"Kein Kind zurücklassen": Kraft besucht Modellprojekt

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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht ein Modellprojekt in Oberhausen.

Oberhausen - Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat sich am Dienstag in Oberhausen über das Projekt "Kein Kind zurücklassen" informiert. Sie besuchte dort eine Kindertagesstätte und eine Grundschule und lobte Fortschritte:

"Ich bin fasziniert, wie die Ansprechpartner zusammenwirken. Ich finde, da ist viel auf den Weg gebracht worden", sagte Kraft, die auch mit Erzieherinnen und Lokalpolitikern sprach.

Das Modellprojekt läuft seit 2012 in 18 Städten und Kreisen. Durch das Vorhaben soll die Zusammenarbeit zwischen Kita-Einrichtungen, Schulen, Hebammen, Ärzten, Jugendämtern und Polizei verbessert werden.

Opposition begrüßt Vorhaben

Besonders im Blick sind dabei Kinder und Jugendliche ärmerer Familien. Die Opposition im Landtag begrüßt das Vorhaben, die Chancengleichheit von Kindern zu stärken. Gleichzeitig kritisierten Abgeordnete der CDU- und FDP-Fraktion aber die Richtung des rot-grünen Projekts: "Ministerpräsidentin Kraft spricht von "Vernetzungen" und Dingen, die zuvor schon in Gang gesetzt worden sind.

Wirksame Veränderungen in den Strukturen haben aber nicht stattgefunden", sagte der FDP-Abgeordnete Marcel Hafke. Der familienpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Bernhard Tenhumberg, kritisierte, eine Beteiligung von lediglich 20 Kommunen dürfe nicht "Ende der Fahnenstange sein".

Die Herausforderung sei nun, die "guten Modellerfahrungen in die Breite des Landes zu übersetzen". Auch nach dem Willen der Landesregierung soll das Projekt ab dem nächsten Jahr auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet werden. - dpa

Quelle: wa.de

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