Fahrzeuge aus Soest, Lüdenscheid, Kamen, Arnsberg, Hagen, Bochum und Freudenberg ausgerüstet

Ab jetzt geht die Autobahnpolizei mit Kameras gegen Rettungsgassen-Nörgler vor!

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Mit diesen kleinen Kameras in der Windschutzscheibe wird es Rettungsgassen-Nörglern ab Dienstag schwer gemacht.

Dortmund - Jetzt wird es noch öfter Ärger für Rettungsgassen-Nörgler geben. Seit Dienstag ist die Autobahnpolizei mit kleinen Kameras in der Windschutzscheibe unterwegs, die ignorante Autofahrer überführen sollen.

Rettungsgassen retten Leben. Um den Rettungsgassenverweigerern das vor Augen zu führen, sind die Streifenwagen der Autobahnpolizei Dortmund, im Rahmen der landesweiten Testphase, jetzt mit Dashcams ausgerüstet. 

Ab Dienstag "werden die Einsatzfahrzeuge der Autobahnpolizeiwachen Kamen, Arnsberg, Soest, Hagen, Bochum, Lüdenscheid und Freudenberg die Kameras bei Bedarf einsetzen", heißt es seitens der Behörde.

Das bedeutet: Bei Anfahrten der Streifenwagen zu Unfallstellen und dem Nichtbilden von Rettungsgassen werden "Rettungsgassenblockierer" konsequent gefilmt und müssen mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen rechnen.

Material wird vor Gericht akzeptiert

Mit den Kameras werden die Vergehen auch während einer Einsatzfahrt als Videomaterial festgehalten. Das Videomaterial wird vor Gericht als Beweismittel akzeptiert. Damit ist es möglich, Autofahrer entweder direkt mit ihrem Vergehen zu konfrontieren, oder sie bekommen einen Anhörungsbogen per Post.

Höhere Strafen

Zur Erinnerung: Seit Ende 2017 drohen Fahrzeugführern, die keine Rettungsgasse bilden, ein Bußgeld in Höhe von mindestens 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Im Falle des Behinderns von Polizei- und/oder Rettungsfahrzeugen liegt die Bußgeldandrohung bereits bei 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

Zwei Negativbeispiele aus dem Kreis Soest

Erst vor kurzer Zeit war ein Lkw-Fahrer nach einem schweren Unfall im Kreis Soest einfach durch die Rettungsgasse gefahren und hatte den Weg für die Einsatzfahrzeuge blockiert. Die Strafe wurde schnell deutlich.

Ein anderer Autofahrer aus Soest war ebenfalls in die Rettungsgasse gefahren, wurde von der Polizei bestraft. Die Beamten ernteten Applaus anderer Autofahrer.

Bei Unfällen, vor allem mit verletzten und eingeklemmten Personen, zählt jede Sekunde für die Betroffenen und die Retter. "Denken auch Sie einen Augenblick darüber nach, wie sehr Sie sich eine helfende Hand herbeisehnen würden, wenn sie Opfer eines Verkehrsunfalls geworden sind", mahnt die Polizei.

Quelle: wa.de

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