Haus sanieren – das ist wichtig

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Ersetzen Sie zuerst die alten Fenster, wenn Sie Ihr Haus sanieren. Hier geht besonders viel Energie verloren.

Die Fassade dämmen, neue Fenster einbauen, eine sparsame Heizung installieren – das sind nur drei Möglichkeiten, ein in die Jahre gekommenes Haus zu sanieren. Senken Sie den Energieverbrauch Ihres Hauses und sparen Sie Heizkosten. Wir verraten Ihnen, wie das geht.

Sanierung zum Energieffizienzhaus

Wer in einem Eigenheim wohnt, das mehr als 30 Jahre alt ist, macht sich früher oder später Gedanken darüber, die Wohnung oder das Haus zu sanieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert die Sanierung von älteren Häusern mit günstigen Krediten. Dafür hat sie den Begriff des Energieeffizienzhauses eingeführt. Der Energieverbrauch dieser Häuser liegt unter der Höchstgrenze für Neubauten, die die Energieeinsparverordnung (EnEV) erlaubt. Ein KfW-Effizienzhaus 70 zum Beispiel benötigt nur 70 Prozent der Energie.

Für die meisten Hausbesitzer lohnt sich eine Kombination verschiedener Sanierungsmaßnahmen, um den Energieverbrauch eines Effizienzhauses zu erreichen. Welche das sind, hängt vom Alter, Zustand und der Bausubstanz Ihres Hauses ab. Erkundigen Sie sich nach einem Energieberater in Ihrer Nähe. Er wird das Haus prüfen und Ihnen die passenden Sanierungsmöglichkeiten vorstellen.

Die Dämmung

Mit einer guten Isolierung können Sie Energie einsparen und die Heizungskosten senken. Die Dämmung hält nicht nur in der kalten Jahreszeit die Wärme im Haus, sondern auch im Sommer die Hitze draußen. Darüber hinaus verbessert sich Ihr Wohnklima: Wenn Sie mit einer Dämmung Ihr Haus sanieren, gibt es keine kühlen Wände mehr im Winter. Die warmen Innenwände verhindern auch, dass sich im Haus Schimmel bildet. Zudem verbessert das Isoliermaterial den Schallschutz Ihres Hauses.

Ob eine Innen- oder Außendämmung für Sie in Frage kommt, weiß Ihr Energieberater. Auch welcher Dämmstoff der richtige ist – Naturmaterialien wie Schafs- oder Holzwolle eignen sich genauso dafür wie industrielle Hightech-Produkte, – hängt von Ihren Vorlieben und den Empfehlungen Ihres Energieberaters ab.

Die Fenster

Bevor Sie Ihr Haus sanieren, lassen Sie die Fenster überprüfen. Wurden diese vor 1970 eingebaut, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einfach verglaste Fenster. Bei solchen Fenstern geht besonders viel Heizungsenergie verloren. Pro Quadratmeter Fensterfläche kann dies in einem durchschnittlichen Winter die Wärme von bis zu 55 Litern Heizungsöl sein. Das ist nicht nur teuer, sondern auch schlecht für die Umwelt.

In den 70er-Jahren kam das Isolierglas auf: zwei Glasscheiben, die durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind. Dieser ist mit Luft gefüllt. Doch auch diese Fenster lassen viel Wärme aus dem Haus entweichen. Wenn Sie Ihr Haus sanieren, sollten Sie bei den Fenstern nicht sparen. Dreifachverglaste Fenster sind zwar teurer, aber drei Scheiben mit einem Edelgas in den Zwischenräumen isolieren um ein Vielfaches besser. Nur noch 10 Prozent der Wärme geht dabei verloren.

Die Heizung

Wenn Sie Ihr Haus sanieren, sollten Sie über eine neue, sparsame Heizung nachdenken. Fragen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach einem zuverlässigen Heizungsbauer. Werfen Sie auch einen Blick ins Internet. Auf manchen Portalen können Sie direkt nach Handwerkern und Heizungsbauunternehmen in Ihrer Nähe suchen.

Als besonders umweltfreundlich gelten Wärmepumpen. Sie nutzen die Umgebungswärme aus Erde, Wasser oder Luft. Ähnlich wie bei einem Kühlschrank nimmt das Kältemittel Energie auf und gibt sie an das Heizungswasser ab. Eine Wärmepumpe können Sie zum Heizen, zur Aufbereitung von Warmwasser sowie zum Lüften oder Kühlen Ihres Hauses einsetzen.

Wärmepumpen lassen sich gut nachträglichen einbauen, wenn Sie Ihr Haus sanieren. Sie benötigen lediglich den Platz für den Wasserkessel.

Quelle: wa.de

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