Holzfenster streichen und pflegen

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Holzfenster streichen ist eine unangenehme Arbeit. Sie können sie sich aber erleichtern.

Davor würde man sich gerne drücken: Holzfenster streichen ist anstrengend und vor allem langweilig. Doch wenn Sie einige Tipps beachten und Ihren Rahmen richtig pflegen, sparen Sie sich viel Geld, Zeit und Mühe.

Spezialmilch fürs Holzfenster statt Streichen

Die Zeiten, als Sie einmal pro Jahr Ihre Holzfenster streichen mussten, sind vorbei. Wenn Sie die Rahmen mit einer speziellen Pflegemilch behandeln, können Sie über Jahre aufs Streichen verzichten. Dieses Mittel, das Sie im Baumarkt oder im Internet bekommen, tragen Sie ein- bis zweimal pro Jahr nach dem Fensterputzen auf. Damit machen Sie den Rahmen unempfindlicher gegen Wind und Wetter. Wischen Sie das Holz ab und zu mit einem Spezialreiniger ab, bleibt die Oberfläche noch besser erhalten.

Wenn Sie Ihr Holzfenster streichen, achten Sie auf passende Beschichtung. Abhängig von der Bauart haben Sie die Wahl zwischen lasierenden oder deckenden Überzügen. Der Bundesverband ProHolzfenster hat eine Tabelle entwickelt, die Ihnen hilft, den richtigen Anstrich zu wählen. Nur die Farbe müssen Sie selbst aussuchen.

Anstrich nach der Wetterseite aussuchen

Bei der Wahl des Anstrichs ist mitentscheidend, welchem Wetter das Holz trotzen muss. Regenseite und eine ungeschützte Lage erfordern eine andere Farbe als die überdachte Sonnenseite. Beachten Sie diese Kriterien schon beim Kauf. Wichtig ist, den alten Lack gegebenenfalls abzuschleifen, bevor Sie die Holzfenster streichen. Sonst hält der neue Anstrich nicht.

Die richtige Wahl neuer Fenster spart Geld

Achten Sie beim Kauf neuer Fenster darauf, die „Bewitterung“ richtig zu analysieren. Das spart Ihnen langfristig viel Geld und Mühe. So können Sie entscheiden, welche Holzart passend ist, wie der Rahmen vorbehandelt sein muss oder wie er beschichtet sein sollte. Es gibt unzählige Varianten. Sammeln Sie vor Ihrer Entscheidung Informationen rund um Fenster aus Holz und lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Fachmann beraten. Er erklärt Ihnen auch, wann Sie zum ersten Mal ihre Holzfenster streichen müssen.

Neue Holzfenster brauchen besondere Aufmerksamkeit. Hier einige Empfehlungen, wie Ihre Fenster die erste Zeit gut überstehen:

  • Lassen sie die Schutzfolien zwischen Rahmen und Flügel mindestens zwei Monate kleben. So verhindern Sie, dass die Bauteile aneinander haften.
  • Reinigen Sie die Fenster frühestens nach drei bis vier Wochen. Die Silikon-Versiegelung ist erst dann ausgehärtet. Sonst riskieren Sie hartnäckige Schlieren auf der Scheibe.
  • Achten Sie darauf, das Silikon an den Rändern nicht mit spitzen Gegenständen, rauen Tüchern oder scharfen Reinigungsmitteln zu beschädigen.

Pflege endet nicht beim Streichen

Bei einem Fenster – egal ob aus Holz oder Kunststoff – muss nicht nur der Rahmen gewartet werden. Auch die Beschläge sollten gepflegt werden:

  • Prüfen Sie Ihre Fensterbeschläge mindestens einmal im Jahr darauf, ob sie fest sitzen. Ziehen Sie lose Schrauben nach oder erneuern Sie diese.
  • Denken Sie daran, alle beweglichen Teile und Verschlussstellen zu fetten oder zu ölen.
  • Verwenden Sie nur Schmiermittel ohne Silikon - zum Beispiel Kriechöl.
  • Wenn Sie Ihre Holzfenster streichen, achten Sie darauf, dass keine Farbe auf die Beschläge kommt.
  • Die Beschläge sollten leichtgängig sein und weder kratzen noch ruckeln. Im Zweifel lassen Sie das von einem Fachmann erledigen.

Quelle: wa.de

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