Karstadt: Warnstreiks führen nur zu geringen Beeinträchtigungen in NRW

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Karstadt-Mitarbeiter streiken vor dem Karstadt-Kaufhaus in Dortmund. Die Gewerkschaft Ver.di hat die Karstadt-Beschäftigten aufgefordert, 2013 ganztägig zu streiken und fordert für die Mitarbeiter Standort- und Beschäftigungssicherung sowie eine Tarifbindung.

ESSEN - Warnstreiks bei Karstadt: Verdi macht Druck und will Bewegung in die Tarifverhandlungen bei der Warenhauskette bringen. Doch das Unternehmen zeigt sich gelassen: "Keine Filiale ist geschlossen."

Mit einer bundesweiten Warnstreikwelle hat die Gewerkschaft Verdi im Tarifstreit mit Karstadt den Druck auf die Warenhauskette erhöht. Mitarbeiter in Karstadt-Filialen in ganz Deutschland waren am Freitag zu Arbeitsniederlegungen und Protestkundgebungen aufgerufen. Doch hielten sich die Auswirkungen der Proteste nach Angaben des Unternehmens in Grenzen. Karstadt-Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz sagte am Freitagvormittag: "Bis auf wenige Ausnahmen gibt es in den Karstadt-Filialen nur geringe Beeinträchtigungen. Keine Filiale ist geschlossen."

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Die Gewerkschaft hatte zuvor gewarnt, Kunden müssten sich am Freitag und zum Teil auch am Samstag auf "erhebliche Beeinträchtigungen bis hin zur Schließung von Häusern" einstellen. Schwerpunkte der Aktion liegen laut Verdi im Norden und Westen Deutschlands. Karstadt-Angestellte in fast allen Filialen in Berlin, Brandenburg und Hamburg wollten sich Verdi zufolge an den Warnstreiks beteiligen. Die Arbeit niederlegen würden außerdem Mitarbeiter in den Karstadt-Häusern in Flensburg, Lübeck, Kiel, Neumünster, Norderstedt, Wismar, Gütersloh, Mülheim, Duisburg, Essen, Bonn, Dortmund, Darmstadt, Frankfurt, Zeil, Viernheim, Bremerhaven, Bremen, Lüneburg, Göttingen, Hannover, Braunschweig, Goslar und Celle.

In Berlin, Hamburg, Dortmund, Darmstadt, Bremen und Hannover hatte die Gewerkschaft zu Kundgebungen aufgerufen. Darüber hinaus sollten in einigen Karstadt-Filialen in Bayern, Baden-Württemberg, NRW und Hessen Betriebsversammlungen stattfinden.

Hintergrund der Warnstreiks sind die bei Karstadt anstehenden Tarifverhandlungen Mitte November. Verdi fordert einen Tarifvertrag über Standort- und Beschäftigungssicherung sowie eine Rückkehr in die Tarifbindung. Die Eigentümer Nicolas Berggruen und René Benko müssten zudem ein klares Zukunftskonzept vorlegen, hieß es. Bei den 20 000 Beschäftigen des Unternehmens herrsche große Unsicherheit.

Karstadt-Arbeitsdirektor Weitz bekräftigte, das Unternehmen wolle eine pragmatische Lösung erreichen, um die nachhaltige Gesundung des Unternehmens nicht zu gefährden. "Streikaufrufe können uns dieser Lösung nicht näher bringen, sondern nur ergebnisoffene und konstruktive Verhandlungen", sagte er. - dpa

Quelle: wa.de

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