Kälte schüttelt NRW weiter durch - Schifffahrt liegt auf Eis

NRW - NRW friert nicht mehr ganz so heftig. Entwarnung geben die Experten aber nicht. Nach etwas Schnee könnte es wieder eisig werden. Auf den Kanälen ist bei dickem Eis jetzt schon kein Durchkommen mehr.

Der frostige Winter gibt nicht nach: Zwar war es am Mittwoch im Schnitt fünf Grad wärmer als am Tag zuvor. Das große Frieren geht aber zu Beginn des Wochenendes weiter. "Da wird sich der Frost noch einmal verschärfen", sagte Meteorologe Günther Hamm vom Deutschen Wetterdienst in Essen. "Und mein Gefühl sagt mir: Der Winter wird wiederkommen." Die Bahn schlägt sich bei anhaltendem Frost weiter tapfer - solange es nicht schneit. Dicke Eisblöcke haben derweil die Schifffahrt in weiten Teilen des Landes lahmgelegt.

Auf den meisten Wasserstraßen in NRW geht inzwischen gar nichts mehr. Mittellandkanal und Dortmund-Ems-Kanal sollten am Mittwoch ganz gesperrt werden, die Kanäle im Ruhrgebiet sind nur teilweise befahrbar. "Wir können mit unseren Eisbrechern das Eis oft nicht mehr wegschieben. Das Problem ist, dass die Eisdecke sehr hart ist und schnell wächst. Ein, zwei Wochen bleiben die Kanäle jetzt sicher zu", sagte Henning Buchholz vom Wasser- und Schifffahrtsamt Minden.

Zu Zugausfällen komme es bei der trockenen Kälte kaum, hieß es dagegen bei der Bahn in Düsseldorf. "Wir haben zwar Weichenstörungen bei einzelnen Fahrzeugen, aber insgesamt läuft der Verkehr relativ stabil", berichtete ein Sprecher. "Wenn Schneefall oder Hagel kommen, ist das wieder eine ganz andere Situation." In der Nacht zum Mittwoch brach zwischen Münster und Osnabrück durch den eisigen Frost eine Schiene. Die Züge hatten bis zum Mittag rund 15 Minuten Verspätung. "Das passiert bei diesen Temperaturen", kommentierte der Sprecher.

Auch den Straßenbahnen im Land macht die Kälte noch nichts aus. "Das kann sich bei Schnee oder Eis ändern", hieß es bei der Rheinbahn in Düsseldorf. "Das einzige, woran wir merken, dass es kalt ist, sind die volleren Bahnen", sagte ein Sprecher der Stadtwerke in Dortmund.

Der gefürchtete Schnee könnte aber schon am Donnerstag auf NRW herabrieseln. Nach Temperaturen um minus zehn Grad in der Nacht soll es vor allem im Osten des Landes etwas schneien. Bis zum Freitag zieht dann ein neues Kältetief von der Ostsee über NRW hinweg, das aber gegen Ende des Wochenendes schon wieder verschwindet.

"Am Montag könnten wir im Rheinland und Westmünsterland an die null Grad herankommen", sagte der Meteorologe. Ein Mix aus Schnee, Regen und Schneeregen bringe dann Glätte auf die Straßen. "Die Gefahr eines neuen Frosteinbruchs ist aber noch nicht gebannt", warnte der Experte: "Nicht, dass die Leute denken, der Frühling kommt auf Samtpfötchen daher. So ein Kälteblock geht nicht klanglos zu Ende." - lnw

Quelle: wa.de

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