500 Menschen bei Gottesdienst

Haltern trauert um Opfer der Flugzeug-Katastrophe

+
Menschen stehen während eines Gedenkgottesdienstesin Haltern am See vor der Kirche St. Sixtus.

HALTERN - Haltern hat 18 Menschen verloren. In Gedenken an die Opfer der Flugzeug-Katastrophe versammelten sich am Mittwoch etwa 500 Menschen. Mit Lautsprechern wurde der Gottesdienst vor der Kirche übertragen.

Gut eine Woche nach dem Absturz der Germanwings-Maschine dauert die tiefe Trauer in der besonders betroffenen westfälischen Stadt Haltern an. Zu einem öffentlichen Gedenkgottesdienst für die Opfer der Flugzeug-Katastrophe in Südfrankreich kamen am späten Mittwochnachmittag zahlreiche Trauernde zur St.-Sixtus-Kirche. Der Gottesdienst wurde über Lautsprecher auch nach außen übertragen. Nach einer Schätzung der Polizei versammelten sich etwa 500 Menschen zum Gedenken. Unter den Opfern der Tragödie sind 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums.

Bürgermeister Bodo Klimpel sowie die Pfarrer der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden hatten zu dem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Bereits am Freitag waren Bundespräsident Joachim Gauck und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zu einem Gedenkgottesdienst nach Haltern gekommen. In der nicht öffentlichen Veranstaltung für Schüler und Lehrer des Gymnasiums sowie Angehörige der Opfer hatte Gauck der trauernden Stadt sein Mitgefühl bekundet. Im Kölner Dom ist für den 17. April ein weiterer ökumenischer Gedenkgottesdienst für die Opfer geplant.

Der Airbus war am 24. März auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einer Felswand in den französischen Alpen zerschellt. 150 Menschen starben. Viele Hinterbliebene reisten inzwischen nach Südfrankreich in die Nähe der Absturzstelle. Der 27 Jahre alte Copilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler war er vor Jahren suizidgefährdet. Für den Unglückstag war er krankgeschrieben. Unterdessen hat die Lufthansa den Angehörigen der Opfer langfristige Hilfe versprochen.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.