Skandal in Herner Kita:

Mussten Kinder ihr Erbrochenes essen?

HERNE - Eine Erzieherin eines katholischen Kindergartens in Herne soll Kinder misshandelt haben. Nach Eingang einer Strafanzeige ermittelt nun die Polizei. Der Frau werde vorgeworfen, psychische und körperliche Gewalt gegen Kinder ausgeübt zu haben.

Dies sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. "Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang und werden mit großem Nachdruck betrieben", so der Sprecher weiter. Weitere Details zu dem Fall wollten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht bekanntgeben.

Die "Bild" hatte über schwere Vorwürfe von Eltern gegen die Erzieherin berichtet. Im Kindergarten St. Elisabeth soll sie demnach Kinder gedemütigt haben, in dem sie sie zwang, eigenes Erbrochenes zu essen oder sich vor der Kindergartengruppe auszuziehen. Auch hätten die Kinder stundenlang zur Strafe in der Ecke stehen müssen, hieß es weiter.

Die Herner Pfarrgemeinde, die den Kindergarten betreibt, zeigte sich bestürzt über die Vorwürfe. Nachdem diese bekannt geworden seien, habe man sich entschieden, die Erzieherin vom Dienst freizustellen. Die Kindergartenleitung habe sich auf eigenen Wunsch beurlauben lassen, sagte der von der Gemeinde beauftragte Anwalt für die arbeitsrechtlichen Fragen in diesem Fall. Nach seinen Angaben sind die Ermittlungen offenbar durch die Anzeige einer Kollegin ins Rollen gekommen.

Der Pfarrer des Pastoralverbundes Herne-Mitte, Christian Gröne, betonte in einer schriftlichen Stellungnahme: "Uns ist unbedingt daran gelegen, dass der Sachverhalt restlos aufgeklärt wird". Er könne die Besorgnis der betroffenen Eltern nachempfinden. Zu den Vorwürfen äußerte er sich unter Verweis auf das schwebende Verfahren nicht. - lnw

Quelle: wa.de

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