagen in der Vergangenheit in Ascheberg und Umgebung beobachtet haben. Fest steht: Der Halter ist nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis. Hinweise unter Telefon 02591/7930.

Zeugen melden Fahrt in "ramponiertem Pkw" 

Ascheberg - Einen ramponierten Schrottwagen haben drei Jugendliche im Ascheberger Gewerbegebiet Steenrohr als Mofa ausgegeben und sind damit durch die Gegend gefahren. Die Polizei ließ sich allerdings nicht von den an drei Seiten aufgeklebten "25 km/h"-Aufklebern ins Bockshorn jagen.

Die Polizei stoppte das Trio junger Männer, die in einem schrottreifen Auto ohne amtliche Zulassung unterwegs waren. Dem Fahrer fehlte zudem die Fahrerlaubnis. 

Den Mofa-Führerschein in der Tasche, ein Versicherungskennzeichen für derlei Gefährte am Heck und ringsum das 25-Stundenkilometer-Signet aufgepappt – so sah sich das Trio Jugendlicher um die 16 bis 17 Jahre ausreichend gewappnet und legitimiert für ein paar Runden mit einem schrottreifen Kleinwagen auf dem abgelegenen Sträßchen Steenrohr in Ascheberg. Allerdings hat die Polizei die Jungs nach einer Weile eines Besseren belehrt.

Das Vergnügen dürfte mindestens den jungen Mann noch teuer zu stehen kommen, den die Beamten am Freitag gegen 17 Uhr vom Fahrersitz des maroden Seat baten. Fahren ohne Fahrerlaubnis, fehlender Versicherungsschutz und fehlende Zulassung steht in der Strafanzeige, mit der die Tüftlelei und Probefahrt ein juristisches Nachspiel haben wird. Zeugen hatten die Polizei auf das Treiben der Jugendlichen aufmerksam gemacht. Die seien in einem „ziemlich ramponierten Pkw“ in Ascheberg unterwegs.

Als die Polizeibeamten das Auto am Steenrohr ausfindig gemacht hatten, trauten sie ihren Augen nicht: Dem Wagen fehlte ein Scheinwerfer, die Frontscheibe war gerissen und nirgendwo konnten die Beamten die vorgeschriebenen amtlichen Kennzeichen entdecken. Stattdessen prangten an drei Seiten des Pkw große 25-Stundenkilometer-Aufkleber.

Mofa-Führerschein reicht nicht für gedrosseltes Auto 

Außerdem war am Heck des Fahrzeugs ein Versicherungskennzeichen angebracht, wie es für Mofas vorgeschrieben ist. Für solch ein Zweirad konnte der Fahrzeugführer dann auch einen Führerschein vorweisen. Außerdem argumentierte er, dass er den Kleinwagen entsprechend auf die erlaubte Mofa-Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometer gedrosselt habe.

Was er den Polizisten dafür zeigte, ließ die Beamten erst recht den Kopf schütteln. Unter der Motorhaube präsentierte er eine rote Geldkassette mit einigen Kabeln, die zum Motor führten. In der Stahlbox solle sich die elektronische Drosselung der Maschine befinden. Solche Systeme sind hierzulande zwar erhältlich und zugelassen, befreien aber nicht von der Führerscheinpflicht für ein richtiges Auto, auch wenn’s nur im Schneckentempo über Land geht.

Quelle: wa.de

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