Nach Amokfahrt von Münster

Katholikentag passt Sicherheitskonzept an: Eine weitere Sperre

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Katholikentag in Münster prüft Sicherheitskonzept

Die Amokfahrt in Münster hatte Anfang April auch die Macher des 101. Katholikentages geschockt. Der Veranstalter überprüfte daraufhin nochmals sein Sicherheitskonzept für die Veranstaltung und verkündete jetzt geringe Anpassungen.

Münster - Nach der Amokfahrt von Münster mit vier Toten und über 20 Verletzten vom 7. April hat der Veranstalter des 101. Katholikentages das Sicherheitskonzept angepasst.

Nach Angaben von Geschäftsführer Roland Vilsmaier wurden in Absprache mit den Sicherheitsbehörden und der Stadt in Münster bei der Veranstaltung vom 9. bis 13. Mai zwei geplante Straßensperren räumlich verschoben und eine weitere Sperre neu eingeplant. Das teilten Veranstalter, Stadt und die Sicherheitsbehörden am Donnerstag in Münster mit.

Um Amokfahrten mit schweren Lastwagen zu verhindern, werden an ausgewählten Punkten Wassertanks oder Fahrzeuge als Sperren aufgestellt. Details nannte Vilsmaier nicht. Zusätzlichen Schutz bieten versenkbare Poller am Schlossplatz.

Alles zur Amokfahrt von Münster

Die Bauarbeiten der Stadt für diese Maßnahmen waren erst kurz vor dem Katholikentag abgeschlossen. Die Poller waren eine Reaktion auf die Amokfahrten von Nizza und Berlin im Jahr 2016, bei denen die Täter Lastwagen als Waffe einsetzten.

Grundsätzlich hätte sich am Sicherheitskonzept, das der Veranstalter bereits im März und somit vor der Amokfahrt der Stadt vorlegen musste, nichts geändert, betonte Vilsmaier. "Sie werden viel Polizei sehen. Wir haben aber die Anzahl der Beamten nach der Amokfahrt für den Katholikentag nicht aufgestockt", sagte Martin Mönninghof für die Polizei in Münster.

Steinmeier und Merkel kommen nach Münster

Während des Katholikentages sind zentrale Verkehrsachsen im Innenstadtbereich von Münster für den motorisierten Verkehr gesperrt. Betroffen ist die Bundesstraße B54 vor dem Schlossplatz und mehrere Straßen und Plätze in der Altstadt rund um den Dom und den Prinzipalmarkt.

Die über 1000 Veranstaltungen sind an rund 100 Orten in der Innenstadt und auf dem Messegelände der Stadt geplant. Zwischen der Messe im Südosten der Stadt und dem Innenstadtkern setzen die Stadtwerke einen Pendelverkehr mit Bussen ein. Die Veranstalter gehen davon aus, dass viele Besucher des 101. Katholikentages viele Wege zwischen den Veranstaltungsorten mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen.

Prominente Gäste des größten Laientreffens der katholische Kirche sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie der kolumbianische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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