Klopapier und Co.

Gehen die Hamsterkäufe wieder los? Das sagen Lidl, Edeka und Co. zur Klopapier-Situation

Die Corona-Zahlen steigen rapide an. Gehen die Hamsterkäufe jetzt wieder los? Lidl, Aldi, Rewe, Edeka und Co. äußern sich zur aktuellen Lage. Eine Ministerin warnt.

Update vom 18. Oktober, 9.40 Uhr: Gehen die Hamsterkäufe wieder los? Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst.

VirusCoronavirus
KrankheitCovid-19
KrankheitserregerSARS-CoV-2
UrsprungVolksrepublik China

„Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund“, sagte Klöckner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor.“ Zu keiner Zeit in der Corona-Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen.

Dazu betonte die Ministerin: „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne.“

Hintergrund ist, dass große Supermarkt-Ketten wie Lidl oder Aldi über eine steigende Nachfrage nach bestimmten Produkten ähnlich wie im Frühjahr berichten - unter anderem Toilettenpapier. In sozialen Netzwerken machen Fotos von sich leerenden Regalen die Runde.

Corona-Welle: Gehen Hamsterkäufe wieder los? Das sagen Lidl, Edeka und Co. zur Situation

[Erstmeldung vom 16. Oktober] Hamm - Es waren Bilder, die den einen oder anderen Einkäufer schlichtweg fassungslos machten. Beim Gang durch den Supermarkt überall leere Regale. Kein Klopapier. Keine Nudeln. Und Reis? Ebenfalls leer. Aufgrund des Coronavirus* hatten viele Menschen die Befürchtung, wegen des Lockdowns nicht mehr vor die Tür zu können. Die Hamsterkäufe begannen.

Die Situation hatte sich längst wieder normalisiert. Doch nun steigen die Corona-Zahlen wieder rapide an. Gehen damit auch die Hamsterkäufe wieder los?

Hamsterkäufe wegen Corona? Lid, Aldi und Co. geben Entwarnung

In einigen Läden sind tatsächlich bereits einige leere Regale und Paletten zu entdecken. Stehen uns also ähnliche Verhältnisse bevor wie im Frühjahr zum Beginn der Corona-Pandemie? Müssen die Menschen wieder Hamsterkäufe tätigen?

Tatsächlich stellten einige Discounter erhöhten Bedarf an gewissen Produkten fest. „In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir vereinzelt eine leicht erhöhte Nachfrage in unserem Hygienesortiment“, teilt der Discounter Lidl auf Nachfrage von wa.de mit.

Das Unternehmen sei jedoch „auf eine Veränderung der Sachlage“ gut vorbereitet und könne „durch angepasste Maßnahmen schnell reagieren, um die Filialen mit ausreichend Ware zu versorgen“. Aldi Süd äußerte sich laut Wirtschaftswoche ähnlich und merkte an, dass auch Toilettenpapier betroffen sei und nun wieder mehr gehamstert werde.

Gehen Hamsterkäufe wieder los? Versorgungslage trotz Corona-Einschränkungen stabil

Aldi Nord erklärte unserer Redaktion, dass die Situation in den Märkten nach wie vor ruhig sei. „Die Versorgungslage ist trotz der teilweise weiterhin spürbaren Einschränkungen durch das Coronavirus stabil. Dafür haben wir unsere Liefer- und Logistikprozesse angepasst“, erklärte das Unternehmen: „Wir stehen im engen Austausch mit unseren Lieferanten und Logistikpartnern, um auf Veränderungen schnell eingehen zu können. Besondere Vorkehrungen sind daher aktuell nicht notwendig.“

Gehen wegen Corona die Hamsterkäufe wieder los? Die ersten Discounter bemerken eine erhöhte Nachfrage für Toilettenpapier.

Andere Handelsketten wie Rewe, Edeka, dm und Kaufland konnten bislang jedoch noch keine Veränderungen im Kaufverhalten ihrer Kunden feststellen. Zur Erinnerung: Zu Beginn der Corona-Krise waren die Umsätze mit Toilettenpapier in Drogerien und größeren Supermärkten rasant in die Höhe geschnellt.

Kanzleramtschef Braun sieht keinen Anlass für Hamsterkäufe

Auch die Politik sieht keinen Anlass für erneute Hamsterkäufe wegen der steigenden Corona-Zahlen - auch in NRW. „Die Versorgung im Einzelhandel ist gewährleistet", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) im RTL/ntv-Frühstart. Insofern sei ein normales Einkaufsverhalten im Supermarkt völlig in Ordnung. "Da muss sich keiner Sorgen machen."


Die Corona-Lage bezeichnete Braun als „deutlich ernster“ als im Frühjahr. Wegen des steilen Anstiegs der Corona-Zahlen wird NRW auch mit schärferen Regeln reagieren, die Ministerpräsident Armin Laschet am Freitag (16. Oktober) verkünden wird.

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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