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Schwer bewaffnet im Hauptbahnhof - „Pirat“ trug Machete und Schusswaffen bei sich

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Von: Daniel Schinzig

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Ein als Pirat verkleideter Mann trug im Hauptbahnhof Hagen mehrere Waffen bei sich und sorgte damit bei einigen Passanten für Angst.
Diese täuschend echt aussehenden Waffen trug der „Pirat“ im Hauptbahnhof Hagen bei sich. © Polizei Hagen

Ein als Pirat verkleideter Mann sorgte im Hauptbahnhof Hagen für Unruhe. Er war bewaffnet mit einer Pistole, einem Gewehr und einer Machete. War er eine Bedrohung?

Hagen - Der Anblick war nicht nur kurios, sondern machte einigen Menschen auch Angst: Ein Mann hielt sich am Freitagnachmittag (15.10.2021) als Pirat verkleidet im Hauptbahnhof Hagen auf. Bei sich trug er eine Pistole, ein Gewehr und eine Machete. Die Polizei musste bei der mutmaßlichen Bedrohungs-Lage einschreiten.

StadtHagen
Fläche160,45 km²
Einwohner188.687

Bedrohung in Hagen? - „Pirat“ schwer bewaffnet im Bahnhof

Da meinte es einer wohl zu gut mit seiner Kostümierung: Am Freitag gegen 17:10 Uhr waren Einsatzkräfte der Bundes-Polizei im Hauptbahnhof Hagen unterwegs. Dort teilte ein verängstigter Mann den Beamten der Polizei mit, dass sich auf einem Bahnsteig eine schwer bewaffnete Person in einem Piraten-Kostüm befinden soll.

Die Beamten der Polizei fanden den Mann aufgrund seines markanten Kostüms sehr schnell auf einem der Bahnsteige im Hauptbahnhof in Hagen. Der verkleidete 54-Jährige gab an, dass er zu einem Event nach Dortmund mit dem Zug reisen wolle. Unaufgefordert händigte der Mann seine „Waffen“ aus. Hierbei handelte es sich um eine Steinschosspistole, ein Steinschossgewehr und eine Machete. Die Machete trug der „Pirat“ gesichert in einem dafür vorgesehenen Holster.

Hauptbahnhof Hagen: „Pirat“ sorgt mit Waffen für Angst

Der als Pirat verkleidete Mann aus Hagen begleitete die Beamten der Polizei zur Wache. Dort wurde festgestellt, dass es sich bei den Waffen um täuschen echt aussehende, aber nicht funktionsfähige Dekorationswaffen handelte. Es gab nie eine Bedrohungs-Lage im Bahnhof Hagen.

Dennoch: Bei der Steinschosspistole und der Steinschossflinte handelte es sich um Anscheinswaffen, die im öffentlichen Raum nicht getragen werden dürfen. Die Waffen wurden sichergestellt und können vom Eigentümer verpackt wieder abgeholt werden. Die Bundespolizei leitete anschließend ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffengesetz ein.

Ebenfalls in Hagen kam es zu einem krassen Unfall. Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ist ein Motorradfahrer lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei stellte Ungereimtheiten fest - und muss sich obendrein über einen dreisten Diebstahl ärgern.

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