Blick in Wälder und Gewässer, auf Schiene und Straße

Hitze in NRW: DLRG warnt - Forstämter in Alarmbereitschaft

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Düsseldorf - Es ist heiß: Die DLRG warnt vor Übermut auf der Suche nach Abkühlung in unbewachten Gewässern. Schienen und Straßen geben mancherorts der Hitze nach und die Forstämter sind in Waldbrand-Alarmbereitschaft.

Frühsommerliche Hitze hat Nordrhein-Westfalen fest im Griff. Viele suchen Suche nach Abkühlung beim Baden in Baggerseen und Flüssen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor Leichtsinn und Übermut an ungesicherten Gewässern. Trockenheit heißt hingegen das Problem, mit dem Forstwirte zu kämpfen haben. 

Bereits am Montag ertrank ein Jugendlicher in einem Badesee bei Kerken am Niederrhein, ein weiterer wird nach dem Schwimmen im Rhein in Köln vermisst. Die DLRG warnt: Hohe Lufttemperaturen und kühle Wassertemperaturen machen den Sprung ins kalte Nass zur Schockbelastung für das Herz-Kreislauf-System. 

Beim Baden in Flüssen seien Strömungen und Strudel sowie der Sog und Wellenschlag durch Schiffe große Gefahren. "Unklare Ufersituationen, Bauteile aus früherer Nutzung der Gewässer und Schlingpflanzen", seien große Risikofaktoren beim Baden, sagte Michael Grohe vom DLRG-Landesverband Nordrhein. 

Abkühlung braucht auch die Deutsche Bahn: Die Schienen seien zu heiß um daran zu arbeiten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Aus diesem Grund verzögern sich Bauarbeiten an Gleisen zwischen Duisburg und Gelsenkirchen. 

Mitunter macht die enorme Hitze auch Straßen zu schaffen. In Castrop-Rauxel schmolz am Montag der Asphalt einer innerstädtischen Straße. Dass so etwas auf Autobahnen oder Landstraßen geschieht, hält der Sprecher des Straßenbaubetriebs Straßen-NRW, Bernd Löchter, jedoch für nahezu ausgeschlossen. 

"In Süddeutschland gibt es immer mal wieder Probleme mit Hitzeschäden auf Autobahnen, die aus Betonblöcken gebaut sind." In Nordrhein-Westfalen sei das aber bislang nie vorgekommen. 

Für die Waldbrandgefahr stellt der Deutsche Wetterdienst einen Index auf: Für weite Teile Nordrhein-Westfalens weist dieser Gefahrenstufe vier von fünf aus. Michael Börth vom Regionalforstamt Ruhrgebiet erwartet, dass der Index in den nächsten Tagen die höchste Stufe erreichen wird. 

Die Forstämter sind bereits in Alarmbereitschaft. "Die Forstämter stehen den Feuerwehren auch außerhalb der Dienstzeiten für mögliche Waldbrandeinsätze zur Verfügung", erklärte der Experte. 

Wenn nötig könnten dann zwar auch Wälder gesperrt werden, doch Börth sieht sein Revier gut aufgestellt: "Die soziale Kontrolle ist erfahrungsgemäß so groß, dass kleine Rauchsäulen sofort übers Handy gemeldet werden." Wichtig sei, dass Waldbesucher sofort die Notrufnummer 112 wählten und nicht erst versuchten, den Förster zu informieren. - dpa

Quelle: wa.de

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