Hunderte Buß- und Verwarngelder zum "Car-Freitag"

DORTMUND - Am Karfreitag treffen sich jedes Jahr viele Auto-Fans - oft zu illegalem Treiben. Die Polizei hält die Szene an der kurzen Leine.

Mit massiven Kontrollen ist die Polizei am berüchtigten "Car-Freitag" wieder gegen Raser und illegale Auto-Basteleien der Tuning-Szene vorgegangen. Aus dem ganzen Land berichteten Polizeistationen von Hunderten Verwarnungs- und Bußgeldern. Etliche manipulierte Autos wurden stillgelegt, manchen Fahrern Platzverweise erteilt.

Seit Jahren kommen Auto-Bastler am Karfreitag an verabredeten Orten zusammen, um ihre Werke zu präsentieren. In Dortmund wurden die Polizisten zudem zu Augenzeugen eines illegalen Straßenrennens, wie die Polizei am Ostermontag mitteilte. Drei Autos wurden daraufhin kontrolliert. Die Insassen erhielten Platzverweise; die Fahrer bekommen außerdem eine Anzeige.

Allein im Kreis Gütersloh kontrollierte die Polizei nach eigenen Angaben fast 1500 Fahrzeuge, kassierte 245 Verwarnungsgelder und stellte 67 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten aus. Die heftigste Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit gönnte sich ein 26-Jähriger, der mit 146 Stundenkilometern statt der erlaubten 70 an den Beamten vorbeiflog. Jeder Fünfte sei zu schnell gefahren, stellte die Polizei fest. In Bielefeld zählten die Kollegen fast 100 Raser und verzeichneten nur eine "geringe Resonanz" in der Tuningszene für den "Car-Freitag".

In Duisburg verhängte die Polizei bei gut 1000 Kontrollen 90 Anzeigen bzw. Verwarnungsgelder. In Oberhausen beobachteten die Ordnungshüter das Treiben von rund 150 Tuningfans, mussten aber kaum eingreifen. Die Dortmunder Polizei kontrollierte insgesamt 245 Autos in der Innenstadt und auf einem ehemaligen Industriegelände; 51 Tempoverstöße wurden aktenkundig.

Bei soviel Polizeipräsenz gingen auch andere ins Netz: Eine Spedition fing sich im Kreis Gütersloh zwei Anzeigen wegen vorsätzlicher Missachtung des Feiertagsfahrverbots ein. Und in Bielefeld entdeckten die Beamten das genaue Gegenteil von Auto-Tuning: Ein Radfahrer war im Dunkeln ohne Lichtanlage und mit nur einer Bremse auf einem so genannten "Fixie" unterwegs - einem Fahrrad ohne Leerlauf mit Minimalausstattung, das laut Polizei auf öffentlichen Straßen gar nicht benutzt werden darf.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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