Wann bin ich dran?

Impfreihenfolge in NRW: Wann bin ich dran? Impftermine für diese Gruppen

Viele in NRW warten auf ihre Impfung gegen Corona. In der Impfreihenfolge hat sich kürzlich etwas getan. Eine neue Priorisierungsgruppe wurde freigeben. Wer sich impfen lassen kann.

Hamm - Der Start der Impfungen gegen das Coronavirus lief schleppend. Doch seit Anfang April hat die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen an Fahrt aufgenommen. Mittlerweile gehört NRW sogar zu den Musterländern in Sachen Impfen. Doch auch an Rhein und Ruhr warten noch Millionen Menschen auf ihren Impftermin und fragen sich: Wann bin ich dran? Eine aktuelle Übersicht zeigt die Gruppen der Impfreihenfolge. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
LandeshauptstadtDüsseldorf
Fläche34.098 km²
Einwohner17.947.221 (31. Dezember 2019)

Impfreihenfolge in NRW: Wann bin ich dran? Diese Gruppen können Impftermin buchen

Lange Zeit sah es düster aus: Der Start der Corona-Impfungen in den Altenheimen und Impfzentren in NRW war langsam und mit Problemen behaftet. Erst Anfang April, als auch die Hausärzte in den Kampf gegen Corona einbezogen wurden und Impfstoff erhielten, stieg die Zahl der Geimpften.

Angesichts der besser werdenden Zahlen sprach NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Ende April sogar von einem Impftempo „wie in den USA“. Nach Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums von Jens Spahn (CDU) wird in Deutschland aktuell im Schnitt in einer Sekunde acht Menschen geimpft. Besonders gut geht es im Bundesländervergleich in Nordrhrein-Westfalen voran: Fast jeder Dritte hat bereits mindestens eine Impfung etwa mit Biontech oder Astrazeneca erhalten (Stand 5. Mai, 10 Uhr: 31,0 Prozent).

Gut 5,6 Millionen Bürger von NRW genießen also bereits einen Schutz gegen das Coronavirus. Die meisten von ihnen gehören zur Gruppe der Alten und schwer Vorerkrankten, die in der Gruppe 1 („Höchste Priorität“) und Gruppe 2 („Hohe Priorität“) neben Angehöriger wichtiger Berufsgruppen geimpft wurden. Diese Impfreihenfolge wurde vom Bund in der Corona-Impfverordnung festgelegt.

Impfreihenfolge in NRW: Personen der Priorisierungsgruppe 3 sind dran

Bei der Corona-Impfkampagne in NRW wird seit Donnerstag, 6. Mai, die Priorisierungsgruppe 3 („Erhöhte Priorität“) mit einbezogen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch an. Für einen Teil der Personen, die zu dieser Gruppe gehören, können dann Impftermine gebucht werden. Dazu gehören in einem ersten Schritt:

  • Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren
  • Eltern von schwer erkrankten Minderjährigen
  • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten: Dazu zählen grundsätzlich alle im Verkauf Beschäftigten inkl. der Teilzeitbeschäftigten, Auszubildenden oder Minijobber.
  • Lehrer sowie weitere Beschäftigte an weiterführenden Schulen
  • Beschäftigte im Justizvollzug mit Gefangenenkontakten
  • Gerichtsvollzieherinnen und -vollzieher
  • Beschäftigte in den Servicebereichen der Gerichte und Justizbehörden, Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte
  • Beschäftigte im Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz

Impfreihenfolge in NRW: So funktioniert der Nachweis

Wichtig: Der Nachweis der Impfberechtigung muss bei den Berufsgruppen über eine Arbeitgeberbescheinigung erfolgen. Diese ist zum Impftermin im Impfzentrum mitzubringen. Zudem ist das Arbeitsstättenprinzip aufgehoben. Die oben genannten Personengruppen können einen Termin in einem Impfzentrum ihrer Wahl vereinbaren.

Bei Kontaktpersonen muss das vom Gesundheitsministerium bereitgestellte Formular genutzt werden. Kontaktpersonen von Schwangeren haben darüber hinaus eine Kopie des Mutterpasses und Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen eine Kopie des Nachweises der Pflegekasse über den Pflegegrad der pflegebedürftigen Person vorzulegen. Die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen müssen nicht als Pflegepersonen bei der Pflegekasse benannt sein. Das Alter und die Art der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der pflegebedürftigen Person sind für die Impfberechtigung unerheblich.

Bei Eltern von schwer erkrankten Minderjährigen muss dem Impfzentrum eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden, die bestätigt, dass das Kind zu der Personengruppe nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV gehört.

Impfreihenfolge in NRW: Diese Personen gehören zu den einzelnen Gruppen

In der vom Bund in Absprache mit der Ständigen Impfkommission erstellten Impfreihenfolge in der Corona-Pandemie gibt es vier Gruppen:

  • Gruppe 1 (aktuell): Höchste Priorität in der Corona-Impfreihenfolge haben alle über 80-Jährigen, Bewohner und Personal von Pflegeheimen, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst. Neu dazu gekommen sind bettlägerige Menschen über 80 und Personen mit Pflegegrad 4, sie werden zu Hause geimpft. Zwei Kontaktpersonen können bei dem Termin mitgeimpft werden.
  • Gruppe 2 (aktuell): Hohe Priorität haben Personen ab 70 Jahren, Menschen mit Trisomie 21, Demenzkranke, Transplantationspatienten, Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie Bereitschaftspolizisten. Auch Kita-Mitarbeiter sowie Lehrer an Grund-, Sonder- und Förderschulen werden der Gruppe zwei zugeordnet.
  • Gruppe 3 (ab 6. Mai): Die dritte Gruppe besteht zum größten Teil aus Personen, die über 60 sind. Außerdem gehören Personen dazu, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf einer Corona-Erkrankung haben, Mitglieder von Verfassungsorganen und Menschen aus Unternehmen dazu, die Teil der kritischen Infrastruktur sind. Hier können Sie nachlesen, wer in NRW genau berechtigt ist und zur Gruppe 3 gehört.
  • Gruppe 4: Dazu zählen all diejenigen, die in der Verordnung zur Impfreihenfolge bis dato noch nicht erwähnt worden sind. Weitere Kategorisierungen und Priorisierungen sind jedoch nicht auszuschließen.

Anmeldung zur Corona-Impfung in NRW: Online und per Telefon anmelden

Wer zu den oben genannten Gruppen gehört, kann sich auf mehreren Wegen für eine Corona-Impfung in NRW anmelden:

  • Telefon: 0800/116 117 02 (Westfalen-Lippe)
  • Telefon: 0800/116 117 01 (Rheinland)
  • Online: www.116117.de

Für Corona-Geimpfte und Genesene in NRW gelten seit Montag Lockerungen - etwa für den Friseur oder „Click and Meet“. Dafür bedarf es eines entsprechenden Nachweises.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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