Nach folgenschwerem Unfall in Hagen

Illegales Autorennen? Verteidiger prüfen Gerichtsbesetzung

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Die beiden Angeklagten mit ihren Verteidigern.

[Update 11.39 Uhr] Hagen - Zwei Autos rasen durch Hagen, es kommt zu einem folgenschweren Unfall. Haben sich die beiden Fahrer ein illegales Rennen geliefert? Seit Montag stehen die mutmaßlichen Raser vor Gericht - doch der Prozess wird zunächst unterbrochen.

Vor dem Hagener Landgericht hat am Montag der Prozess um ein mutmaßliches illegales Autorennen begonnen. Angeklagt sind zwei 34 und 47 Jahre alte Männer, die in Hagen einen Unfall mit fünf Verletzten verursacht haben sollen. 

Noch vor der Verlesung der Anklageschrift gegen die zwei mutmaßlichen Raser wurde die Verhandlung jedoch bis zum Mittag unterbrochen. Die Verteidiger des jüngeren Beschuldigten wollen die ordnungsgemäße Besetzung des Gerichts überprüfen, nachdem eine unentschuldigt fehlende Schöffin kurzfristig durch einen Hilfsschöffen ersetzt worden war. Dadurch hatte sich der Beginn des Verfahrens am Montagvormittag verzögert. 

In Hagen hat der Prozess gegen zwei mutmaßliche Raser begonnen, die bei einem Unfall vier Menschen zum Teil schwer verletzt haben sollen.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass sich die beiden Angeklagten am 19. Mai 2016 einen illegalen Wettstreit geliefert hatten. Beide Fahrzeuge waren mit hoher Geschwindigkeit in den Gegenverkehr geraten, wo es zum Zusammenstoß mit zwei anderen Autos kam. 

Bei dem folgenschweren Unfall hatte ein sechsjähriger Junge lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Auch seine elf Jahre alte Schwester und die 37-jährige Mutter kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Anklage lautet auf vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässige Körperverletzung. 

In den Gegenverkehr gerieten die beiden mutmaßlichen Raser offenbar deshalb, weil ein am Straßenrand geparkter Kleinwagen plötzlich losfuhr und auf die rechte der beiden Spuren einscherte. Bei dem Zusammenprall wurde noch ein weiteres Auto stark beschädigt. Auch dessen Fahrer und der Ältere der Angeklagten erlitten Verletzungen. 

Die Diskussion über den Umgang der Justiz mit illegalen Autorennen hatte Ende Februar zusätzlichen Schub erhalten, als das Landgericht Berlin erstmals zwei Raser wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte. - dpa

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Quelle: wa.de

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