Illegales Straßenrennen am Montagabend

Die Führerscheine sind sie los: Polizei stoppt Autorennen 

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Die Fahrlinie des BMW auf der mittleren Spur ist deutlich mitsamt Driftspuren zu erkennen.

Dortmund - Die Dortmunder Polizei hat ein illegales Autorennen in der Innenstadt gestoppt. Der Wallring gilt als beliebter Ort für die gefährlichen Wettkämpfe. 

Nach Angaben der Beamten vom Dienstag rasten ein 25- und ein 35-Jähriger am Montagabend mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch die Stadt. 

Die Polizisten hatten die beiden BMW in der "Poleposition" auf dem linken und mittleren Fahrstreifen entdeckt. Erwartungsgemäß heulten die Motoren der beiden Autos beim Umschalten auf Gelb laut auf. Die Polizeibeamten beobachteten und hörten zudem durchdrehende und qualmende Reifen.

Fahrer waren nicht einmal geübt am Steuer

Bei Grün gaben die beiden unter Aufwirbeln einer Staubwolke Gas - und davon nicht wenig. Die Geschwindigkeit unterschied sich dabei deutlich von der anderer Verkehrsteilnehmer, der Abstand zu den unbeteiligten Fahrzeugen vergrößerte sich rasant.

Schnell wurde klar, dass es sich bei dem Fahrer auf dem mittleren Fahrstreifen um keinen geübten Mann am Steuer handeln kann: Die Polizeibeamten sahen das Heck des Fahrzeugs immer wieder nach rechts und links ausbrechen und dabei in andere Fahrstreifen schleudern.

Fahrer: 170 PS würden für das Rennen nicht ausreichen

Vollauf mit sich und den Autos beschäftigt, nahmen die Rennfahrer den Streifenwagen hinter sich offenbar nicht wahr. Der polizeilichen Einladung mit Blaulicht und Martinshorn zu einer Kontrolle folgten sie schließlich auf dem Südwall, in Höhe des Parkplatzes Friedensplatz.

Hier wurde beiden Männern (25- und 35-jährige Dortmunder) der Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eröffnet. 

Während der 25-Jährige zwar nicht direkt eine Beteiligung an einem Rennen zugab, trotzdem aber eine Geldstrafe sofort hätte bezahlen wollen, stritt der 35-Jährige alles ab. Unter anderem erläuterte er den Polizeibeamten, dass sein BMW mit 170 PS für ein Rennen nicht ausreichend motorisiert sei.

Führerscheine wurden sicher gestellt

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft stellten die Beamten den Führerschein des 25-jährigen sicher, den des 35-jährigen mussten sie nach dessen Widerspruch beschlagnahmen. Beiden Männern untersagten sie die Weiterfahrt und auch das sonstige Führen von fahrerlaubnispflichtigen Kraftfahrzeugen im öffentlichen Verkehrsraum.

Im Nachgang sicherten die Polizeibeamten die Reifen-/Driftspuren an der Startlinie des Rennens. Deutlich zu erkennen die Fahrlinie des BMW auf dem mittleren Fahrstreifen, die teilweise in den rechten hineinragt.

Für einige Zeit werden die Männer nun darauf verzichten müssen, hinter dem Lenkrad eines fahrenden Autos sitzen zu dürfen - auch wenn es nur niedrig motorisierte Fahrzeuge sind... 

Quelle: wa.de

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