Hilfspfleger-Fall: Staatsanwälte prüfen mögliche Versäumnisse

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Essen - Im Fall eines in München unter Mordverdacht stehenden Hilfspflegers prüft die Staatsanwaltschaft Krefeld mögliche Versäumnisse nordrhein-westfälischer Ermittler.

Es geht um den Fall eines 91-Jährigen aus Mülheim, der im Mai 2017 mit Unterzuckerung ins Krankenhaus gekommen und dort zwei Monate später gestorben war. Zuvor war er von dem in Bayern festgenommenen Polen gepflegt worden. Sowohl die Essener Polizei als auch die Duisburger Staatsanwaltschaft hatten in dem Mülheimer Fall ermittelt.

Ein mögliches strafrechtliches Verhalten der Ermittler werde geprüft, sagte ein Sprecher der Krefelder Staatsanwaltschaft. Die Essener Polizei hatte im März selbst Fehler bei den Ermittlungen eingeräumt und fünf Beamte vorläufig versetzt oder vom Dienst freigestellt. Sie sollen die Firma, die den Hilfspfleger vermittelt hatte, nur telefonisch und per E-Mail befragt und keine Erkundigungen über den Mann in anderen Bundesländern und in Polen eingeholt haben.

Die Krefelder prüfen ebenfalls, ob das Vorgehen der Duisburger Staatsanwaltschaft in Ordnung war. Diese hatte das Mülheimer Verfahren im Dezember eingestellt, weil der Aufenthaltsort des Hilfspflegers unbekannt war. Ein Haftbefehl wurde nicht erlassen. Die Duisburger hatten eigene Fehler nach einer internen Prüfung für möglich gehalten.

Unter Verdacht geraten war der 36 Jahre alte Hilfspfleger im Zuge der Ermittlungen eines Falls in München: In Ottobrunn soll er einen 87-Jährigen mit Insulin getötet haben. Seither wird er mit weiteren ungeklärten Fällen in ganz Deutschland in Verbindung gebracht.

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Quelle: wa.de

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