Ersatzfahrplan aufgestellt

Jeder dritte Zug in NRW soll trotz des Streiks fahren

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DÜSSELDORF - Der Streik bei der Bahn läuft an. Im Güterverkehr lässt die Lokführergewerkschaft zuerst die Züge stehen. Am Mittwoch folgt der Personenverkehr. Die Deutsche Bahn will trotzdem jeden dritten Zug auf die Schienen bringen.

Die Deutsche Bahn will mit einem Ersatzfahrplan zumindest einen Teil des Personenverkehrs während des Lokführerstreiks aufrechterhalten. In NRW soll etwa ein Drittel der Züge im Fern-, Nah- und S-Bahnverkehr fahren, wie ein Bahnsprecher am Dienstag in Düsseldorf sagte.

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- Infos der Bahn zum Streik (u.a. Ersatzfahrplan und Zugliste)

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) will den Personenverkehr von Mittwochfrüh um 2 Uhr bis Donnerstag um 21 Uhr bestreiken. Im Güterverkehr begann der Streik bereits am Dienstag um 15 Uhr.

Die Bahn will den Ersatzfahrplan mit Lokführern auf die Beine stellen, die verbeamtet, in anderen Gewerkschaften organisiert sind oder nicht dem Streikaufruf der GDL folgen.

Gut zu wissen

Während des Lokführerstreiks soll bis auf wenige Ausnahmen auf Tagesbaustellen in NRW verzichtet werden, um so den Verkehr zu beschleunigen. Dies hat NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) am Dienstag in Düsseldorf angeordnet. Zu Spitzenzeiten werde landesweit an bis zu 80 Tagesbaustellen gearbeitet.

Bei der Deutschen Bahn sind nach Angaben der Gewerkschaft rund 75 Prozent der Lokführer GDL-Mitglied. Nicht vom Streik betroffen sind die Privatbahnen. Hierzu zählen etwa Züge des Hamburg-Köln-Express (HKX), der Eurobahn, der Nordwestbahn, der Transregio, der Westfalenbahn, der Abellio sowie die S-Bahnlinie 28 zwischen Mettmann und Kaarst.

Schon im Laufe des Dienstag könnte es laut Bahn zum Ausfall von ersten Verbindungen kommen. Bei den Vorbereitungen auf den Ausstand würden einzelne Züge aus dem laufenden Fahrplan genommen und auf Startpositionen gestellt, um sie am Mittwoch als Ersatzzüge einsetzen zu können, sagte der Bahnsprecher.

Im Güterverkehr sollen die Züge erst am Freitagmorgen um 9 Uhr wieder rollen. Bis dahin hätten für die Versorgung wichtige Züge Vorrang, kündigte die Bahn an.

Es ist die siebte Warnstreik- oder Streikaktion seit Beginn die Tarifkonflikts. Zuletzt hatten die Lokführer Anfang November gestreikt. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Geld eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche sowie eine Begrenzung der Überstunden. - dpa

Quelle: wa.de

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