Metaller wollen 5,5 Prozent mehr Geld - Arbeitgeber: "unverträglich"

SPROCKHÖVEL/DÜSSELDORF - In der bevorstehenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie hat sich die IG Metall NRW für eine Lohnerhöhung um 5 bis 5,5 Prozent ausgesprochen. Die Arbeitgeber lehnen das ab. Friedenspflicht herrscht bis Januar 2015.

Diesen Forderungsrahmen beschloss die Tarifkommission der Gewerkschaft am Freitag in Sprockhövel. Zudem solle die tarifliche Altersteilzeit verbessert und ein Anspruch auf Bildungsteilzeit durchgesetzt werden, teilte die IG Metall in Düsseldorf mit.

Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber wiesen die Forderungsempfehlung zurück. Sie sei "unverträglich mit der wirtschaftlichen Entwicklung", hieß es in einer Mitteilung.

Auch die sechs anderen regionalen Tarifkommissionen der IG Metall-Bezirke empfahlen, mit Lohnforderungen von fünf bis sechs Prozent in die Verhandlungen mit den Arbeitgebern zu gehen.

Am kommenden Dienstag (11. November) wird der IG-Metall-Vorstand eine bundesweite Empfehlung abgeben. Nach Beratungen in den Betrieben wollen die regionalen Tarifkommissionen ihre endgültige Forderung am 25. November festzurren. Zwei Tage später beschließt der IG Metall-Vorstand die bundesweite Forderung.

Erstmals wird über den neuen Tarifvertrag für die etwa 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in NRW am 15. Januar 2015 in Siegen verhandelt.

Am 28. Januar 2015 endet die Friedenspflicht. Bundesweit sind in der Branche rund 3,7 Millionen Menschen beschäftigt.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.