Internet-Ermittler werden ausgebremst

+
Die Polizei jagt Kriminelle im Internet. ▪

DÜSSELDORF ▪ Der Wegfall der Vorratsdatenspeicherung bremst Ermittler bei der Jagd nach Kriminellen im Internet. Das beklagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) gestern in Düsseldorf. Er kritisierte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Weil diese sich wegen „pseudoliberaler Erwägungen“ weigere, die Datenspeicherung neu zu regeln, stelle sie „Datenschutz über den Schutz vor Straftätern“, eine Haltung, die „nah an der Strafvereitelung“ sei. Die FDP reagierte empört.

Vor einem Jahr hatte das Bundesverfassungsgericht die bis dahin geltenden Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung verworfen und eine Neuregelung angemahnt. Jäger betonte, dass man eine „Mindestspeicherdauer“ brauche. Wegen des Wegfalls der gespeicherten Daten seien NRW-Ermittlern im vergangenen Jahr in 139 Fällen von Kinderpornografie die Täter durch die Lappen gegangen. Auch den Mordfall Mirco hätte man möglicherweise schneller lösen können. ▪ HOLGER DRECHSEL

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.