Keine Einigung im Tarifkonflikt Awo NRW

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DÜSSELDORF - Gehen die Warnstreiks in Kitas, Schülerbetreuungen und Seniorenheimen auch im Dezember weiter? Im Tarifkonflikt bei der Awo hat es wieder keine Einigung gegeben. Verdi berät jetzt das weitere Vorgehen.

Die fünfte Tarifrunde für die rund 36.000 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Nordrhein-Westfalen ist in der Nacht zum Freitag ohne Einigung zu Ende gegangen. "Wir sind aufeinander zugegangen. Es hat aber noch keine Einigung gegeben", sagte der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Awo Deutschland, Gero Kettler, am Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Bis nach Mitternacht hätten die Tarifparteien nach Lösungen gesucht, aber nicht alle Probleme ausgeräumt. Die Tarifverhandlungen sollen nun am 11. Dezember in Dortmund fortgesetzt werden, erklärte Kettler.

Von der Gewerkschaft Verdi in NRW war zunächst keine Stellungnahme zu der Tarifrunde erhalten. Sie hatte aber schon eine Beratung ihrer Tarifkommission für die Awo am Freitag in Düsseldorf angekündigt. Die Gewerkschaft Verdi will für die Awo-Beschäftigten in NRW die Übernahme des Tarifabschlusses im Öffentlichen Dienst erreichen. Dort gab es im März drei Prozent mehr, mindestens aber 90 Euro. Außerdem sind dort im kommenden Jahr zum März noch einmal 2,4 Prozent mehr vorgesehen.

Die Arbeitgeberseite verweist auf die Einnahmesituation: "Der Finanzierungsspielraum ist begrenzt", unterstrich Kettler. Verdi hatte mit Warnstreiks den Druck erhöht. Erst am Mittwoch hatten nach Angaben der Gewerkschaft landesweit 3000 Menschen die Arbeit niedergelegt. Awo-Mitarbeiter sind in Kindergärten, Seniorenheimen, Behinderteneinrichtungen und in der Betreuung von Schulkindern tätig. - lnw

Quelle: wa.de

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