Haftstrafe nach spektakulärem Banküberfall in Aachen

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Banküberfall in Aachen

Aachen - Maskiert mit Perücken und Sonnenbrillen haben Täter im November 2014 eine Bank überfallen, die Mitarbeiter gefesselt und 400.000 Euro erbeutet. Nun sprach das Landgericht Aachen das Urteil.

Knapp drei Jahre später hat das Landgericht Aachen nun eine Frau für den spektakulären Überfall zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Ein mitangeklagter Mann wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen, wie ein Sprecher des Landgerichts Aachen sagte.

Die Richter sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass die Frau an dem Banküberfall im November 2014 beteiligt war. Sie wurde wegen erpresserischen Menschenraubs in Tateinheit mit schwerem Raub verurteilt. 

Die maskierten Täter hatten dem Urteil zufolge frühmorgens vor der Bank zwei Putzfrauen aufgelauert und sie gezwungen, sie in die Filialräume zu lassen. Dort nahmen die Räuber die nach und nach eintreffenden Bankmitarbeiter in Empfang, fesselten sie mit Kabelbindern und bedrohten sie mit echt aussehenden Schreckschusspistolen. So hatten sie zeitweise 17 Menschen in ihrer Gewalt. 

Zwei Angestellte mussten den Tresor öffnen und das Geld herausgeben. Dann flohen die Täter. Die Polizei hatte die als Haupttäterin geltende Angeklagte, die dem linksextremen Spektrum zugerechnet wird, eineinhalb Jahre nach der Tat in Barcelona festgenommen. Zu ihrer Verurteilung führten nach Angaben des Gerichtssprechers neben Zeugenaussagen und Videoaufnahmen vor allem DNA-Spuren der Frau. 

Diese waren auf einer Perücke und einem Mantel gefunden worden, die die Täter auf ihrer Flucht weggeworfen hatten.

Quelle: wa.de

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