Kirmesbetriebe haften bei Sturz über ungesicherte Leitungen 

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Auch im größten Gedränge müssen Kirmesbetriebe auf Stolperfallen achten.

Hamm - Stolperfallen lauern auf einer Kirmes überall. Kabel und Leitungen liegen auf den Wegen und sind im Gedränge oft nicht gut zu sehen. Kabel müssen vom Kirmesbetrieb so verlegt werden, dass das Sturzrisiko vermindert wird.

Das entschied das Oberlandesgericht Hamm. Geklagt hatte eine 1953 geborene Frau aus Kamen, die 2009 während der Pflaumenkirmes vor ihrem Haus gestürzt war. Verantwortlich hierfür machte sie oberirdisch verlegte Kabelversorgungs-Leitungen für die Kirmes.

Jetzt entschied das OLG Hamm, dass solche Leitungen für Kirmesbetriebe mit einem möglichst geringen Stolper- und Sturzrisiko für die Besucher verlegt werden müssen und sprach der Klägerin Schadensersatz zu.

"Stürzt ein Besucher oder ein Anlieger über eine unzureichend gesicherte Versorgungsleitung, kann er den verantwortlichen Kirmesbetrieb aufgrund einer Verkehrssicherungspflichtverletzung auf Schadensersatz in Anspruch nehmen", teilte das Gericht mit.

Nicht abgedeckte Leitungen als Risiko

Zwar lasse sich nicht vermeiden, dass Leitungen oberirdisch verlegt werden und Laufwege der Besucher kreuzen, aber der Kirmesbetrieb müsse dem Stolperrisiko entgegenwirken.

Das gilt auch für Leitungen, die außerhalb des Kirmesbereiches verlegt werden, unter anderem zur Versorgung von Wohnwagen.

Lose und ohne Abdeckung verlegte Leitungen erhöhten das Sturzrisiko, so das Gericht. - WA

Jahrmärkte in der Region:

Steinert Kirmes in Lüdenscheid vom 29. Mai bis 07. Juni

Bergkamener Herbstkirmes vom 09. bis 12. Oktober

Sim-Jü in Werne vom 24. bis 27. Oktober

Katharinenkirmes in Unna vom 30. Oktober bis 02. November

Soester Allerheiligenkirmes vom 04. bis 08. November

Quelle: wa.de

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