Mäuse mussten in Münster leiden

Illegale Tierversuche an Uni-Klinik bestätigt

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Symbolbild

Münster - An der Hautklinik der Uni Münster hat es tatsächlich illegale Tierversuche mit Mäusen gegeben. Entsprechende Hinweise bestätigte am Dienstag ein Sprecher der Stadt Münster nach umfangreichen Ermittlungen der Veterinärbehörde.

Die Stadt erstattete Strafanzeige gegen drei Mitarbeiter der Klinik, weil diese „erheblich gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben“, wie Stadtsprecher Joachim Schiek sagte. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. 

Die Vorwürfe sind massiv, so Schiek: „Die Veterinärbehörde stellte bei etlichen Mäusen eindeutige Symptome fest, die auf länger anhaltende, erhebliche Schmerzen und Leiden der Tiere hinwiesen.“

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Leiden, die die Verantwortlichen in der Hautklinik hätten erkennen und beenden müssen. Darüber hinaus hätten die Ermittler auch einen „nicht genehmigten chirurgischen Eingriff an einem Tier festgestellt“, so die Stadt. 

In einem anderen Fall sei ein Versuch mit Mäusen anders als genehmigt abgeschlossen worden. Das Tierschutzgesetz ist in solchen Fällen laut Stadt eindeutig: Wer einem Wirbeltier „länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt“, muss mit Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren rechnen. 

Die Ermittler vom städtischen Veterinäramt waren nach einem anonymen Hinweis am 20. Juni auf eine nicht genehmigte Anlage mit den Versuchsmäusen an der Uniklinik gestoßen. Sechs von 77 Tieren mussten wegen ihres außerordentlich schlechten Zustands getötet werden.

Quelle: wa.de

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