Foto des sieben Monate kleinen Lüdenscheiders ging um die Welt

Baby Karl Friedrich "zwickt" den Papst: Das ist die ganze tolle Geschichte!

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Mit diesem Foto – hier auf dem Bild-Portal – wurde Karl Friedrich Klapper berühmt: Bei einer Generalaudienz traf die Familie den Papst durch einen Zufall hautnah. Opa Hermann Grasedieck saß derweil in der Menge der Audienzbesucher.

Lüdenscheid - Diese Reise nach Rom werden Kerstin und Jan Henning Klapper so schnell wohl nicht vergessen. Was als Überraschung für die Großeltern gedacht war, endete in einer hautnahen Begegnung mit Papst Franziskus - und mit einem Schnappschuss, der um die Welt ging

Darauf zu sehen ist der sieben Monate alte Karl Friedrich Klapper, wie er das Oberhaupt der katholischen Kirche in den Finger „zwickt“. 

Dabei wurde die einwöchige Reise nach Rom auch ohne diesen „Hype“ um das Bild für die Lüdenscheider Familie zu einem unvergesslichen Erlebnis: Weil Opa Hermann Grasedieck (70), ehemaliger Lehrer für Religion und Elektrotechnik am BKT, schon immer einmal in die italienische Hauptstadt wollte, nahm Schwiegersohn Jan Henning Klapper die Vorbereitungen in die Hand. 

Karten für die Generalaudienz besorgt

„Ich bin ein großer Fan von Rom, war schon mehrfach dort und finde die Stadt mit ihrer Historie einfach spannend“, erzählt der 36-Jährige. Akribisch bereitete er den Kurztrip vor, buchte online die Flüge und Unterkunft sowie die Eintrittskarten für diverse Sehenswürdigkeiten. Dabei hatte er noch eine besondere Überraschung: „Ich wusste, dass es immer mittwochs die Generalaudienz beim Papst gibt – und habe auch dafür Karten besorgt.“ 

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Der Ankunft am 28. Februar folgte ein abwechslungsreiches Besichtigungsprogramm: Von der Sixtinischen Kapelle und dem Pantheon über das Colosseum und die vatikanischen Gärten bis hin zur „besten Eisdiele Roms – wir haben uns alles angeschaut, was man in Rom gesehen haben muss“, erzählt Jan Henning Klapper. Immer mit dabei: Söhnchen Karl Friedrich. „Das Erstaunliche war: Kinder haben in Italien immer Vorfahrt. Wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist, wird immer vorgelassen“, zeigt sich Lehrerin Kerstin Klapper begeistert. 

Mit 10.000 anderen in der Schlange

Schließlich stand am Abreisetag der Höhepunkt auf dem Programm: die Generalaudienz. „Wir wussten, dass man zeitig da sein muss, um einen möglichst guten Platz zu bekommen“, erinnert sich Jan Henning Klapper. „Am Ende standen wir um 8 Uhr in der Schlange – gemeinsam mit etwa 10.000 anderen.“ 

Nach den Sicherheitskontrollen – „Ich habe noch nie so viele bewaffnete Sicherheitsleute gesehen wie in Rom“, erinnert sich Hermann Grasedieck – stand die Familie schließlich in der Halle, um sich einen Platz in der Menge zu suchen. 

Durch Zufall in der zweiten Reihe

Und dann kam der Zufall ins Spiel: Während Kerstin Klapper auf ihren Mann warten musste, der den Kinderwagen abschloss, wurde sie von einem Verantwortlichen angesprochen: „Er sagte, dass wir mit ihm nach vorne kommen sollten – und plötzlich saßen wir in der zweiten Reihe, gleich vor der Bühne. Das war purer Zufall.“ Der anschließende Einzug des Papstes, seine Begrüßung der Gruppen aus aller Welt und die Segnung waren schon ein Erlebnis für sich. 

Doch es sollte noch besser kommen, denn: „Vor dem Verlassen der Halle ist Papst Franziskus durch die ersten Reihen gegangen und hat die Menschen begrüßt. Und plötzlich stand er vor mir – hat unserem Sohn über den Kopf gestreichelt und sich nach ihm erkundigt“, erzählt die Lehrerin. „Als er Karl Friedrich seinen Finger reichte, hat er mit dem Mund zugeschnappt.“ 

Weitwinkel-Objektiv geschenkt bekommen

Der Schnappschuss war im Kasten. „Hätte ich zu Weihnachten kein Weitwinkel-Objektiv bekommen, hätte es das Foto so gar nicht gegeben“, verweist der Eventmanager auf einen weiteren Zufall. 

So einmalig das Foto auch ist, so beeindruckend war für die Familie die Begegnung mit dem Papst. „Ich war total überwältigt und konnte das alles gar nicht realisieren“, erinnert sich Kerstin Klapper. „Es war einfach toll zu sehen, wie freundlich er auf die Menschen zugegangen ist und sich Zeit genommen hat.“ Und ihr Mann als Protestant ergänzt: „Ich habe großen Respekt vor dem Mann, der mich mit seiner Persönlichkeit in den Bann gezogen hat.“ 

Eine Reise voller Höhepunkte

Während die Familie mit diesen Eindrücken den Flieger bestieg, gab es für Opa Hermann und seine Frau Karola eine weitere Begegnung: „Ich saß während des Rückflugs neben Rainer Maria Kardinal Woelki, dem Erzbischof von Köln – und habe mich zwischendurch gefragt, wie ich ihn anspreche, damit ich an meinen Sitztisch komme“, erzählt der 70-Jährige schmunzelnd.

„Das war eine Reise voller Höhepunkte, die man erst einmal verarbeiten muss“, resümiert die Familie. „Das ist nicht zu toppen, aber wir freuen uns auch auf einen ruhigen Urlaub in Holland.“

Quelle: wa.de

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