10 Jahre YouTube: Das sind die neuen Videostars

Vor 10 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Youtube. Mittlerweile sind die Internet-Videos überall präsent, Youtube-Stars werden von ihren jugendlichen Fans bestürmt. Wir haben 10 dieser neuen Stars und Phänomene herausgesucht.

Fast jeder kennt die Youtube-Videos, die in den letzten Jahren zum Massenphänomen geworden sind. Junge Menschen zeigen anderen jungen Menschen, wie man Nudeln kocht, eine Kokosnuss schält, das nächste Level bei Minecraft erreicht oder den perfekten Lidstrich zieht. Unter Jugendlichen in Deutschland ist die Plattform das beliebste Online-Angebote überhaupt: 30 Prozent der 12- bis 19-Jährigen nennen Youtube als eine der Webseiten, die sie häufig nutzen.

Für Jugendliche sind die Videomacher die neuen Stars. Millionen Abonnenten verfolgen die Videos von bekannten Youtubern. Auch in Deutschland gibt es eine Handvoll dieser Stars mit hunderttausenden Fans, darunter Ratgeber Sami Slimani, die singenden Zwillinge DieLochis, Videospieler Simon Unge oder die Modebloggerin Daaruum.

Me at the zoo

Mit einem ziemlich sinnfreien Clip startete die Geschichte von Youtube. Gründer Jawed Karim stand am 15. Februar 2005 im Tierpark und referierte knapp 20 Sekunden vor dem Elefantengeheges. Seine Erkenntnis: Elefanten haben lange Rüssel. Und mehr gebe es auch nicht zu sagen. Zusammen mit Chad Hurley und Steve Chen ging es ihm natürlich vor allem um die technische Machbarkeit bei seinem Videoportal. Das Video ist auch heute noch online.

Bissiges Brüderchen

Der Clip ist keine Minute lang, wenig spannend und auch nicht besonders witzig. Trotzdem haben über 800 Millionen Menschen gesehen, wie der kleine Charlie Davies-Carr seinen älteren Bruder Harry in den Finger beißt. Für seine Eltern war dieses Video schon über 150 000 Euro wert. So viel Geld hat Familie Davies-Carr über die Werbung eingenommen, die Youtube rund um das Video einspielt. Die Familie kaufte sich davon ein schmuckes Häuschen.

Milliarden-Rekord

Park Jae-Sang sieht so gar nicht aus wie ein Superstar. Doch vielleicht gerade das und sein ungewöhnlicher Tanzstil haben den 37-jährigen Südkoreaner schwer reich gemacht. 2012 verbreitete sich sein Lied „Gangnam Style“ weltweit in einer unfassbaren Geschwindigkeit. Bis heute wurde sein Musikvideo 2,2 Milliarden Mal angeklickt – Weltrekord! In „Gangnam Style“ macht sich der Rapper über die hochnäsigen Bewohner im Ortsteil seiner Heimatstadt Seoul lustig.

Der erste Youtube-Superstar

Justin Bieber stellte 2007 erste selbst gefilmte Musikvideos bei Youtube online. Der Musikmanager Scooter Braun wurde auf den damals zwölfjährigen Bieber aufmerksam und lud ihn für Probeaufnahmen ein. Der Rest ist Geschichte…

Skandal: „Dunk dem Herrn“

Für den WDR war ihre Satire zu provokant: Komikerin Caroline Kebekus rappte als Nonne verkleidet kirchenkritische Reime. Die Fernsehmacher nahmen das Video aus dem Programm. Auf ihrem Youtube-Kanal verbreitete Kebekus den Clip weiter.

Beliebtes Vorspiel

„Gronkh“ ist der deutschsprachige Youtube-Nutzer mit den meisten Abonnenten. Zugegeben eine Parallelwelt, aber dort erfolgreich: 3,5 Millionen Menschen folgen Erik Range – so heißt der 37-Jährige im echten Leben – und seinen Spieletest-Videos.

Schönheitstipps im Video

Nilam Farooq gehört zu den deutschen Youtube-Stars. Mode und Schönheit sind die Themen der jungen Schauspielerin, die fast eine Million Abonnenten hat. Sie gibt Styling-Tipps, verbreitet leckere Rezepte und philosophiert auch manchmal über das Leben an sich. Für den Videoblog, den sie unter ihrem Pseudonym „daruum“ führt, hat sie bereits mehrere Preise bekommen – und sie macht sich so einen Namen für Schauspiel-Jobs.

Das längste Musikvideo der Welt

Der Ohrwurm des Jahres 2014 löste eine Youtube-Welle aus. Fröhliche Menschen tanzen zu Pharell Williams’ Hit „Happy“ durch die Straßen. Von der kleinen Gemeinde bis zur Großstadt drehen alle ihr eigenes „Happy“-Video. Der Clou am Original: Es ist das 24-stündige Musikvideo der Welt. Man findet tatsächlich zu jeder Stunde des Tages einen Echtzeit-Clip. Viele Promi haben in den verschiedenen Videos Kurzauftritt.

So tanzt New York

Erst bewegt sich nur einer, dann tanzt die ganze Meute ekstatisch: Der „Harlem Shake“ überschwemmte 2013 Youtube. Der „Virus griff wochenlang um sich mit immer neuen Parodien. An allen Orten der Welt, unter Wasser, über Wasser, nackt, angezogen, im Schnee, in der Wüste. Die Welle ins Rollen brachte der Internetkomiker Filthy Frank mit seinem Video. Vor allem mit recht zweideutigen Tanzbewegungen: Schultern zurück, Hüften voraus.

Selbstironische Reklame

Gut gemachte Werbung verbreitet sich von allein. Der Einzelhandelskonzern Edeka hat ein Beispiel dafür geliefert: Das kuriose Musikvideo „Supergeil“ mit dem Universal-Künstler Friedrich Liechtenstein hat über 18 Millionen Klicks gesammelt.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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