Zum Schutz der Anwohner

Bündnis gegen Motorradlärm im Sauerland

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MESCHEDE - Was für Biker Spaß bedeutet, belästigt die, die an den beliebten Ausflugsstrecken im Sauerland wohnen. Die Bürgermeister der Städte Meschede, Arnsberg, Sundern und Schmallenberg haben sich mit der Kreispolizeibehörde und der Kreisverwaltung zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um die Lärmbelästigung zu stoppen.

Wie laut ein Fahrzeug sein darf, ist in der Straßenverkehrsordnung festgeschrieben – 80 Dezibel sind dabei der Höchstwert. Viele Motorräder sind aber deutlich lauter. Nicht selten erhöhen die Fahrer die Lautstärke durch Manipulation des Auspuffs. Bisher hatte die Polizei im Hochsauerlandkreis keine Handhabe gegen die Lärmbelästiger. Außerdem nutzten die bisherigen Kontrollen der Polizei wenig. Denn wie der WDR verkündete, lasse sich bei neueren Maschinen die Lautstärke auf Knopfdruck regeln. Wenn die Beamten die Motorradfahrer anhielten, sei der Auspuff meist wieder auf legale Lautstärke umgeschaltet.

Die Bürgermeister der Städte Meschede, Schmallenberg, Arnsberg und Sundern haben sich jetzt mit der Polizei und dem Hochsauerlandkreis in dem Bündnis „Ordnungspartnerschaft Motorradlärm“ zusammengeschlossen, um der Lärmbelästigung entgegenzuwirken. Die Polizei wird nicht mehr nur Geschwindigkeitsmessungen durchführen, sondern mit dem Schallpegelmesser den Motorradlärm direkt nachweisen.

Wer mit seiner Maschine die zugelassene Dezibelzahl um fünf übersteigt, muss mit einem Bußgeld von 90 Euro rechnen. Werden Manipulationen an dem Fahrzeug festgestellt oder werden zehn Dezibel überschritten, muss der Fahrer 180 Euro zahlen. Hier handelt der Motorradfahrer grob verkehrswidrig. Hinzu kommt die sofortige Stilllegung – dann muss umständlich die Betriebserlaubnis neu beantragt werden. Wie das Onlineportal „Der Westen“ mitteilte, sehe Josef Jakobi, Leiter der Direktion Verkehr, eine schnelle Verbreitung der neuen Maßnahmen innerhalb der Szene, wenn einem Motorradfahrer der Lärm nachgewiesen werde.

Die Bürgermeister machten deutlich: Es geht nur um eine Minderheit von Motorradfahrern. Und Sunderns Bürgermeister Detlef Lins sagte laut „Der Westen“, dass jeder Motorradfahrer willkommen sei, sich aber auch an die Regeln halten müsse. Auch Straßensperrungen sind nicht ausgeschlossen, aber derzeit nicht geplant. Geprüft werde im Rahmen der Partnerschaft auch, eine Parkraumbewirtschaftung für Motorräder an den besonders belasteten Bereichen einzuführen. - vg

Quelle: wa.de

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