Jugendtrainer missbrauchte 18 Mädchen  - Drei Jahre Haft

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DORTMUND - Ein ehemaliger Trainer eines Turnvereins in Castrop-Rauxel muss wegen sexuellen Missbrauchs für drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Vor dem Dortmunder Landgericht hatte der 59-jährige Dortmunder zugegeben, sich an insgesamt 18 Mädchen vergangen zu haben.

Von Lisa Moorwessel

Im Haus der Familie hatte es der zweifache Familienvater jahrelang auf die beste Freundin seiner Tochter abgesehen, verleitete die arglose Siebenjährige nach den Feststellungen des Gerichts "auf äussert manipulative Weise" zum Erdulden intimer Berührungen. Viele der mehrminütigen Manipulationen an dem Kind hielt der Mann mit seiner Kamera fest, bot dem Gericht für seine spätere Überführung unfreiwilligerweise hieb- und stichfestes Belastungsmaterial. Auch in seinem Sportverein, wo sich der ehemalige Sportstudent als Trainer von Mädchengruppen hervor tat, kam es jahrelang zu sexuellen Übergriffen. Die Mädchen waren zum Tatzeitpunkt zwischen sieben und elf Jahre alt.

"Raffiniert und mit beträchtlicher krimineller Energie" lockte er die Mädchen einzeln in einen abgelegenen Geräteraum, um hier angeblich "spezifische Übungen" zu machen. Mit diesen für die ahnungslosen Kinder überzeugenden Lügen gelang es ihm, die Kinder in intimen Posen anzufassen und zu filmen. Auch von der Vielzahl dieser Übergriffe fanden Fahnder bei einer späteren Wohnungsdurchsuchung umfassendes Videomaterial.

In dem Strafverfahren hatte der von der Staatsanwaltschaft als "Intensivtäter" beschriebene Mann ein Geständnis abgelegt und damit den Mädchen eine belastende Zeugenaussage vor Gericht erspart. Das Geständnis sei jedoch, so die Richter, nicht von Reue geprägt gewesen, sondern von Selbstmitleid. Um seine pädophilen Neigungen zu befriedigen, habe der bis dato unbescholtene Familienvater das Vertrauen der Kinder und ihrer Eltern jahrelang auf perfide Weise ausgenutzt. Er müsse dringend in der Haft mit einer speziellen Therapie an seinen krankhaften Neigungen arbeiten. Denn, so der Vorsitzende Richter Ulf Pennig: "Seine pädophilen Neigungen sind geblieben!"

Quelle: wa.de

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