Offenbar unterirdisches Leck

Gronau: Jetzt auch Öl im Grundwasser

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GRONAU - Die Folgen des massiven Ölaustritts in Gronau werden immer schlimmer. Erstmals sind auch im oberflächennahen Grundwasser Ölreste nachgewiesen worden. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) zeigte sich am Freitag vor Ort besorgt. Umweltschützer sind alarmiert. Bei der Ursachensuche verdichten sich Hinweise auf ein Leck in einer Kaverne.

Von Holger Drechsel

Experten schlagen Alarm: Das unkontrolliert im Münsterland austretende Öl sorgt nun auch für erste Beeinträchtigungen des Grundwassers. Ein Sprecher der Arnsberg Bezirksregierung bestätigte am Freitag, dass Gutachter an einer Stelle im oberflächennahen Grundwasser in etwa einem Meter Tiefe Ölreste entdeckt haben. Eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung bestehe nicht. Allerdings seien möglicherweise einige Hausbrunnen von Landwirten gefährdet, hieß es. Sperren und Schlitzwände sollen nun ein weiteres Ausbreiten des Öls verhindern.

Noch immer ungeklärt ist die Ursache des Öl-Austritts, der erstmals am 12. April aufgefallen war. Laut Bezirksregierung verdichten sich aber die Hinweise, dass das Öl aus einer Kaverne im ausgedienten Salzstock Gronau-Epe fließt, in dem große Mengen Öl gespeichert sind. Am Montag soll eine etwa 220 Meter tiefe Bohrung Aufschluss geben, ob das Leck tatsächlich, wie nun vermutet, in der Kaverne S5 liegt.

Am Freitag machte sich der grüne Umweltminister Johannes Remmel erstmals vor Ort ein Bild von der Lage: „Der Ölaustritt hier in Epe ist besorgniserregend“, sagte er. An erster Stelle stehe nun, die Schäden für die Umwelt zu begrenzen und die Ursache zu finden. „Dann wird es darum gehen, die Schäden zu beseitigen und nach Analyse der Ursache zu diskutieren, ob die Lagerung von Rohöl in Kavernen sicher ist“, so Remmel. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert die Überprüfung aller Kavernenspeicher für Erdgas und Erdöl.

Erst Ende November waren an einer ähnlichen Kavernenanlage im niedersächsischen Etzel rund 40 000 Liter Rohöl aus einem Absperrventil ausgelaufen und hatten das Erdreich sowie Gewässer verschmutzt. Die Betreiber gehen von Sabotage aus.

Quelle: wa.de

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